Stadt investiert
: Was auf der großen Fläche in Bad Dürrheim entsteht

Zwischen Reisemobilhafen und Salinenstraße wächst derzeit ein Millionenprojekt für den Gewässerschutz. Die Stadt erläutert, was sich da tut.
Von
red/pm
Oberndorf
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Hier entsteht ein Retentionsfilterbecken. Später wird es an der Oberfläche kaum mehr sichtbar sein, aber im Untergrund seinen wichtigen Dienst verrichten.

Stadtverwaltung Bad Dürrheim

Wer derzeit an der südlichen Stadteinfahrt von Bad Dürrheim unterwegs ist, könnte sich fragen, was auf der großen Fläche zwischen Reisemobilhafen und Salinenstraße entsteht.

Die Stadt Bad Dürrheim erklärt es jetzt noch einmal: Dort baut sie selbst nämlich seit einigen Monaten das neue Retentionsbodenfilterbecken „Luschin“, ein wichtiges Projekt für den Gewässerschutz und die moderne Abwasserreinigung.

Auch wenn die Anlage später kaum auffallen wird, wird sie künftig immer dann wichtig, wenn bei starken Regenfällen besonders viel Wasser im Kanalnetz anfällt, wie die Stadtverwaltung erläutert.

Eine Lösung für Starkregen

Dann kann das stark verdünnte Mischwasser zwischengespeichert, zusätzlich gereinigt und anschließend kontrolliert in die Stille Musel abgegeben werden. Dadurch soll die Belastung des Gewässers bei Starkregen deutlich reduziert werden.

Auf der Baustelle sind die Fortschritte inzwischen gut sichtbar. Das große Erdbecken wurde vollständig mit einer speziellen Abdichtungsfolie ausgekleidet.

Unter der Folie sorgen ein Schutzvlies und ein Sandbett dafür, dass die Abdichtung dauerhaft geschützt bleibt. Außerdem konnten wichtige technische Bauwerke wie das Trennbauwerk und der sogenannte Drosselschacht bereits fertiggestellt werden. In den vergangenen Monaten wurden zudem zahlreiche neue Leitungen verlegt.

Gezielte Weiterleitung

Sie verbinden das bestehende Regenüberlaufbecken mit dem neuen Filterbecken und sorgen später dafür, dass das Wasser gezielt weitergeleitet werden kann. Für extreme Wetterlagen wurde zusätzlich ein kontrollierter Notüberlauf zur Stillen Musel gebaut.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Anlage ist ein neuer Feinrechen im bestehenden Regenüberlaufbecken. Dieser soll künftig selbst kleinere Feststoffe zurückhalten und damit zusätzlich den Gewässerschutz verbessern.

Auch das neue Technikgebäude steht inzwischen. Dort wird aktuell die Elektro-, Mess- und Steuerungstechnik eingebaut.

Sie sorgt später dafür, dass die gesamte Anlage automatisch überwacht und gesteuert werden kann.

Später noch Bepflanzung

Bis zur Fertigstellung werden noch Filter- und Sandschichten im Becken aufgebaut für die spätere Bepflanzung mit Schilf und anderen Feuchtpflanzen. Diese sollen die Reinigungsleistung des Filters unterstützen.

Außerdem werden die Wege und die umliegenden Flächen wieder hergestellt.

Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist laut Stadtverwaltung für November vorgesehen.

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