Selbsthilfetag in Bad Dürrheim
: Strategien für Umgang mit Herausforderungen

Die Botschaft beim 25. Selbsthilfetag in Bad Dürrheim war klar. Egal in welcher Krise oder schwierigen Situation Menschen sich befinden: „Niemand ist alleine.“
Von
Eva-Maria Huber
Oberndorf
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Die Botschaft beim Selbsthilfetag in Bad Dürrheim war klar: „Niemand ist alleine.“

Eva Maria Huber

Versuche ich es mit Waldbaden oder ist Lachyoga eher mein Weg: Wie viele verschiedene Ansätze es bei persönlichen Herausforderungen oder Stress generell gibt und wie wichtig das „Miteinander“ dabei ist, das spiegelte der 25. Selbsthilfetag in Bad Dürrheim wider.

„Miteinander, Füreinander“ lautete das Motto der Veranstaltung im Haus des Bürgers, bei dem sich Aussteller von verschiedenen Selbsthilfegruppen aus dem gesamten Schwarzwald-Baar-Kreis präsentierten. Besucher konnten sich über Selbsthilfeangebote informieren, neue Strategien für den Umgang mit Herausforderungen kennenlernen, Impulse für den Alltag mitnehmen. Mit dem Ziel: ihre Resilienz zu stärken.

Am späten Sonntagmorgen öffneten bereits viele Interessierte die Türen zum Haus Bürgers, informierten sich an den Ständen verschiedener Selbsthilfegruppen und suchten das Gespräch mit den ehrenamtlich Engagierten. Ob es um Hilfen bei Suchterkrankungen ging, psychischen Problemen, Multipler Sklerose, Schlafapnoe oder Demenz: Der Leitsatz, „Du bist nicht alleine, Dir wird geholfen“, zog sich von Stand zu Stand.

Hatem Saleh, Leiter des Gesundheitsamtes des Landratsamtes im Schwarzwald-Baar-Kreis, nahm den Leitgedanken in seiner Rede auf. Die Selbsthilfegruppen aus dem Kreis leisteten einen unverzichtbaren Beitrag, wenn es um Hilfen gehe, Krisen und schwierige Situationen zu bewältigen.

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Betroffenen finden Halt und bekommen Vertrauen

Barbara Fink, Bürgermeister-Stellvertreterin in Bad Dürrheim, würdigte den „unschätzbaren Beitrag für unsere Gemeinschaft der Selbsthilfegruppen“. Menschen unterstützen sich, tauschen sich aus. Dadurch finden die Betroffenen Halt, bekommen Vertrauen und neue Hoffnung.

Mehrere Referentinnen stellten ihren Ansatz vor, um mit schwierigen Lebenslagen oder Stress umzugehen. Carolin Oders klare Ansage: „Krisen sind stark - aber du bist stärker!“ In ihrem Vortrag wollte sie aufzeigen, wie es zu schaffen ist, nicht an Krisen zu zerbrechen, sondern gestärkt aus ihnen hervorzugehen.

Einführung in das Thema Stress

Sabrina Ruhl bot mit ihrem Workshop eine Einführung in das Thema Stress und Stressbewältigung: Sie erklärte, welche Faktoren Stress auslösen, wie das eigene Denken und Verhalten zur Stressentstehung beitragen kann und welche Möglichkeiten es gibt, Stress zu bewältigen.

Die Oecotrophologin Katharina Pfundstein schaute sich das an, was der Mensch tagtäglich zu sich nimmt: „Wir gestalten Gesundheit auf dem Teller“. Den Fokus legt sie dabei auf Übungen, um die Sinne wieder aktiv zu nutzen und zu stärken, „damit Sie genussvoll und achtsam gesunde Entscheidungen treffen können“.

Waldbaden und Lachyoga

Gesundheitspädagoge Klaus Lang beschäftigte sich mit den ganzheitlichen Folgen des Waldbadens unter dem Motto „Miteinander Natur erleben in Bad Dürrheim“. Atmen, Bewegen, Entspannen, zur Ruhe kommen, Wohlfühlen, sich erden, das sei Waldbaden: Eintauchen in die Atmosphäre.

Mit Birgit Leibold durfte herzhaft gelacht werden. Sie widmete sich dem Lachyoga und dem Ansatz „Lachen macht glücklich“. Eine Kombination aus Lach- und Atemübungen soll das Immunsystem stärken und Stresshormone abbauen. Lachyoga stärke das Immunsystem, setze Glückshormone frei und sorge für Entspannung.