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Bad-Dürrheim Waldbaden stärkt den Körper

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Eine erste Kostprobe vom Waldbaden gaben die Shinrin-Trainer Ingrid Whitehall und Klaus Lang der kleinen Zuhörergruppe nach ihrem informativen Vortag im Weinbrennersaal. Foto: Kaletta Foto: Schwarzwälder Bote

Bad Dürrheim (kal). Waldbaden, was bedeutet das? Jedenfalls nicht, mit einer Zinkbadewanne auf dem Rücken durch den Wald stapfen und sich an einem Wasserfall ein geeignetes Plätzchen zum Baden suchen.

Was genau dahintersteckt, erfuhren die Besucher bei einem Vortrag von Ingrid Whitehall und Klaus Lang, beide als Sport-Physiotherapeuten im Solemar tätig. Sie haben eine einwöchige intensive Ausbildung als Shinrin-Yoku-Trainern absolviert und damit einen neuen Baustein für das Gesundheitskonzept der Kurstadt geschaffen. Shinrin Yoku kommt aus Japan und bedeutet übersetzt "Eintauchen in die Waldatmosphäre". Dazu gehört der bewusste Aufenthalt im Wald durch wohltuendes Ein- und Ausatmen und durch Fühlen, Riechen, Sehen und Anfassen.

Waldluft ist Medizin, so vermittelten die beiden Referenten ihren Zuhörern. Durch die Wirkung von Bodenstoffen, von Licht und Farbe, durch die Wirkung von Mikroorganismen und Pilzgeflechte auf den Menschen sei ein eineinhalb- bis vierstündiger Aufenthalt im Wald gesundheitsfördernd.

Durch Waldbaden werde die menschliche Immunabwehr verbessert durch die Steigerung der natürlichen Killerzellen, die Infektionen und Tumore bekämpfen. Stress werde reduziert und schon nach 15 Minuten im Wald senke sich der Blutdruck.

Das Waldbaden könne mit allen fünf Sinnen erlebt werden: Mit dem Sehen von Sonne, Bäumen, Blätter und Schatten, mit dem Hören von Windrauschen, Vogelgezwitscher, Tieren und das Knarren der Bäume. Mit dem Schmecken der Waldkräuter und Blätter, mit dem Riechen von Holz, Harz, Moos, Totholz und Pilzen und mit dem Fühlen von Holz, Moos, Zapfen, Blätter, Rinde und Baumstämme. Bewegung im Wald wirke sich positiv bei Bewegungsmangelerkrankungen aus, zum Beispiel bei Diabetes.

Man kann den Bäumen vertrauen, war sich Klaus Lang sicher. Noch vor kurzer Zeit habe er diese Behauptung belächelt, doch nun sei er davon überzeugt. Es gäbe einen Baum der Motivation, Wunschbaum und einen Körperbaum. Den ausgewählten Baum einfach mal umarmen und seine Kräfte spüren, riet er den Zuhörern. Nicht zuletzt stärke der Aufenthalt im Wald durch die Wechselbeziehung zwischen Natur und Mensch den Naturschutz.

Geplant ist nun, im kommenden zeitigen Frühjahr mit Gruppen etwa zweistündige Führungen durch den Kapfwald anzubieten. Dazu sollen unter anderem Meditationsübungen, Atemübungen und Teamspiele mit Rückwärtsgehen gehören. Vorgesehen sind verschiedenen Tageszeiten, damit Berufstätige sowie auch Gäste und Senioren daran teilnehmen können. Eine erste Kostprobe für die Zuhörer gab es gleich nach dem Vortrag im Hindenburgpark. Stress wurde abgeschüttelt und geübt wurde ein wohltuendes Ein – und Ausatmen.

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