Schwarzwald-Trophy startet in Schwenningen: Hitze, historische Fahrzeuge – und eine gute Sache

Bilden ein eingespieltes Orga-Team für die anstehende Ausgabe der Schwarzwald-Trophy mit Start rund um den Schwenninger Marktplatz: (von links) Anatoli Rutz von der BW-Bank, Hauptorganisator Rolf Rabe sowie Marc Zimmermann, Thomas Fiehn, Andreas Scherr, Rainer Oder, Thomas Kohler und Hansjörg Zimmermann von den Schwenninger Lions.
Mareike Kratt- Fünfte Schwarzwald-Trophy startet am Samstag in Schwenningen, Startschuss um 9 Uhr.
- Route über 180 km durch den Nordschwarzwald bis Baiersbronn und zurück – Genuss statt Tempo.
- 28 Teams mit Oldtimern ab 50 Jahren, u. a. Vorkriegsmodelle wie Ford Y von 1934.
- Startgebühren von 200 Euro gehen komplett an die Christy-Brown-Schule in Villingen.
- Hitzepläne greifen: Mittagessen drinnen, stündliche Trinkstopps und entschärfte Serpentinen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Vorfreude steht den Organisatoren der Schwarzwald-Trophy der BW-Bank Villingen-Schwenningen bei der letzten gemeinsamen Teambesprechung drei Tage vor dem Großspektakel ins Gesicht geschrieben.
Im Grunde sei alles startklar, sagt Rolf Rabe, der die Oldtimer-Rallye stets im Zweijahres-Rhytmus federführend koordiniert und vor allem für die Streckenplanung zuständig ist. Die leichte Anspannung im Vorfeld sei normal, die aber weichen werde, wenn er die Strecke am Freitag ein letztes Mal abgefahren hat, um nicht doch eine neue Baustelle zu entdecken, die den Teilnehmern zum Verhängnis werden könnte.
180 Kilometer quer durch den Nordschwarzwald
Die zu absolvierende Strecke, das sind 180 Kilometer und viereinhalb Stunden reinste Genussfahrt mit Start am Schwenninger Marktplatz quer durch den Nordschwarzwald nach Baiersbronn: den Ruhestein hoch, Kniebis und den Schliffkopf, ehe es nach Bad Rippoldsau wieder hinunter mit reichlich Impressionen und Fahrtwind zurück nach Schwenningen geht, verrät Rolf Rabe.
Das Teilnehmerfeld: Oldtimer-Fahrer aus der Region, aber auch aus ganz Deutschland mit historischen Automobilen teils aus der Vorkriegszeit, freut sich der Initiator besonders. Mit dabei: unter anderem ein Ford Y mit Baujahr 1934 als erster für den europäischen Markt konzipierter Ford, ein Wolseley Hornet HP14 von 1936 oder ein 380 Kompressor Cabrio mit 120 PS aus dem Jahr 1933
Erlös geht an die Christy-Brown-Schule
Doch die insgesamt 28 Teilnehmer werden am Samstag nicht nur in den Genuss ihres jeweiligen Schmuckstücks – als Anmeldevoraussetzung musste es 50 Jahre oder älter sein – kommen, sondern gleichzeitig auch etwas Gutes tun
Denn die Anmeldegebühr in Höhe von 200 Euro wird in gewohnter Manier komplett gespendet: Diesmal geht der Erlös an die Christy-Brown-Schule in Villingen, erzählt Hansjörg Zimmermann vom Lions Club Schwenningen, der sich freut, dass die Rektorin den Trophy-Start am Samstagmorgen vor Ort mitverfolgen wird.
An den Verpflegungsstopps warten Prüfungen
Zum wiederholten Mal bilden die Lions aus Schwenningen sowie aus Villingen den karikativen Part der Trophy – „eine wirklich gute Sache“, die auch noch großen Spaß mache, findet Lions-Kollege Thomas Fiehn. Doch die Aufgabe des rührigen Service-Clubs liegt bei Weitem nicht nur in der dann folgenden Scheckübergabe: An den Verpflegungsstopps, die die Fahrer zwischendurch immer wieder einlegen werden – etwa in Alpirsbach, Baiersbronn, St. Roman oder Fischbach – warten mit Suchrätseln, sportlichen Aktivitäten oder Geschicklichkeitsübungen zudem unterschiedliche Prüfungen, die die Lions organisiert haben.

Jedes Teilnehmer-Team – Fahrer und Beifahrer – bekommt ein manuell ausgearbeitetes Roadbook, das die Route vorgibt.
Mareike KrattIn dieser Organisationskonstellation – Rolf Rabe als Centerleiter des Schwenninger Autohaus Südstern Bölle, in dessen Foyer als Abrundung ein Galaabend auf die Teilnehmer wartet, die BW-Bank sowie die beiden Lionsclubs – sei man inzwischen ein eingespieltes Team, vieles laufe inzwischen routiniert ab, findet Anatoli Rutz, Filialdirektor der BW-Bank.
Schutzmaßnahmen gegen die Hitze
Auf was sich Organisatoren und Teilnehmer aber jedes Jahr aufs Neue einstellen müssen, sind die Wetterbedingungen. Und diese versprechen diesmal hohe und drückende Temperaturen – eine Herausforderung, auf die man kurzfristig reagiert habe: Das Mittagessen sei von draußen nach drinnen verlegt worden, stündlich gebe es einen Trinkstopp und ein Teil der Strecke mit vielen Serpentinen sei entschärft worden, erklärt Rolf Rabe – damit die Motoren nicht überhitzt werden. Dafür seien Oldtimer nun einmal anfällig.
Deshalb betont der Initiator umso mehr: „Bei der Schwarzwald-Trophy geht's nie um Geschwindigkeit, sondern Entspannung und Genuss.“
Das Rahmenprogramm der Schwarzwald-Trophy
Die fünfte Ausgabe der Schwarzwald-Trophy findet am Samstag, 27. Juni, mit Start rund um den Schwenninger Marktplatz statt. Bevor der Startschuss um 9 Uhr fällt, gibt’s für die Fahrer um 8 Uhr in der Mensa der Gartenschule ein Briefing. Danach können alle interessierten Zuschauer etwas Nostalgie-Flair schnuppern und das Spektakel vor Ort miterleben. Dann nämlich wird, ganz im Sinne eines unterhaltsamen Trophy-Auftakts, jedes teilnehmende Automobil auf dem Marktplatz auf- und einzeln vorgestellt – natürlich von Experte Rolf Rabe selber. Zudem wird das Jugendblasorchester der Stadtmusik Schwenningen spielen.
