Schutzräume in Trossingen
: Hilfe für Frauen aus allen Schichten

Die SPD Trossingen war zu Besuch im Frauenhaus, dort informierten sie sich über das Hilfsangebot.
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(red/pm)
Oberndorf
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SPD Trossingen infomiert sich über die Arbeit im Frauenhaus.

SPD Trossingen

Juliane Schmider und Sarah Roppelt waren an diesem Abend die Ansprechpartnerinnen der Gäste.

Juliane Schmider ist Geschäftsführerin des Frauenhauses Tuttlingen, zu dem auch das Frauen- und Kinderschutzhaus Trossingen gehört. Sarah Roppelt arbeitet als Sozialpädagogin in Tuttlingen und betreut zusätzlich das Trossinger Haus.

Im Mittelpunkt des Besuchs stand ein intensiver Austausch über die Arbeit des Frauenhauses. Die Teilnehmer interessierten sich dafür, wer Schutz sucht, welche Formen von Gewalt vorkommen und welche Unterstützung angeboten wird. Die Mitarbeiterinnen berichteten, dass häusliche Gewalt in allen sozialen Schichten, Religionen und Herkunftsländern vorkommt.

Etwa die Hälfte der Schutzsuchenden hat einen Migrationshintergrund. Die Frauen haben meist über längere Zeit Gewalt erfahren. Diese reicht von körperlicher und psychischer bis hin zu sexualisierter, sozialer, ökonomischer und digitaler Gewalt. Gewalterfahrungen zerstören häufig Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen und schränken die freie Lebensgestaltung erheblich ein. Das Frauen- und Kinderschutzhaus Trossingen besteht seit August 2024. Es verfügt über drei Wohneinheiten mit kleinem Garten und bietet Platz für bis zu acht Personen.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Aufnahme von Frauen mit älteren Söhnen sowie Frauen mit leichten körperlichen Beeinträchtigungen. Die Zusammenarbeit mit der Polizei sei eng und habe sich bewährt, so die Information. Bei der Aufnahme wird der individuelle Hilfebedarf geklärt.

Die Mitarbeiterinnen unterstützen bei Behördengängen, Schulanmeldungen und Leistungsanträgen. Ziel ist Hilfe zur Selbsthilfe: Die Frauen sollen ihre eigene Stärke wiederfinden und ein selbstbestimmtes Leben führen können. Das Frauenhaus Tuttlingen verfügt über vier Vollzeitstellen, verteilt auf fünf Mitarbeiterinnen, sowie zahlreiche Ehrenamtliche.

Die Finanzierung bleibt eine Herausforderung und erfolgt über öffentliche Fördermittel, Mitgliedsbeiträge und Spenden. Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende, Gemeinderat und Kreisrat Vatche Kayfedjian sieht die Arbeit und den Einsatz des Frauenhauses als sehr wertvolle an und sicherte seine Unterstützung zu.

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