Schon 2,6 Millionen Passagiere: Was die „Villingen-Schwenningen“ mit einer Ebola-Pandemie zu tun hat

Vor 25 Jahren wurde ein Airbus A340-300 der Lufthansa mit dem Namen „Villingen-Schwenningen“ getauft. Seitdem hat das Flugzeug kanpp 14.000 Flüge absolviert – und mehr als 2,6 Millionen Passagiere transportiert.
Lufthansa- Ein Lufthansa-Airbus A340-300 heißt „Villingen-Schwenningen“ und fliegt seit 25 Jahren.
- Er absolvierte knapp 14.000 Flüge, mit über 2,6 Millionen Passagieren zu 121 Zielen.
- 2014 wurde er binnen zehn Tagen zum Ebola-Evakuierungsflugzeug „Robert Koch“ umgebaut – ohne Einsatz.
- Später zurückgerüstet, fliegt er wieder ab Frankfurt Langstrecke mit Platz für 279 Passagiere.
- Lufthansa benennt rund 300 Flugzeuge nach deutschen Städten; Namen werden bei Ausmusterung weitergegeben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was rund 2,6 Millionen Menschen mit Villingen-Schwenningen verbindet? So viele Passagiere hat ein Lufthansa-Airbus mit dem Namen „Villingen-Schwenningen“ seit 25 Jahren auf mehr als 14.000 Flügen und 121 Destinationen sicher ans Ziel gebracht.
Am 31. August 2001 wurde das Flugzeug getauft – Taufpate war der damalige Oberbürgermeister Manfred Matusza. Der Airbus „Villingen-Schwenningen“ ist eines von rund 300 Flugzeugen der Lufthansa-Flotte, die nach deutschen Städten oder Bundesländern benannt sind.
„Er fliegt als Botschafter der Stadt und Marke Lufthansa durch die Welt und verbindet Menschen, Kulturen und Volkswirtschaften“, so eine Pressesprecherin der Lufthansa zur viel bewegten Geschichte des Flugzeugs.
Die „Villingen-Schwenningen“ hat ihren Heimatflughafen in Frankfurt und fliegt von dort aus Langstreckenziele. Das Modell A3400-300 ist knapp 64 Meter lang, hat eine Spannweite von 60 Metern und ein maximales Startgewicht von 271 Tonnen. Sie hat eine Reichweite von 12.300 Kilometern, eine maximale Flughöhe von 12.500 Metern und eine Maximalgeschwindigkeit von 890 Kilometern pro Stunde. 279 Passagiere können mitfliegen.
Weltweit erstes Evakuierungsflugzeug
Der Airbus mit der Kennung „D-AIGZ“ hat aber nicht immer nur Passagiere transportiert. 2014 habe der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr das Flugzeug in Berlin an die damaligen Bundesminister Frank-Walter Steinmeier und Hermann Gröhe übergeben, so die Pressesprecherin weiter. Der Grund: die Ebola-Pandemie in West-Afrika.
Innerhalb von nur zehn Tagen wurde das Flugzeug umgebaut – zum ersten Evakuierungsflugzeug für den Transport und die Behandlung von Ebola-Patienten weltweit. In der Zeit trug das Flugzeug den Namen „Robert Koch“. Der hintere Kabinenbereich wurde so umgebaut, dass ein Isolierzelt aufgestellt werden konnte. Dadurch sollten Patienten auch während des Flugs intensivmedizinisch behandelt werden können.
Doch zu einem Einsatz kam es nie. Knapp neun Monate später wurde das Flugzeug wieder zu einem Passagierflugzeug umgerüstet – und fliegt seitdem wieder als „Villingen-Schwenningen“ um die Welt.
Name geht auf neues Flugzeug über
1960 wurde das erste Lufthansa-Flugzeug getauft: Eine Boeing 707 mit dem Kennzeichen D-ABOC. Sie trug den Namen Berlin. Taufpate war der damalige Berliner Bürgermeister – Willy Brandt. „Das Ziel war, die Verbundenheit zum Heimatstandort Deutschland jenseits der großen Drehkreuze und Standorte auch in die Regionen zu tragen, aus denen ein Großteil der Lufthansa Passagiere und Mitarbeitenden kommt“, schreibt die Lufthansa in einer Pressemitteilung. Momentan trage die Flotte unter anderem die Namen fast aller deutschen Großstädte, Bundesländer und Landeshauptstädte. Sollte das getaufte Flugzeug aus der Flotte ausscheiden ist es noch nicht vorbei – der Name geht dann auf ein neues Flugzeug über. Der Flugzeugname ist rechts neben der vorderen Tür angebracht.

