Reha in Bad Dürrheim: Verlässliche Rahmenbedingungen gefordert

Der ärztliche Direktor der Espan-Klinik Peter Hannemann (von links) und Geschäftsführer Bernd Baumbach im Gespräch mit MdB Derya Türk-Nachbaur (SPD).
Jens HagenDie Espan-Klinik empfing die SPD-Bundestagsabgeordnete Derya Türk-Nachbauer. Geschäftsführer Bernd Baumbach und der ärztliche Direktor Peter Hannemann zeigten ihr bei einem anderthalbstündigen Besuch die Arbeit der Fachklinik.
Die Politikerin aus dem Wahlkreis nutzte die Gelegenheit, sich ein Bild von der praktischen Arbeit vor Ort zu machen. Im Gespräch zeigte sie großes Interesse an den Abläufen in der Rehabilitation, es gab einen offenen Dialog über Herausforderungen.
Geschäftsführer Bernd Baumbach betonte, wie wichtig verlässliche und stabile Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen sind. Türk-Nachbauer unterstrich die wichtige Rolle von Reha-Einrichtungen im Gesundheitssystem. Sie seien ein tragender Pfeiler für die nachhaltige Stabilisierung von Gesundheit und Erwerbsfähigkeit. Auf Anfrage teilte die Bundestagsabgeordnete mit, dass derzeit nicht mit Kürzungen im Leistungsbereich der Rehabilitation zu rechnen sei.
Bei Post- und Long-Covid werden Patienten jünger
Ein weiteres Thema war die Patientenversorgung. Die Klinik berichtete von ihren Erfahrungen bei der Behandlung von Post- und Long-Covid-Erkrankungen, bei denen zunehmend auch jüngere Patienten Unterstützung benötigen. Hannemann erklärte, dass sich die Behandlung stark an den konkreten Einschränkungen im Alltag orientiert. Vorgestellt wurde auch das erweiterte Versorgungskonzept mit digitaler Nachsorge und dem Präventionsprogramm RV Fit.
Besonders das hauseigene Soleschwimmbad mit Sauerstoffversorgung stieß auf Interesse – es ermöglicht auch Patienten mit eingeschränkter Lungenfunktion Bewegungstherapie im Wasser. Bei einem Rundgang erhielt Türk-Nachbauer Einblicke in den Klinikalltag. Pflegedienstleitung Mina Bukin und Ärztin Mariana Porosanu erläuterten die Abläufe von der Aufnahme bis zur Therapie.
Derya Türk-Nachbaur positioniert sich klar: „Reha stärkt Menschen und damit unsere ganze Gesellschaft. Sie gibt Selbstständigkeit, Würde und Perspektive zurück. Eine starke Rehalandschaft ist kein Luxus, sondern eine Investition in Solidarität und Zusammenhalt.“
Zum Abschluss bedankte sich die Bundestagsabgeordnete für die Einblicke und den offenen Austausch. Sie wolle den Kontakt zur Einrichtung auch in Zukunft aktiv pflegen. Beide Seiten betonten die Bedeutung des kontinuierlichen Dialogs zwischen Rehabilitationseinrichtungen und Politik.