Premiere bei der Narrenzunft Schwenningen
: Sie ist die erste Frau im Narrenrat

Mit Jana Maier wurde erstmals eine Frau in den Narrenrat der Narrenzunft Schwenningen gewählt. Zudem erfuhren die Mitglieder während der Hauptversammlung, dass Säckelmeister Christian Helbig sein Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt hat.
Von
red/pm
VS-Schwenningen
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Bei der Narrenzunft Schwenningen freut sich (von rechts) Zunftmeister Florian Schütze über die Unterstützung durch die neuen Narrenräte Jana Maier und Sascha Schurr. Der zweite Zunftmeister Nils Mühlbacher und Zunftschreiber Sascha Stanzel wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Bei der Narrenzunft Schwenningen freut sich (von rechts) Zunftmeister Florian Schütze über die Unterstützung durch die neuen Narrenräte Jana Maier und Sascha Schurr. Der zweite Zunftmeister Nils Mühlbacher und Zunftschreiber Sascha Stanzel wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Narrenzunft Schwenningen/Jochen Schwillo
  • Jana Maier ist erstes weibliches Mitglied im Narrenrat der Narrenzunft Schwenningen.
  • Christian Helbig legte die Ämter Säckelmeister und Narrenrat aus persönlichen Gründen nieder.
  • Nils Mühlbacher und Sascha Stanzel wurden in ihren Vorstandsämtern bestätigt.
  • Miriam Grünwald leitet den Fanfarenzug und plant ein Aspirantenjahr; Sascha Schurr neu im Rat.
  • Eröffnungsbälle sind am 8. und 9. Januar – Motto: „Fasnet Fantasy und Fabeln – Legenden vom Neckar“.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

115 der knapp 2000 Mitglieder waren am Mittwochabend in den Bauhof gekommen. Einstimmig wählte die Versammlung Jana Maier in den Narrenrat – ein historischer Schritt, der die bisherige Männerdomäne durchbricht.

Nach ihrem Aspirantenjahr engagiert sich Jana Maier weiterhin im Brauchtumsausschuss und verantwortet den Bereich Social Media. Neu im Narrenrat ist außerdem Sascha Schurr, der sich im Bauhofteam einbringt.

Dass Frauen in der Traditionszunft zunehmend Verantwortung übernehmen, zeigte auch Miriam Grünwald, die neue Abteilungsleiterin des Fanfarenzugs, die ein Aspirantenjahr im Narrenrat beginnen möchte. Als weiterer Aspirant wurde Dominik Edeler vorgestellt. Bei den Vorstandswahlen wurden der zweite Zunftmeister Nils Mühlbacher sowie Zunftschreiber Sascha Stanzel in ihren Ämtern bestätigt.

Zunftmeister Florian Schütze blickte auf ein ereignisreiches erstes Jahr im Amt zurück. Zwischen Formularen, Organisation, Terminen, Fasnetvorbereitungen und vielen Momenten hinter den Kulissen habe er die ganze Bandbreite des Amtes erlebt, berichtete er – „daraus könnte man fast eine Nummer für die Eröffnungsbälle machen oder gleich ein Buch schreiben“.

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Helbig legt Ämter nieder

Schütze übernahm zudem den Bericht des zurückgetretenen Säckelmeisters Christian Helbig und konnte eine solide Kassenführung bestätigen. In einer verlesenen Stellungnahme erklärte Christian Helbig, dass er die Ämter des Säckelmeisters und des Narrenrats nach langer und gründlicher Abwägung aus persönlichen Gründen niedergelegt habe.

Wie aktiv die Narrenzunft ist, zeigten die Gruppenberichte. Der Fanfarenzug zählt aktuell 46 Aktive, wie Abteilungsleiterin Miriam Grünwald berichtete. Ein Höhepunkt war das 66‑jährige Bestehen mit dem Viererkonzert in der Neckarhalle. Für das kommende Jahr kündigte sie die Teilnahme an den Heimattagen an.

Rückblick vom Hanselvatter

Hanselvatter Jörg Schlenker blickte auf eine sehr gelungene Fasnet zurück – geprägt von harmonischen Ausfahrten, guter Stimmung und starken Gemeinschaftsmomenten. Die Hästräger leisteten in Altentageseinrichtungen und Schulen große Arbeit und sorgten vielerorts für Freude. Auch den Bericht von Hanselmotter Jasmin Hugger trug er vor.

Die Eröffnungsbälle finden im kommenden Jahr bereits am 8. und 9. Januar statt; das Motto lautet „Fasnet Fantasy und Fabeln – Legenden vom Neckar“, wie Jonas Schlenker vom Vergnügungsausschuss ankündigte.

Für Obertännlelupfer Uwe Mühlbacher war das Narrenbaumstellen am Fasnetsamstag auf dem Muslenplatz aufgrund des Regens eine Herausforderung. Brauchtumssprecher Jochen Schwillo berichtete von Neuerungen, die bei Narren und Bevölkerung gut ankamen: Die Hansel führten erstmals die Hästräger an, die neue Schlüsselübergabe fand Zuspruch, und der Umzug führte erstmals von der Sturmbühlstraße zum Busbahnhof.

Der Wirtschaftsausschuss um Frank Zölle denkt bereits über das 100‑jährige Vereinsjubiläum im Jahr 2028 nach. Carsten Kromer vom Bauhofteam berichtete vom Kulissenbau für die Bälle. Jana Maier freute sich über das Wachstum der Jungnarren – ein positives Zeichen für die Zukunft der Narrenzunft.