Millionenprojekt im Zentralbereich
: Bau von VIAS in VS beginnt – Einzug schon im Herbst geplant

Das Innovations- und Anwenderzentrum VIAS in VS nimmt Gestalt an. Der Neubau soll Gründer, Unternehmen und Forschung zusammenbringen – und bereits im Herbst bezugsfertig sein.
Von
Marc Eich
Oberndorf
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So soll das VIAS im VS-Zentralbereich zukünftig aussehen. Am Freitag erfolgte der Spatenstich, im Herbst soll schon der Einzug sein.

Goldbeck

Was lange währt, wird endlich gut – so könnte man über den Spatenstich des Innovations- und Anwenderzentrums für smarte Systeme, kurz VIAS, titeln. Denn mehr als fünf Jahre, nachdem im Gemeinderat und Kreisrat das Projekt vorgestellt und damit auf den Weg gebracht wurde, werden jetzt endlich Tatsachen geschaffen.

Insbesondere hinsichtlich der Zuwendungen – 40 Prozent der Kosten werden von einem Strukturfonds der Europäischen Union und 20 Prozent vom Land übernommen, die restlichen 40 Prozent teilen sich Stadt und Land – seien „einige Schleifen“ notwendig gewesen, um die Finanzierung und damit die Umsetzung zu sichern. Das erklärte Oberbürgermeister Jürgen Roth bei seiner Rede.

Umso schneller soll es jetzt beim Bau gehen. Der Generalunternehmer Goldbeck hat trotz widriger Bedingungen bereits erste Vorarbeiten geleistet – im Herbst soll der Einzug erfolgen, versichern die Verantwortlichen. Das werde man realisieren, „auch wenn es sportlich ist“, so Niederlassungsleiter Dominik Kaspar.

Für 11,2 Millionen Euro werden vier Stockwerke mit 3800 Quadratmetern Nutzfläche entstehen – im VS-Zentralbereich und in direkter Nachbarschaft zu Hahn-Schickard, zum Schwarzwald-Baar-Klinikum, zur IHK und zur DRK-Landesschule. Das Deutsche Rote Kreuz ist dabei ein wichtiger Akteur: Das DRK-Simulationszentrum Baden füllt das Gebäude als Hauptmieter mit Leben. Mit Simulationen, medizinischen Trainings und Ausbildungsmöglichkeiten sollen sowohl Personal des Rettungsdienstes als auch Personal aus dem Klinikum geschult werden. Dafür stehen künftig 1000 Quadratmeter zur Verfügung.

Ort der Zusammenarbeit und Begegnung

Das DRK geht damit einen innovativen Weg – und lebt vor, wofür VIAS steht. Es handle sich um einen Ort, „an dem Innovation nicht nur entsteht, sondern auch erprobt, weiterentwickelt und in konkrete Anwendungen überführt wird“, wie Roth erklärte. Gründer, Start-ups, Unternehmen, Hochschule und Forschungseinrichtungen sollen hier gemeinsam an Lösungen arbeiten. „Es ist ein Ort der Zusammenarbeit und Begegnung“, sagte VIAS-Geschäftsführer Simon Herrlich.

Die Verantwortlichen sowie Vertreter von Stadt und Politik freuen sich über den Spatenstich.

Foto: Marc Eich

Das Gebäude sei deshalb mit Coworking-Spaces und Begegnungsbereichen offen gestaltet, um den Austausch zwischen den Akteuren zu ermöglichen. Martin Seuffert erklärte als stellvertretender Landrat, dass das „strategisch wichtige und richtige Projekt“ die Gründerstruktur vor Ort beleben solle, um insbesondere neue Impulse für die Hochtechnologiebranche zu schaffen. So solle die Region vorangebracht und Arbeitsplätze geschaffen werden.

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