Innovationszentrum in VS
: Stadt treibt zentrales Zukunftsprojekt voran

Das Innovations- und Anwendungszentrums für smarte Systeme (Vias) in Villingen-Schwenningen vereint technologische Entwicklung und Weiterbildung unter einem Dach.
Von
(red/pm)
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Die Visualisierung zeigt, wie das Innovationszentrum in der Wilhelm-Schickard-Straße nach der Fertigstellung aussehen soll.

Goldbeck

Innovationen haben in Villingen-Schwenningen schon bald ein Zuhause: Mit der Vergabe des Bauauftrags rückt die Realisierung des Innovations- und Anwendungszentrums für smarte Systeme (Vias) in greifbare Nähe, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Stadt treibt damit eines ihrer zentralen Zukunftsprojekte entschlossen voran. Noch im August soll der Bauantrag für Vias eingereicht werden. Der Baustart ist für Anfang kommenden Jahres vorgesehen, die Fertigstellung ist für September 2026 geplant.

Oberbürgermeister Jürgen Roth sieht im Projekt Vias einen bedeutenden Entwicklungsschritt für die Stadt: „Mit dem Vias schaffen wir einen Ort, an dem Zukunft nicht nur gedacht, sondern gemacht wird. Wir investieren gezielt in Strukturen, die Innovation, Qualifizierung und regionale Wertschöpfung ermöglichen – mit starker kommunaler Verantwortung und einem klaren inhaltlichen Fokus.“

Trägerin und Betreiberin des Projekts ist die Vias Innovationszentrum Besitzgesellschaft Villingen-Schwenningen GmbH, eine eigens gegründete Eigengesellschaft der Stadt. Errichtet wird das Zentrum in der Wilhelm-Schickard-Straße, in direkter Nachbarschaft zum Hahn-Schickard-Institut. Ziel des Projekts ist es, ein Zentrum zu schaffen, das technologische Innovation, unternehmerische Entwicklung und praxisnahe Fort- und Weiterbildung unter einem Dach vereint.

Medizinische Fortbildungen

Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung von intelligenten und vernetzten Systemen, zum Beispiel für den Bereich Medizintechnik oder für die industrielle Fertigung. Als erster großer Ankermieter wird das Simulationszentrum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in das Vias einziehen. Dort werden künftig moderne Fort- und Weiterbildungsangebote für medizinisches Fachpersonal realisiert. Mithilfe innovativer Simulationsmethoden entstehen realitätsnahe Trainingsumgebungen, die insbesondere die Notfallversorgung und interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen stärken. Das Zentrum wird so zu einem Leuchtturm praxisorientierter medizinischer Fort- und Weiterbildung.

Für die bauliche Umsetzung wurde das Unternehmen Goldbeck als Generalunternehmer beauftragt. Mit langjähriger Erfahrung im Bereich moderner Gewerbe- und Technologieimmobilien bringt Goldbeck das nötige Know-how mit, um die ambitionierten Anforderungen des Projekts termingerecht umzusetzen.

Impulse für Standort

Auch Simon Herrlich, Geschäftsführer der Vias Innovationszentrum Besitzgesellschaft Villingen-Schwenningen GmbH, unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens: „Mit dem Vias schaffen wir nicht nur Raum für Innovation, sondern auch für Zusammenarbeit, Qualifizierung und Zukunftsgestaltung in der Region. Wir freuen uns, gemeinsam mit starken Partnern ein Zentrum zu entwickeln, das langfristig Impulse für den Technologiestandort Villingen-Schwenningen setzt.“

Im Vias entstehen darüber hinaus Coworking-Räume, in denen Start-up-Unternehmer künftig ihr Business in einem geeigneten Umfeld starten können und erstmal keine langfristige Bindung eingehen.

Gesamtkosten belaufen sich auf rund 11,2 Millionen Euro

Finanziell basiert das Projekt auf einer tragfähigen Partnerschaft: 60 Prozent der zuwendungsfähigen Baukosten werden durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Baden-Württemberg getragen. Die verbleibenden Kosten werden jeweils zur Hälfte durch Eigenmittel der Stadt Villingen-Schwenningen und einen Zuschuss des Schwarzwald-Baar-Kreises gedeckt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 11,2 Millionen Euro.

Unterstützt wird die Stadt von starken regionalen Partnern. Die Hochschule Furtwangen, Hahn-Schickard, die Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg sowie der Verein TechnologyMountains haben sich von Beginn an als Projektpartner und Befürworter eingebracht. Auch künftig werden sie durch Kooperationen, Technologietransfer und Gründungsförderung zur Weiterentwicklung des Zentrums beitragen.

Start der konkreten Phase

Mit dem nun gestarteten nächsten Umsetzungsschritt beginnt die konkrete Phase eines Projekts, das Villingen-Schwenningen langfristig als leistungsfähigen Innovationsstandort überregional sichtbar machen wird.

Ansprechpartner für Mietanfragen und Partnerschaften ist Geschäftsführer Simon Herrlich, E-Mail simon.herrlich@vias-vs.com und Telefon 07721/94 33 32.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.