Simulationszentrum in VS
: Für den Notfall trainieren sie hier

Wie wichtig Simulation in der Medizin und vor allem für Kliniken ist, wurde jetzt bei der Eröffnung des neuen Zentrums in Villingen-Schwenningen deutlich.
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(red/pm)
Oberndorf
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Das Simulationszentrum Baden in VS ist eröffnet (von links): Matthias Ziegler, Geschäftsführer des Simulationszentrums, Landrat Sven Hinterseh, Stephan Niggemeier, DRK-Kreisgeschäftsführer, Peter Löchle, Vizepräsident des DRK-Landesverbandes Badisches Rotes Kreuz, OB Jürgen Roth, Hanno Hurth, Präsident des DRK-Landesverbandes, Leonard von Hammerstein, Landesgeschäftsführer des DRK-Landesverbandes und Tobias Scherer, Geschäftsführer des Simulationszentrums.

DRK

Jetzt wurde die Bildungsstätte, die gemeinsam vom DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz und dem DRK-Rettungsdienst Schwarzwald-Baar gGmbH gegründet wurde, in der Albert-Schweitzer-Straße in Nachbarschaft zum Schwarzwald-Baar-Klinikum in Villingen-Schwenningen feierlich eröffnet.

Damit schaffe das Rote Kreuz auf der Baar ein Leuchtturmprojekt, das über die Grenzen der Region hinaus eine zeitgemäße, qualitativ hochwertige Aus- und Fortbildung für medizinisches Fachpersonal anbietet, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Mit dem Angebot simulationsbasierter Ausbildungswege in den Bereichen Kinderheilkunde, Geburtshilfe, Anästhesie und Notfallmedizin eröffnet das Simulationszentrum ganz neue Möglichkeiten, um Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter, Pflegekräfte, Medizinstudierende, Notärztinnen und Notärzte wie auch weitere Fachkräfte praxisnah, sicher und effektiv zu schulen“, betonte Hanno Hurth, Präsident des DRK-Landesverbandes Badisches Rotes Kreuz, bei der Eröffnung.

„Hervorragende Infrastruktur“

Oberbürgermeister Jürgen Roth, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Villingen-Schwenningen und Vorsitzender des Aufsichtsrates des Simulationszentrums, hob die Vorteile des Standorts Villingen-Schwenningen hervor. „Gemeinsam mit dem Schwarzwald-Baar-Klinikum, der Hochschule Furtwangen sowie der DRK-Landesschule vervollständigt das Simulationszentrum die hier bereits bestehende, hervorragende Infrastruktur im Bereich der medizinischen Ausbildung.“

Die Angebote, die das Simulationszentrum in der medizinischen Ausbildung bereithält, seien zunehmend unverzichtbar, da Praktika in Kliniken und Krankenhäusern mit echten Patienten oft nicht mehr im notwendigen Umfang möglich sind, zeigt das DRK weiter auf. Und sehr wahrscheinlich werde in Zukunft auf Grund weiterer Krankenhausschließungen immer weniger Ausbildung tatsächlich an echten Patienten in der Klinik stattfinden können.

Künftig im VIAS untergebracht

Umso wichtiger seien Orte wie das neugegründete Simulationszentrum in VS, an denen Krankheitsbilder und Notfälle absolut realistisch simuliert und die richtigen Behandlungen immer wieder geübt werden können, bis sie absolut sicher erlernt sind, heißt es weiter.

„Die Lernformate werden die Qualität der Ausbildung weiter steigern, den Nachwuchs fördern sowie die Zusammenarbeit medizinischer Teams und gleichzeitig die Patientenversorgung dauerhaft verbessern. Mit dem Simulationszentrum ist ein Lernort entstanden, der sich einer zeitgemäßen Lernkultur verschrieben hat, der ideale Voraussetzungen für interdisziplinäre Trainings und einen kontinuierlichen Wissensaustausch bietet“, zeigt das DRK weiter auf.

Im Herbst 2026 solle die Bildungseinrichtung in das bis dahin fertiggestellte Innovationszentrum VIAS umziehen und werde seine Angebote dann weiter ausbauen.

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