Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis: Wechsel an der Spitze des Jugendamtes

Auf Silke Zube (von links) folgt Heike Rau als Jugendamtsleiterin des Landratsamts Schwarzwald-Baar-Kreis, sie wird von Landrat Sven Hinterseh begrüßt.
LandratsamtSeit dem 1. Januar ist Heike Rau die neue Leiterin des Jugendamtes beim Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis. Sie folgt Silke Zube als bisherige Stelleninhaberin nach deren internen Stellenwechsel zur Sozialdezernentin.
Landrat Sven Hinterseh begrüßte die neue Amtsleiterin und erläutert: „Gerade angesichts der gestiegenen Bedeutung der Kinder- und Jugendhilfe ist Ihre umfassende Erfahrung für uns von unschätzbarem Wert.“
Rau ist im Erstberuf staatlich anerkannte Erzieherin, es folgten ein Diplom als Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin sowie ein Master als Sozialwirtin. Als Fallmanagerin im Jobcenter konnte sie nach ihrem Studienabschluss ihre ersten Erfahrungen in der Verwaltung sammeln.
„Mir war schon früh im Berufsleben klar, dass ich mich weiterentwickeln möchte“, so Rau über ihre bisherigen beruflichen Meilensteine. Seit 21 Jahren lebt Heike Rau mit ihrem Mann im Landkreis Esslingen. Hier begann auch ihre Karriere im Jugendamt.
Stärkung der vorhandenen Strukturen
Zunächst im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) als Sachbearbeiterin und dann als Sachgebietsleiterin für die Fachberatung Kindertagesbetreuung im Landratsamt Esslingen beschäftigt, wechselte sie nun nach rund elf Jahren ihren Standort.
Auf die Frage, was sie an der Aufgabe der Jugendamtsleitung motiviere, sagt sie: „Mir ist die Mitgestaltung der Kinder- und Jugendhilfe ein Herzensanliegen. Jedem Kind sollte ein gelingendes Aufwachsen ermöglicht werden.“
Als erste Schwerpunkte innerhalb ihrer neuen Tätigkeit nennt sie die Umsetzung des strategischen Maßnahmenkatalogs aus dem Beschluss des Jugendhilfeausschusses. Den aktuellen Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe soll damit begegnet werden. Dabei sind ihr die Stärkung der vorhandenen Strukturen, die Sozialraumorientierung und die Prävention besonders wichtig.
Die Kooperation mit allen Trägern in der Kinder- und Jugendhilfe – beginnend mit dem Aufgabenfeld der Kindertagesbetreuung bis hin zur Schulsozialarbeit und der Begleitung der jungen Menschen in den Beruf sieht sie als zentrale Stellschraube von Qualität und Wirkung sozialpädagogischer Maßnahmen.
Fachkräftemangel und Finanzlage
Als Amtsleiterin des Jugendamtes sind ihr aber auch die Verantwortung zur Personalstruktur in der Verwaltung durchaus bewusst. „Die Hilfen und Unterstützungsangebote können nur mit fachlich gutem Personal eingeleitet und umgesetzt werden. Die Gewinnung von neuem Personal und die Bindung des bestehenden Personals ist in Zeiten des Fachkräftemangels ein Augenmerk meiner Tätigkeit“, so Rau.
Eines ist ihr in ihrer neuen Aufgabe klar: „Die Kinder- und Jugendhilfe steht gerade aufgrund der Finanzlagen der Kommunen auf dem Prüfstand. Sie ist aber bedeutsam für den Wohlstand unserer Gesellschaft.“