Kauf vollzogen: Das Rössle-Areal gehört jetzt der Stadt VS

Das war einmal: Das ehemalige Einkaufszentrum soll abgerissen werden. Die Stadt hat das Areal in der Mitte Schwenningens jetzt erworben. In welche Richtung man an der Stelle nun weitermarschiert, wird noch diskutiert.
Daniela SchneiderVor gut drei Monaten hatte es der Gemeinderat beschlossen: Die Stadt sollte das Rössle-Areal kaufen, war man sich einig. Genau das wurde jetzt realisiert, wie die städtische Pressestelle auf Nachfrage bestätigt.
Das betreffende Gelände wurde dem bisherigen Eigentümer, HBB Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, abgekauft. Damit ist der Weg jetzt frei, erstens den Abriss der Immobilie und zweitens die Planung für die neue Nutzung weiter voranzutreiben.
Das ehemalige Einkaufszentrum 's Rössle soll weichen und durch einen Neubau ersetzt werden, in dem unter anderem die Stadtbibliothek und Teile der Verwaltung unterkommen sollen.
Im Ausschuss noch kein Wort davon
Eigentlich war auch angedacht, hier künftig die Volkshochschule unterzubringen. Zuletzt wurde allerdings eine neue Variante ins Spiel gebracht, wonach die VHS doch nicht hier, sondern in dem Gebäude an der Bürkstraße unterkommen könnte. In der Sitzung des Technischen Ausschusses des Gemeinderats in der vergangenen Woche wurde darüber gesprochen. Unterdessen heißt es nun wiederum, dass auf dem Rössle-Areal Studentenwohnungen auch eine Option sein könnten. „Eine der möglichen Ideen ist auch die Umsetzung von Wohnraum für Studenten“, so Stadtsprecherin Madlen Falke. Welche Nutzung das Rössle erfahren wird, „gilt mit dem Gemeinderat noch final zu beschließen.“
In der entsprechenden Ausschusssitzung in der vergangenen Woche wurde viel gesprochen – darüber, dass der Rössle-Kauf bereits in trockenen Tüchern ist allerdings noch nicht – jedenfalls nicht in öffentlicher Sitzung. Jetzt aber ist das offiziell. Wann genau der Kauf vollzogen wurde, dazu machte die städtische Pressestelle auf Nachfrage keine Angaben. Und was hat das Ganze nun gekostet? Darüber macht die Verwaltung ebenfalls keine Angaben. Auch, ob die zuletzt genannten 4,6 Millionen Euro kalkulierten Erwerbskosten überschritten wurden, wird jedenfalls vorerst nicht beantwortet.
In der nächsten öffentlichen Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 2. Juli, will Oberbürgermeister Jürgen Roth „dazu weiter informieren“, so Stadtsprecherin Falke.