Jahresausstellung des Kunstvereins VS: Zeitreise mit Pinsel, Farbe und Fantasie

Axel Heil erklärt „Kommunikationswege“: Die linke Seite des abgebildeten Gesichts stiftet durch traditionelle Māori-Tätowierungen gleichzeitig Gruppenzugehörigkeit und Individualität. Das Tattoo ist eine Kommunikationsform, die den künstlichen Kommunikationselementen der rechten Gesichtshälfte gegenübersteht.
Annette Bammert- 73. Jahresausstellung „Zeitsprünge“ im Franziskanermuseum Villingen eröffnet am Sonntag, 18. Oktober.
- Rund 100 Exponate von 25 Kunstschaffenden – Grafiken, Malereien, Installationen und Skulpturen.
- Konzept: Frühe Werke werden neueren Arbeiten gegenübergestellt, teils mit Zeitsprüngen bis in die 1970er-Jahre.
- Axel Heil zeigt „Interfaces“, Hildegard Elma präsentiert strahlend blaue Aquarelle und eine frühe Zeichnung.
- Geöffnet bis Sonntag, 8. November – Verkauf von Exponaten und Jahresgaben, Performance am Abschluss um 15 Uhr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mehr als 100 Exponate von 25 Kunstschaffenden umfasst die Ausstellung unter dem Titel „Zeitsprünge“, die am Sonntag, 18. Oktober, parallel zum Museumsfest eröffnet wird.
Die Kunstschaffenden kümmerten sich, soweit möglich, selbst um den Aufbau und das Hängen ihrer Exponate. Auch der Vorsitzende des Kunstvereins, Helmut Kury, und Geschäftsführer Bernhard Fabry unterstützten dabei, die Werke ins richtige Licht zu rücken.
Ausgestellt werden Grafiken, Malereien, Installationen und Skulpturen. Die Kunstschaffenden kommen aus einem großen geografischen Einzugsgebiet, das laut Bernhard Fabry von Heidelberg bis zum Bodensee und von Berlin bis Freiburg reicht.
Das Besondere an der diesjährigen Ausstellung: Jeder Kunstschaffende sorgt für seine ganz eigenen Zeitsprünge, indem frühe Werke den neueren Arbeiten gegenübergestellt werden. Ob dabei große oder nur feine stilistische Unterschiede zu sehen sind, ist laut Bernhard Fabry keineswegs als Qualitätsmerkmal zu werten.

Mitten im Aufbau: die 73. Jahresausstellung des Kunstvereins Villingen-Schwenningen im Franziskanermuseum in Villingen
Annette BammertDie Zeitsprünge der Werke reichen teilweise bis in die 1970er-Jahre zurück, so auch beim Künstler, Kunstlehrer, Kurator und stellvertretenden Vorsitzenden Axel Heil, der sich immer auch als Vermittler der Kunst sieht.
Im Gepäck hat er unter anderem Werke aus der Serie „Interfaces“. Heil ist dabei stets an Ambivalenzen interessiert. In seinen Werken treffen Regelmäßigkeiten auf Unregelmäßigkeiten, Dinge werden gezeigt und gleichzeitig verschleiert oder gleiche Sachverhalte werden auf unterschiedliche Weisen dargestellt.

Künstlerin Hildegard Elma zeigt strahlend blaue Aquarelle.
Annette BammertZeigte Künstlerin Hildegard Elma 2025 noch leuchtend rote Aquarelle, so hat in diesem Jahr kräftig strahlendes Blau die Oberhand gewonnen. Für die aktuellen Werke, denen eine ihrer frühen Kugelschreiberzeichnungen gegenübergestellt wird, nutzt sie lediglich zwei Farben – mit Gelb hatte sie zwar schon geliebäugelt, sich dann aber doch auf zwei Rot- und zwei Blautöne konzentriert.
Über das Format ihrer Aquarelle sagt sie: „So weit, wie meine Arme reichen, so groß werden die Bilder.“ Die Arbeiten der gebürtigen Freudenstädterin finden auch international Beachtung. Eines ihrer Aquarelle aus dem Jahr 2011 ziert das Cover des Buches „Derridas literarische Einbildungskraft“ der japanischen Literaturwissenschaftlerin Kai Gohara, das im Mai im Tokioter Verlag Misuzu Shobo erschienen ist.

Der Vorsitzende des Kunstvereins VS, Helmut Kury (links), und Geschäftsführer Bernhard Fabry (rechts) packen mit an und helfen Reinhard Sigle beim Aufhängen.
Annette BammertViele Exponate der 73. Jahresausstellung stehen zum Verkauf. Auch Jahresgaben der Ausstellenden werden zu moderaten Preisen angeboten.
Die Ausstellung schließt am Sonntag, 8. November, nach einer Performance, die um 15 Uhr beginnt. Bis dahin ist sie dienstags bis samstags von 13 bis 17 Uhr und sonntags sowie feiertags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Am 25. Oktober und am 1. November sind interessierte Besucher jeweils um 15 Uhr zu moderierten Gesprächen mit Kunstschaffenden eingeladen.