Innenhof-Festival VS
: Eins werden mit der Kraft der Musik

Heiß geht’s her beim Villinger Innenhof-Festival – buchstäblich, wegen fast schon tropischer Sommernächte. Aber eben auch musikalisch. Am Sonntagabend eroberten Zweierpasch mit Hip-Hop die Bühne.
Von
Cornelia Hellweg
VS-Villingen
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Druckvoller Auftritt von Zweierpasch am Sonntagabend beim Innenhof-Festival.

Druckvoller Auftritt von Zweierpasch - mit der Regenbogenfahne um den Schultern - am Sonntagabend beim Innenhof-Festival.

Cornelia Hellweg
  • Innenhof-Festival in Villingen: Hip-Hop-Auftritt der Freiburger Formation Zweierpasch.
  • Jüngeres Publikum fiel auf, was die Veranstalter als Erfolg für die 36. Ausgabe werteten.
  • Zweisprachige Texte in Deutsch und Französisch, mit Einflüssen aus Spanisch und Englisch.
  • Stil-Mix aus Freestyle, Dancehall, Reggae und Hip-Hop – mit druckvollem Bühnenauftritt.
  • Botschaften zu Frieden, Gemeinschaft, Toleranz; Regenbogenflagge und Handy-Lichter als Zeichen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Zuschauerreihen waren am Sonntagabend im Innenhof der Villinger Scheuer etwas lichter besetzt. Hip-Hop mit der aus Freiburg stammenden Formation Zweierpasch stand auf dem Programm.

Für die Veranstalter stimmten „Yogi“ Kern und Richard Hehn das Publikum ein auf das, was da noch kommen sollte. „Beim mittlerweile 36. Innenhof-Festival ist heute Abend ein merklicher Teil des Publikums jünger als das Festival selbst“, merkte Hehn zufrieden an. Denn man ist bemüht, das langjährige Stammpublikum gewissermaßen aufzufrischen durch jüngere Zielgruppen.

Das passt in keine Schublade

Wie ist man seitens der Festival-Organisatoren auf Zweierpasch aufmerksam geworden? Durch ein Video, das sie bei einem Konzert in einer Straßenbahn zwischen Kehl und Straßburg zeigt. Mittelpunkt sind die Zwillingsbrüder Felix und Till Neumann. Das Bandprojekt starteten sie im Jahr 2012 in Freiburg. Die Besetzung hat sich im Laufe der Jahre verändert. Heute gehören unter anderem fünf Musiker und zwei Techniker zum Team. Die Texte changieren zwischen Deutsch und Französisch mit Einsprengseln von Spanisch und ein wenig Englisch. Auch das ist Ausdruck von sich nicht festlegen lassen auf ein Thema, eine Stilrichtung, eine Sprache – ihre Sprache ist die Musik.

Von Beginn an ist der Auftritt der Fünfer-Formation druckvoll. „Hey Leute, was geht ab?“ Jede Menge: Denn die Aufforderung zum Mitmachen und Tanzen stößt auf offene Ohren. Von Kindern über jüngere und ältere Erwachsene ist der Raum vor der Bühne im Innenhof schnell gefüllt. Dass engagierte Bewegung an so einem lauen Abend besonders schweißtreibend ist, hält beim Festival nicht ab von Springen, Hüpfen und den Po im Rhythmus kreisen lassen – so die Anweisung der Sänger. „Ihr hier vorn macht’s genau richtig, ein paar Schritte nach links, dann nach rechts – das darf man bis nach Schwenningen hören.“

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Zum Abschluss des Konzertes ein Meer aus Handy-Lichtern.

Zum Abschluss des Konzertes ein Meer aus Handy-Lichtern.

Cornelia Hellweg

Anfangs fühlt man sich bei Auftritt und Musik an die Fantastischen Vier erinnert. Dann wird schnell die eigene Note klar. Die Zweisprachigkeit ihrer Texte, der Mix aus Freestyle, Dancehall, Reggae, verpackt in Hip-Hop. In den Texten geht es um Zwischenmenschliches ebenso wie um politische Botschaften rund um Frieden, Gemeinschaft, Toleranz und Vielfalt. Sie glauben an die Kraft der Musik, die Menschen zusammenbringen kann.

Zwischendurch wird die Regenbogenflagge um die Schultern gelegt als Statement für Toleranz und Vielfalt. Nach einer starken Stunde verabschieden sich die Musiker, um dann gleich wieder einige Zugaben dranzuhängen. Gemeinsam bringen sie mit dem Publikum symbolisch Sterne zum Leuchten mittels vieler Handy-Lichter. Ein schöner Abschluss im Innenhof.