Innenhof-Festival VS
: Ein Konzertabend voller Überraschungen

Las Baklavas erweisen sich als Volltreffer. Das Publikum spricht mit Begeisterung an auf das musikalische Angebot und sympathische Musikerinnen.
Von
Cornelia Hellweg
Villingen-Schwenningen
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Stimmgewaltig: die Baklavas auf der Bühne des Innenhoffestivals.

Stimmgewaltig: die Baklavas auf der Bühne des Innenhoffestivals.

Cornelia Hellweg
  • Innenhof-Festival in Villingen: Las Baklavas überzeugten nach zögerndem Start deutlich.
  • Die Band aus Straßburg mischte Stile von Balkan bis Mittel- und Südamerika.
  • Fünf Musikerinnen plus Schlagzeuger traten mit mehrsprachigen Songs und Covers auf.
  • Publikum sang und tanzte mit – sogar eine Zugabe wurde nochmals eingefordert.
  • Inhalte thematisierten Frauen in patriarchalen Strukturen und gemeinsames Zusammenleben.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es dauerte ein wenig, bis der Funke zündete – aber dann wollte das Publikum des Innenhof-Festivals  „Las Baklavas“ gar nicht mehr von der Bühne in der Villinger Scheuer lassen.

Bereits am Vorabend hatte die Hip-Hop-Formation Zweierpasch Bezüge zu Straßburg und überraschte mit einem überzeugenden mehrsprachigen Mix der Texte. Ähnlich und doch ganz anders die Las Baklavas aus Straßburg. Die fünf jungen Frauen Niloha Riveros (Gesang, Klarinette, Sampler),  Mathilde Erb (Gesang, Violine), Karen Buchy (Gesang, Violine), Lourdes Marzialetti (Gesang, Keyboard), Sonia Boudier (Gesang, Bass) sowie Basile Touratier am Schlagzeug kommen aus unterschiedlichen Ländern wie Frankreich, Armenien oder Venezuela und bringen damit verschiedene (Musik-)Kulturen ein in ihr Programm.

Das funktioniert genauso wie die Umsetzung verschiedener Musikstile, die in ihrer Zusammenstellung manchmal mit Hörgewohnheiten brechen. Die Musikerinnen stellten von Beginn an darauf ab, das Publikum einzubeziehen. Mitsingen, Tänze einstudieren und andere Ideen zum Mitmachen führten schließlich dazu, ein gemeinschaftliches Ganzes zu schaffen.

Auf Neues einlassen

Die Gruppe traf auf ein wie immer aufgeschlossenes Publikum, das sich nicht lange bitten ließ und trotz der sehr warmen Außentemperaturen begeistert auf Neues einließ. Passend zum Bild die für Musikerinnen vielleicht neue Erfahrung, dass sich vor der Bühne auch viele grauhaarige Festivalbesucher voll auf das musikalische Angebot einließen.

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Harmonisches Zusammenspiel.

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Cornelia Hellweg

Las Baklavas absolvierten ihren ersten Auftritt in Villingen. Die Premiere machte auf jeden Fall beiden Seiten Spaß. „Wir bleiben unserem Motto treu und präsentieren jeden Abend eine neue Gruppe oder einen neuen Künstler aus jeweils unterschiedlichen Genres“, so der Hinweis von Festivalleiter Richard Hehn beim Auftakt des Abends. Das ist die Stärke des Innenhof-Festivals in Villingen-Schwenningen.

Mal ruhig, mal experimentell, mal kraftvoll, sowohl mit Traditionals als auch mit Technobeats, präsentierte die Gruppe sowohl eigene Lieder als auch Cover-Versionen eher aus dem Bereich Weltmusik. Der Bogen spannte sich auch hier von Klängen und Traditionen aus dem Balkan bis hin nach Mittel- und Südamerika. Die Stimmen der Musikerinnen harmonierten in verschiedenen Tonlagen prächtig. Inhaltlich ging es um Erfahrungen von Frauen mit patriarchalen Strukturen und das Ausbrechen davon. Wie am Vorabend Zweierpasch unterstrichen Las Baklavas den Spaß und die Stärke des Zusammenlebens von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen.

Ein Rundtanz zur Musik von Las Baklavas.

Ein Rundtanz zur Musik von Las Baklavas.

Cornelia Hellweg

Besonders das Lied „El Pescador“ (Der Fischer) hatte es offensichtlich dem Publikum angetan. Dabei war auch der eigene Einsatz gefragt. Denn als eigentlich Schluss sein sollte, verlangten die Zuhörer mehr. Das Repertoire war aufgebraucht, so ging die Frage an die Runde, was es denn von dem Gehörten nochmal sein soll. Die Antwort fiel eindeutig aus. Schließlich stellten sich die Musikerinnen noch am Merchandising-Stand für Gespräche zur Verfügung. Das Konzert war beendet, der Konzertabend noch nicht.