Heimattage in VS: Von Gewerbeschau bis zu Bürgerfest

Tobias Herrmann, Julian Götz und Jens Daryousch Ravari (von links) stehen beim Infoabend zu den „Heimattagen“ im nächsten Jahr Rede und Antwort.
Birgit Heinig- Villingen-Schwenningen richtet erstmals „Heimattage“ aus – Motto: „Heimat – verbindet“.
- Zwei Juni-Wochenenden 2027: Schwenningen zu Innovation und Handel, Villingen zu Tradition.
- Erwartet werden je 20 000 Besucher. Es ist die größte Reihe seit der Landesgartenschau 2010.
- Neujahrsempfang mit Cem Özdemir am Sonntag, 10. Januar. Weitere Programmpunkte sind terminiert.
- Stadt ruft zu Beiträgen auf: Gastro, Kultur, Mitmachen im Mauthepark und ehrenamtliche Hilfe.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Rund 50 Interessierte kamen am Dienstagabend in die Neue Tonhalle, um sich bei einem ersten von zwei angesetzten Informationsabenden – einer in Villingen, der andere in Schwenningen – über Daten und Fakten der Heimattage im Jahr 2027 in Kenntnis setzen zu lassen.
Tobias Herrmann, persönlicher OB-Referent, Interims-Geschäftsführer der WIR GmbH und jetzt auch noch Heimattage-Projektleiter, der seit 1. Juli der Stadtverwaltung angehörende Projektkoordinator Julian Götz und Jens Daryousch Ravari, künstlerischer Leiter im Amt für Kultur und außerdem verantwortlich für das Teilprojekt „Festumzug“, gaben Auskunft und beantworteten Fragen. Ein gleicher Termin steht am Montag, 16. November, auch im Stadtbezirk Schwenningen an.
Zu berichten hatte das Trio von einer Großveranstaltung, die vom veranstaltenden Ministerium für den Ländlichen Raum und die Landwirtschaft in Baden-Württemberg neu ausgerichtet wurde und offensichtlich etwas anders abläuft als zuletzt in Oberkirch. Neu ist, dass nicht generell jedwede Veranstaltung im Laufe eines Festjahres unter das Thema der Heimattage schlüpfen kann, sondern den Bezug zu „Heimat – verbindet“ darstellen muss.
Neu ist auch die Konzentration auf zwei Wochenenden im Juni 2027, an denen – einmal im württembergischen Schwenningen und einmal im badischen Villingen – „die Hütte brennen wird“. Über dem Schwenninger Wochenende steht dabei die Überschrift „Innovation, Industrie, Gewerbe und Handel“, und in Villingen geht es um „Brauchtum, Tradition und Heimat“. Dazu werden je 20 000 Besucher aus Nah und Fern erwartet, sagte Julian Götz und fügte hinzu: „Das ist die größte Veranstaltungsreihe der Stadt seit der Landesgartenschau 2010.“
Ministerpräsident Cem Özdemir beim Neujahrsempfang
Damit nicht genug, wird zum Neujahresempfang des Oberbürgermeisters am Sonntag, 10. Januar, Ministerpräsident Cem Özdemir erwartet. Und am 13. und 14. März tagt der Landesverband der Heimat- und Trachtenverbände im Theater am Ring. Das Franziskanermuseum beteiligt sich mit der Ausstellung „Gut (be) – Tracht(et)“ vom 13. Mai bis 20. Juni. Die Lange Schwenninger Kulturnacht am 3. Juli wird in die Heimattage einbezogen, es soll einen „Tag der Landesgeschichte“ an den Schulen geben und die Übergabe der Heimattage-Plakette am 22. Oktober im Franziskaner-Konzerthaus gefeiert werden.
Laut Herrmann ruft die Stadt zudem alle Vereine oder Privatpersonen mit Ideen auf, sich an einem Jahresprogramm zu oben genannten Konditionen zu beteiligen. Konkret werden zudem Essens- und Getränkeangebote, kulturelle Beiträge, die Beteiligung an einem Mitmach-Programm im Schwenninger Mauthepark und allgemeine ehrenamtliche Hilfe aus der Bevölkerung benötigt. Abgesehen davon, dass Anbieter, die sich um die Verpflegung der Gäste kümmern, ihren Erlös behalten und alle Mitmachenden mit der organisatorischen Unterstützung der Stadt rechnen können, gebe es „kein Budget“, so Herrmann.
Landesgewerbeschau und offene Bühnen
Im Detail gehe es vom 4. bis 6. Juni in Schwenningen darum, in „Schaufenstern von Industrie, Gewerbe, Handel, Tourismus, Dienstleistungen, Kirche und Glaubensgemeinschaften, Vereinen und Verbänden ein modernes Baden-Württemberg zu zeigen“. Dazu wird an beiden Tagen eine Landesgewerbeschau die Innenstadt füllen, während man sich auf den Marktplatz zu offenen Bühnen und in den Mauthepark zu Mitmach-Aktionen zurückziehen kann. Parallel findet das Street-Food-Festival statt. Bereits am Freitag wird in der Neckarhalle der „Landespreis für Heimatforschung“ verliehen. Am Samstagabend ist die SWR-Bühne mit „Pop & Poesie“ auf dem Muslenplatz zu Gast.
Villingen rückt von 18. bis 20. Juni in den Mittelpunkt. Am Freitag erhält eine verdiente Person die „Heimatmedaille“, am Samstag und Sonntag steigt die lange herbeigesehnte Wiederholung des „9 am Münster“-Bürgerfestes auf dem Münsterplatz, und am Sonntag werden zu einem Festumzug durch die Innenstadt rund 90 Gruppen erwartet. Ein Mundartabend auf dem Osianderplatz, ein Brauchtumsabend in der Neuen Tonhalle und ab 22 Uhr der Zapfenstreich vervollständigen das Festangebot am Samstag, damit, so das beim Infoabend erklärte Ziel, „wir alle abholen“.

