Hauptprobe in Niedereschach: Im Kopierraum bricht Feuer aus

Nico Krause (links) bewältigte seinen ersten Einsatz auf Führungsebene mit Bravour. Auch Gesamtkommandant Pascal Rockenschuh (rechts), der den Übungsverlauf fachlich kommentierte, zeigte sich stolz auf Krause.
Albert Bantle- Feuerwehr probte in Niedereschach: Brand im Kopierraum des Rathauses als Übungsszenario.
- Rauch blockierte das Treppenhaus, drei Mitarbeiter wurden aus Fenstern gerettet.
- Steckleitern und ein Rettungskissen kamen zum Einsatz – Sprunghöhe lag bei 11 Metern.
- Parallel sicherte die Feuerwehr den Neubau mit Riegelstellung und Wasserversorgung.
- Jugendfeuerwehrwart Nico Krause leitete erstmals einen Einsatz, DRK versorgte Verletzte.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zahlreiche Zuschauer, darunter auch Bürgermeister Martin Ragg und etliche Mitglieder des Gemeinderates, wohnten am Samstagnachmittag der Herbsthauptprobe der Feuerwehr Niedereschach bei. Mit dabei war auch das Rote Kreuz, Ortsverein Niedereschach, mit Bereitschaftsarzt Michael Mauch an der Spitze.
Die Übungsannahme war ein im Kopierraum des Niedereschacher Rathauses ausgebrochener Brand. Durch die Rauchentwicklung war der Treppenbereich im Rathaus derart verraucht, dass dort für die Rathausmitarbeiter im Obergeschoss kein Durchkommen mehr war.
Sie mussten aus den Fenstern an der Giebelseite des Rathauses in Richtung Nahkauf-Markt gerettet werden. Dabei kamen Steckleitern und auch ein Rettungskissen zum Einsatz. Fachlich kommentiert wurden die einzelnen Einsatzschritte in perfekter Weise von Gesamtkommandant Pascal Rockenschuh.
So war zum Beispiel zu erfahren, dass das eingesetzte Rettungskissen nur eingesetzt werden kann, wenn die Sprunghöhe für die zu rettende Person nicht höher als 16 Meter beträgt. Bei der Übung am Samstag waren es immerhin 11 Meter. Parallel zur Menschenrettung wurde von der Feuerwehr auch eine Wasserversorgung aufgebaut, um in Form einer Riegelstellung das Ausbreiten des Feuers auf den Neubaubereich des Rathauses zu verhindern.

Viel zu sehen gab es bei der zurückliegenden Herbsthauptprobe der Feuerwehr Niedereschach.
Albert BantleEine Besonderheit der Übung war, dass der erst 22‑jährige Jugendfeuerwehrwart Nico Krause, frisch von der Feuerwehrschule aus Bruchsal kommend und mit einem bestandenen Gruppenführerlehrgang ausgestattet, seinen ersten Einsatz als Gruppenführer mit Bravour meisterte.
Für ihn gab es Lob von allen Seiten. Und in der Tat: Er bewältigte die verschiedenen Aufgabenstellungen wie ein „alter Hase“, sachlich, ruhig und zielführend.
Bestens funktioniert hat auch die Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und dem DRK. Die Niedereschacher DRK‑Bereitschaft versorgte die insgesamt drei zu rettenden und teils mit Rauchvergiftungen zu kämpfenden Rathausmitarbeiter ebenfalls in gekonnter Weise.
Angesichts des gelungenen Übungsverlaufs sparten die vielen Zuschauer während und auch am Ende der Übung nicht mit dem wohlverdienten Applaus sowohl für die Feuerwehrmitglieder als auch die Bereitschaft des DRK-Ortsvereins.
