Großprojekt in Deißlingen: Fundament für das Wasserwerk Keckquelle ist gelegt

Die Baustelle des neuen Wasserwerks Keckquellen. Die Bodenplatte umfasst 1450 Quadratmeter.
Zweckverbandes Keckquellen/Susanna Schmidt- Baustelle in Deißlingen: Die Bodenplatte des Wasserwerks Keckquellen ist betoniert.
- 1450 m² Stahlbeton, 35 cm dick – Fundamenterder und Fugenbleche sorgen für Dichtigkeit.
- ZVK und SVS melden Planfortschritt, Rohbau bis Herbst nächsten Jahres, Inbetriebnahme Anfang 2029.
- Technik zur Aufbereitung: 80 Liter Trinkwasser pro Sekunde; Quellen liefern 150 bis 300 Liter.
- 7000 m³ Aushub werden vor Ort wiederverwendet, Versorgung für Deißlingen und umliegende Gemeinden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auf der Baustelle des Wasserwerks Keckquellen in Deißlingen wurde in diesen Tagen ein neuer Meilenstein erreicht: Die Bodenplatte wurde betoniert. Auf einer Fläche von 1450 Quadratmetern wurde der Stahlbeton in einer Dicke von 35 Zentimetern eingebracht. Damit ist das Fundament für das Großprojekt des Zweckverbands Keckquellen (ZVK) gelegt, schreibt der ZVK in einer Mitteilung.
Die Betonierung der Bodenplatte ist nicht einfach nur das Aufbringen der Gebäudegrundlage. SVS-Bereichsleiter Netze, Tobias Lange, erklärt: „Mit der Betonierung errichten wir nun die Basis für alles Weitere im Gebäude.“ Unter anderem werde damit unveränderbar festgelegt, wo die Ablaufschächte für eine Entleerung der Wasserbecken verlaufen, und es werden etwa Fugenbleche integriert. Diese Verbindungsstücke zwischen Bodenplatte und Wänden geben dem Gebäude die notwendige Wasserdichte – auch unter dem später vorherrschenden Druck des Wassers von innen und teilweise auch von außen.
Außerdem wurden in den Stahlbeton Fundamenterder integriert, die das neue Wasserwerk vor Schäden durch möglichen Blitzschlag schützen. „All diese Dinge kann man nicht mehr im Nachhinein einfügen, das gilt es alles jetzt zu beachten“, erklärt Tobias Lange.
Baustelle liegt im Zeitplan
Nachdem im Mai der Spatenstich zu dem Zwölf-Millionen-Projekt erfolgt war, geht es nun auf der Baustelle zügig voran. „Wir liegen voll im Zeitplan“, freut sich SVS-Bereichsleiter Lange. Markus Dreher, Projektleiter der BIT Ingenieure AG, ebenfalls. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir den Zeitplan einhalten und damit das neue Wasserwerk Anfang 2029 in Betrieb nehmen können.“
Wenn die Bodenplatte fertig ist, geht es mit der Schalung für die Wände weiter. Der Rohbau wird bis Herbst nächsten Jahres fertiggestellt. Im Anschluss geht es mit der Verfahrens- und Prozesstechnik weiter. Tobias Lange nennt hierbei eine beeindruckende Zahl: „Die Technik der Trinkwasseraufbereitung wird in der Lage sein, pro Sekunde 80 Liter Trinkwasser aufzubereiten. Zur Verdeutlichung: Das ist mehr als eine halbe Badewanne.“ In diesem Zusammenhang erwähnt Bereichsleiter Lange einen weiteren spannenden Aspekt: „Zwischen 150 und 300 Liter Wasser schüttet die Quelle pro Sekunde.“

Stück für Stück wächst das neue Wasserwerk Keckquelle bei Deißlingen. Ein weiterer Meilenstein wurde mit der Betonierung der Bodenplatte erreicht.
Zweckverbandes Keckquellen/Susanna SchmidtWenn dieser Bauabschnitt im Januar 2028 beendet ist, geht es mit der Elektrotechnik weiter. Im März 2029 ist dann das neue Wasserwerk fertig.
Aushub wird um Baustelle modelliert
Rund 7000 Kubikmeter Erde haben die Bagger für die Großbaustelle am Wanderparkplatz „Gärtle“ ausgehoben. Bauleiter Markus Dreher von BIT-Ingenieure erklärt: „Das gesamte Aushubmaterial lagert neben der Baustelle. Wir können es wiederverwenden, um das Gelände zu verfüllen und zu modellieren. Es muss kein Erdreich teuer deponiert werden.“
Das neue Wasserwerk Keckquellen wird notwendig, um künftig mehr heimisches Trinkwasser nutzen zu können. Das Wasserwerk erfülle laut Mitteilung modernste technische sowie gesetzliche Anforderungen an die Wasseraufbereitung.
Mit dem Keckquellen-Wasser – gemischt mit Wasser der Bodenseewasserversorgung – werden die Menschen in Deißlingen, teilweise in Villingen-Schwenningen, Trossingen und die Kommunen des ZV Baarwasserversorgung täglich versorgt. Der Zweckverband Keckquellen (ZVK) ist Bauherr, die Betriebsführung liegt bei der Stadtwerke Villingen-Schwenningen GmbH (SVS), die auch die Bauarbeiten begleitet.

