Großeinsatz in Schwenningen
: Feuerwehr muss zeitgleich gegen zwei Waldbrände ankämpfen

In Spanien und Frankreich wüten die Waldbrände schon seit Tagen – jetzt hat es auch im Schwarzwald-Baar-Kreis gebrannt. Die Löscharbeiten gestalteten sich mitten im Wald schwierig.
Von
Aleksandar Mitrevski
VS-Schwenningen
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Die Flammen waren schnell gelöscht, doch auch danach mussten die Einsatzkräfte gegen die Glut ankämpfen.

Die Flammen waren schnell gelöscht, doch auch danach mussten die Einsatzkräfte gegen die Glut ankämpfen.

Aleksandar Mitrevski
  • Feuerwehr bekämpfte in VS-Schwenningen zwei separate Waldbrände nahe B 27.
  • Rund 1400 Quadratmeter brannten, die Flammen waren nach knapp einer Stunde aus.
  • Schwierige Lage: steiler Hang, kein Wasser vor Ort – Pendeln zu Hydranten nötig.
  • Hauptarbeit danach: Boden kühlen und Vegetation auseinanderziehen, viel Rauch.
  • Ursache unklar – Zigarette oder Glasscherbe möglich; Abschnitt der B 27 gesperrt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Donnerstagnachmittag ist die Feuerwehr in Schwenningen zu einem Großeinsatz ausgerückt. In einem Waldstück oberhalb des Waldfriedhofs an der B 27 hatten die Einsatzkräfte gleich mit zwei – unabhängig voneinander entstandenen – Waldbränden zu kämpfen.

Gegen 14 Uhr sei die Feuerwehr von einem Spaziergänger alarmiert worden, erklärte Stephan Rothfelder, Zugführer bei der Feuerwehr Schwenningen, am Einsatzort. Die Feuer hätten sich auf einer gesamten Fläche von rund 1400 Quadratmetern ausgebreitet.

Nach einer knappen Stunde seien die Flammen gelöscht gewesen, so Rothfelder weiter. Auf die Baumkronen seien die zwei Brände nicht übergeschlagen. Deshalb sprach der Zugführer in diesem Fall auch „nur“ von einem Vegetationsbrand. Betroffen sei hauptsächlich das Totholz auf dem Boden. „Es sind noch keine französischen Verhältnisse bei uns“, sagte er.

Den Feuerwehrleuten ging das Wasser aus

Auch wenn die Flammen schnell gelöscht worden seien, um einen einfachen Einsatz habe es sich keinesfalls gehandelt, betonte Rothfelder weiter. Vor allem die schwer zugängliche Hanglage im Wald und die fehlende Wasserversorgung hätten den Feuerwehrkräften die Arbeit erschwert.

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Eine Hauptaufgabe im Nachhinein bestand darin, die Vegetation von den Bäumen zu trennen.

Eine Hauptaufgabe im Nachhinein bestand darin, die Vegetation von den Bäumen zu trennen.

Aleksandar Mitrevski

Immer wieder hätten die Löschfahrzeuge zum nächsten Hydranten pendeln müssen, etwa an der Gunnental-Gaststätte. An den Brandstellen selbst war gegen 15 Uhr noch viel Rauchentwicklung zu sehen. Das sei das Tückische, so Rothfelder. „Die Temperatur steckt immer noch im Boden drin.“

Abschnitt der B 27 voll gesperrt

Die Hauptaufgabe der Feuerwehrleute habe darin bestanden, den Boden konstant mit Wasser abzukühlen und die Vegetation größtmöglich auseinanderzuziehen. Gegen 15 Uhr ging Rothfelder noch von mindestens drei weiteren Stunden im Einsatz aus. Währenddessen war dieser Abschnitt der B 27 voll gesperrt – wegen der Rauchentwicklung.

Die Wasserversorgung vor Ort gestaltete sich schwierig – immer wieder mussten die Löschfahrzeug zum nächsten Hydranten pendeln.

Die Wasserversorgung vor Ort gestaltete sich schwierig – immer wieder mussten die Löschfahrzeuge zum nächsten Hydranten pendeln.

Aleksandar Mitrevski

Etwa zehn Löschfahrzeuge und etliche Einsatzkräfte seien im Einsatz, Unterstützung gab es unter anderem von den Abteilungen in Marbach und Mühlhausen. Auch eine Drohne war im Einsatz. Die Polizei war ebenfalls mit einigen Kräften vor Ort.

Zur Brandursache konnte Rothfelder noch keine genauen Angaben machen. Auslöser könnte demnach eine Zigarette gewesen sein, oder bei diesen Temperaturen sogar eine Glasscherbe, sagte er.