Gesundheitsatlas Herzinsuffizienz
: Im Schwarzwald-Baar-Kreis etwa 7800 Personen betroffen

Im Schwarzwald-Baar-Kreis waren im Jahr 2024 rund 5,2 Prozent der Bevölkerung ab 30 Jahren von einer Herzinsuffizienz betroffen – das entspricht etwa 7800 Menschen.
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red/sb
Schwarzwald-Baar-Kreis
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Ein Mann hält sich vor Brustschmerzen die Brust: ILLUSTRATION - Druck und Schmerzen in der Brust: Was tun bei einem Angina-Pectoris-Anfall? (zu dpa: «Angina Pectoris: Vier Fakten rund um den Brustschmerz») Foto: Christin Klose/dpa-mag - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Magazin +++ dpa-Magazin +++

Die Häufigkeit einer Herzinsuffizienz unterscheidet sich in den einzelnen Regionen Deutschlands deutlich. Der Anteil liegt zwischen 2,8 und 13,9 Prozent.

Christin Klose/dpa-mag/dpa
  • Im Schwarzwald-Baar-Kreis sind 2024 etwa 5,2 Prozent ab 30 Jahren herzinsuffizient.
  • Das entspricht rund 7800 Betroffenen – der Anteil liegt über dem Landesschnitt von fünf Prozent.
  • Deutschlandweit leben 2024 etwa 3,2 Millionen Menschen mit Herzinsuffizienz, Prävalenz 5,5 Prozent.
  • Bundesweit schwankt der Anteil stark: 2,8 Prozent in Frankfurt am Main bis 13,9 Prozent in Mansfeld-Südharz.
  • Risiko steigt mit Alter und mit Faktoren wie Rauchen, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit dieser Zahl lag der Kreis über dem Landesschnitt von fünf Prozent. Deutschlandweit lebten 2024 rund 3,2 Millionen Menschen mit einer Herzinsuffizienz. Das entspricht einem Anteil, in der Medizin spricht man von Prävalenz, von 5,5 Prozent in der Bevölkerung ab 30 Jahren. Diese Ergebnisse zeigt der aktuelle „Gesundheitsatlas Deutschland“, den das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) im Vorfeld des Weltherztages am 29. September veröffentlicht hat.

Der Gesundheitsatlas stellt die regionalen Unterschiede bis auf die Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte dar. Die Häufigkeit einer Herzinsuffizienz unterscheidet sich in den einzelnen Bundesländern deutlich. Besonders niedrige Krankheitshäufigkeiten weisen Hamburg (3,8 Prozent), Bremen (4,5 Prozent) und Berlin (4,6 Prozent) auf. Den höchsten Herzinsuffizienzanteil hat Sachsen-Anhalt (8,9 Prozent), gefolgt von Thüringen (8,5 Prozent) und Sachsen (7,9 Prozent).

Deutliche Unterschiede

Auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte zeigen sich noch deutlichere Unterschiede: Der höchste Anteil von Betroffenen findet sich im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt mit 13,9 Prozent, der niedrigste Anteil dagegen in Frankfurt am Main mit 2,8 Prozent. Die Herzinsuffizienz, umgangssprachlich auch als Herzschwäche bezeichnet, ist eines der häufigsten Gesundheitsprobleme des Herz-Kreislauf-Systems. Sie tritt als Folge anderer Krankheiten auf, zu denen insbesondere die Koronare Herzkrankheit und der Bluthochdruck zählen.

Neben sozialen Faktoren zeigen die Analysen des Gesundheitsatlas auch deutliche Zusammenhänge zwischen der Häufigkeit von Herzinsuffizienz und vermeidbaren Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes. Rauchen ist ein maßgeblicher Risikofaktor für die Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen, in deren Folge wiederum eine Herzinsuffizienz auftreten kann. Auch Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, starkes Übergewicht und Blutzuckererkrankungen (Diabetes mellitus) sind jeweils Risikofaktoren.

Zusammenhänge untersucht

Für den Gesundheitsatlas Herzinsuffizienz wurde der Zusammenhang mit Bluthochdruck sowie Typ-2-Diabetes auf regionaler Ebene untersucht. In Regionen mit wenigen Bluthochdruckpatientinnen und -patienten liegt der Herzinsuffizienz-Patientenanteil bei 4,2 Prozent, in Regionen mit besonders vielen Hypertoniepatienten dagegen bei 8,4 Prozent. Der Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes ist ähnlich ausgeprägt.

„Die Ergebnisse zeigen einmal mehr, wie wichtig gesundheitliche Prävention und gesundheitsförderliche Lebensbedingungen zur Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind“, sagt Harald Rettenmaier, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. Krankheitshäufigkeit steigt mit dem Alter, Männer sind etwas häufiger betroffen. Während eine Herzinsuffizienz in jungen Lebensjahren selten vorkommt, steigt die Häufigkeit mit dem Alter stark an.

Anteil im Alter steigt

In der Altersgruppe ab 90 Jahren liegt der Anteil der erkrankten Männer bei 35 Prozent und der erkrankten Frauen bei 30 Prozent. Der Geschlechtsunterschied ist erwartbar, weil Männer häufiger von einer Vorerkrankung wie Koronare Herzkrankheit oder Herzinfarkt betroffen sind, die das Risiko für die Entstehung einer Herzinsuffizienz erhöhen. Mögliche Ursachen für die Geschlechtsunterschiede sind biologische Faktoren und eine unterschiedliche Häufung von Risikofaktoren bei Männern und Frauen. So stellt beispielsweise das Rauchen einen wichtigen Risikofaktor für kardiovaskuläre Krankheiten dar, und in den vergangenen Jahrzehnten war der Raucheranteil bei Männern stets deutlich höher als bei Frauen.