Gemeinderat in Niedereschach
: So ist der aktuelle Stand der Kommunalen Wärmeplanung

Mit aller Deutlichkeit wies Bürgermeister Martin Ragg den Vorwurf zurück, die Gemeinde hätte in Sachen Erweiterung des Nahwärmenetzes der Bürgerenergie zu wenig getan.
Von
Albert Bantle
Oberndorf
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Die geplante Erweiterung der Nahwärmeversorgung in Niedereschach – unser Bild zeigt die Heizzentrale – konnte nicht realisiert werden.

Albert Bantle

Über den Stand der Kommunalen Wärmeplanung in der Gemeinde wollte Reinhold Hummel in der jüngsten Gemeinderatssitzung im Rahmen der Frageviertelstunde von Bürgermeister Martin Ragg nähere Informationen.

„Gibt es da konkrete Planungen oder auch schon Ergebnisse?“, lautete seine Frage. Da habe er schon längere Zeit nichts mehr gehört.

Ragg gab zur Antwort, dass Niedereschach gemeinsam mit der Gemeinde Deißlingen und der Stadt St. Georgen eine freiwillige kommunale Wärmeplanung eingegangen sei unter Federführung der Stadt St. Georgen als größtem Partner. Die erfreuliche Nachricht hierzu sei, dass der Zuschussbescheid dazu bereits vorliege, und auch ein Ingenieurbüro sei mit den Planungen bereits beauftragt worden.

Solar oder Biomasse

Mit dieser Planung soll eine Strategie entwickelt werden, welche Möglichkeiten es beispielsweise mit den verschiedenen vorhandenen Wärmequellen wie Solar, Abwasserwärme oder Biomasse geben könnte. Anhand dieser Daten soll letztlich ein Zielszenario, zum Beispiel ein Wärmenetz für die Gesamtgemeinde umgesetzt werden. Mit aller Deutlichkeit wies er jedoch den Vorwurf zurück, die Gemeinde hätte in Sachen Erweiterung des Nahwärmenetzes der Bürgerenergie zu wenig getan. Da sei ein enormer Einsatz geleistet worden. Diesbezüglich erinnerte er an die prallvolle Eschachhalle bei der Informationsveranstaltung im vergangenen Jahr und an die Erläuterungen aus erster Hand durch die Verantwortlichen der BEN. Dass dann bei der Nennung der Anschlusskosten in Höhe von Höhe von rund 22 000 Euro abzüglich der Zuschüsse bei vielen Teilnehmern „die Kinnlade runtergegangen“ sei, sei wohl der Ausschlag für das Scheitern gewesen.

Erforderliche Anzahl nicht erreicht

Trotz intensiver Gespräche mit möglichen Anschlussnehmern sei es nicht gelungen, die erforderliche Anzahl zusammen zu bekommen. „Niemand bedauert es mehr als die Gemeinde, dass die Erweiterung nicht zustande gekommen ist“, so Ragg mit dem Hinweis, dass im Zuge der geplanten Erweiterung des Nahwärmenetzes ja auch die Eschachhalle mit angeschlossen werden sollte.

Heizanlage defekt

Nun sei es so gekommen wie befürchtet. Inzwischen sei die Heizanlage der Eschachhalle kaputtgegangen und nicht mehr zu reparieren. Nun müsse man sich Gedanken über die Anschaffung einer neuen Heizanlage machen.

Was die kommunale Wärmeplanung betreffe, sei die Gemeinde auf einem guten Weg, ist Ragg überzeugt. Er ist sich sicher, dass die Gemeinde wie gesetzlich verlangt, bis 2040 klimaneutral ist. Das Büro Rieker Planungsgesellschaft aus Frankfurt am Main habe bereits den Planungsauftrag erhalten.

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