Gässlefest in Villingen
: Fetziger Sound vor berühmtem Jazzkeller

Das Gässlefest des Jazz-Clubs Villingen lockte erneut zahlreiche Besucher in die Villinger Webergasse.
Von
Martin Disch
VS-Villingen
Jetzt in der App anhören
Guten Sound genießt das Publikum beim Villinger Gässlefest

Guten Sound genießt das Publikum beim Villinger Gässlefest, wie hier mit der Hoptbühl Bigband.

Martin Disch
  • Jazz-Club Villingen feierte erneut Gässlefest vor dem bekannten Jazzkeller in der Webergasse.
  • Bierbänke, Sonnenschirme und Bühne sorgten für Rahmen; Bewirtung lief von 11 bis 18 Uhr.
  • Gäste konnten den Jazzkeller besichtigen – Werbung für den Club im 65. Jubiläumsjahr.
  • Hoptbühl Big Band eröffnete bei Hitze mit Klassikern und Pop-, Soul- und Funk-Songs.
  • Danach traten junge Jazzmusiker, der Jazzchor „Colours of Jazz“ und Uli Eith mit „Footprints“ auf.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nachdem der Jazz-Club im vergangenen Jahr mit dem Gässlefest in der Webergasse einen großen Erfolg hatte, was die Besucher anbelangt, haben sich die Verantwortlichen entschieden, erneut dieses Fest in der Villinger Innenstadt direkt vor der Eingangstür des Jazz-Clubs zu veranstalten.

Am Samstag wurden Bierbänke, Sonnenschirme und ein Podest, auf dem musikalische Beiträge vorgetragen wurden, aufgebaut. Die Gäste wurden nicht nur von 11 bis 18 Uhr bewirtet, sie hatten  auch die Möglichkeit, den Jazzkeller, der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist, zu besichtigen.

„Für uns“, so Winfried Hubal, „ist es eine Möglichkeit, Werbung in eigener Sache zu betreiben.“ Insbesondere in seinem 65. Jubiläumsjahr will der Club den Gästen einen Blick in die Arbeit ermöglichen.

Viele kennen den Jazz-Club aus der Presse, waren aber selbst noch nie vor Ort. Dort, wo sich Wochenende für Wochenende Jazzmusiker die Klinke in die Hand geben, will man Interesse wecken für die Jazzkonzerte.

Sie lieben den Groove

Um 11 Uhr eröffnete Vorstandsmitglied Dieter Engesser das Fest, und die Hoptbühl Big Band heizte bei hochsommerlichen Temperaturen gleich ein. Elf Mädchen und 17 Jungs zwischen zehn und 18 Jahren lieben den Groove. Zusammen sind sie die Hoptbühl Big Band, unter Leitung von Matthias Jakob, die mit ihrem eigenen Sound und den movigen Interpretationen von Big-Band-Klassikern und bekannten Pop-, Soul- und Funk-Songs ihr Publikum restlos vom Hocker rissen – oder von den Bierbänken.

Auf dem Programm standen Klassiker wie „On Broadway“, und „Tequila“, aber auch moderne Stücke wie „Major Tom“ oder „Let me entertain you“. Songs, die im souligen Gewand des ganz speziellen Hoptbühl Big Band-Sounds wie zum Mitfeiern und Tanzen gemacht sind.

Es folgt der Jazzchor

„Gerade auch junge Musizierende zu verpflichten, ist ein Ziel des Jazz-Clubs“, so Hubal. Auch die jungen Jazzmusiker um Johannes Petruschke konnten begeistern, die vom Jazzchor „Colours of Jazz“ aus Obereschach abgelöst wurden. Die Gruppe aus 25 Sängern hat ihre Leidenschaft für den Jazz in jeder Note gefunden. Seit 2023 besteht dieser Chor.

Uli Eith und Footprints

Eine weitere Besonderheit war der Auftritt  von Uli Eith und den Footprints. Die „Footprints“ bestehen in dieser Formation seit fünf Jahren, und folgen mit Musikern wie Fabian Huger, Willy Renner, Max Marlie, Matthias Werner und Sängerin Bianca Müller frischen musikalischen Spuren.

Mit Einflüssen aus Soul, Jazz und Funk zelebrierten sie einen lebendigen Sound zwischen Spielfreude, Groove und Gefühl, mit Referenzen an Amy Winehouse, Nora Jones, Vaya Con Dios, Z.A.S. und viele andere.

Die Verantwortlichen des Jazz-Clubs sind froh, ein solches Fest mithilfe von Sponsoren und der ehrenamtlichen Mitarbeit vieler Vereinsmitglieder zu stemmen und die Innenstadt zu beleben.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.