Freiwillige aus Mühlhausen: Annalena Wannack setzt sich in Tansania ein

Die katholische Seelsorgeeinheit feierte einen Aussendungs-Gottesdienst für die junge Frau, die in der Partner-Diözese Same lebt und arbeitet (von links): Pfarrer Wojciech Kotowicz, Norbert Sindram und Annalena Wannack mit einer früheren Freiwilligen.
KirchengemeindeGanze fünf Jahre ist es her, dass die letzte Freiwillige der katholischen Seelsorgeeinheit Neckar-Baar in der Partner-Diözese Same lebte und arbeitete.
Nun ist mit Annalena Wannack aus Mühlhausen wieder eine junge Frau für dieses einjährige Engagement bereit. Am Mittwoch ging die Reise in das ferne Tansania südlich des Kilimanjaro endlich los, und deshalb war es höchste Zeit, für sie einen Aussendungs-Gottesdienst am vergangenen Sonntag zu feiern.
In der von Pfarrer Wojciech Kotowicz geleiteten Messe hob Norbert Sindram, der stellvertretende Vorsitzende des „Same-Kreises“, hervor, wie außergewöhnlich dieses Freiwilligen-Projekt sei. 2005 habe es begonnen, und seither seien sage und schreibe zwölf männliche und drei weibliche Freiwillige in der Bischofsstaut Same und Umgebung gewesen.
Zwei Orden betreuen junge Leute
Das Projekt ist eingebettet in eine 40-jährige Partnerschaft, deren Jubiläum im vergangenen Jahr gefeiert wurde. Die Freiwilligen wurden in ihrem Dienstjahr von zwei besonderen Orden, den „Brothers of Jesus the Good Shepherd“ und den „Little Sisters of St.Francis“ in einer Weise betreut, dass, wie einige junge Leute sagten, sie sich „wie in einer Familie fühlten“.
Kontakt mit den Sisters
So wird es auch in ihrem Jahr, machte Annalena Wannack deutlich. Sie habe bereits Kontakt mit den Sisters gehabt und glaube auch, dass sie sich in den Arbeitsfeldern, für die sie eingesetzt wird, wohlfühlen werde. Vor allem werden dies eine Middle School und eine Pre-School sein sowie das „Hope Centre“, eine Einrichtung für körperlich und geistig behinderte Kinder. Durch die. Kontakte mit früheren Freiwilligen weiß sie schon einiges über ihre künftige Tätigkeit.
Irische Segen für die Reise
Sie freue sich jedenfalls sehr über ihr Jahr in Tansania, da ja auch außerhalb der Arbeit viel zu sehen und zu erfahren sei.
Die Gespräche mit den Sisters ebenso wie mit der einheimischen Bevölkerung werden sicher ihren Horizont erweitern und ihre „soziale Kompetenz“ stärken, schätzt die junge Freiwillige, gerade weil Tansania nach wie vor eines der ärmsten Länder der Welt ist.
Außerdem geht es nicht ohne eine Safari in einen der berühmten Nationalparks ab. Zwei Irische Reise-Segen schlossen den Aussendungs-Gottesdienst ab, bei dem eine frühere Freiwillige eine Hand auf die Schulter der „Neuen“ legte. In einem dieser Segenswünsche hieß es: „Gott bewahre dich und erfülle dein Leben mit Liebe, der Liebe zu dir selbst und zu allen Menschen.“