Franziskusbühne in Schwenningen
: Krank vor Lachen: Molières Klassiker ist erstaunlich aktuell

Mit dem Komödienklassiker „Der eingebildete Kranke“ bringt die Franziskusbühne Schwenningen ein Stück auf die Bühne, das trotz seines Alters erstaunlich aktuell wirkt.
Von
Jochen Schwillo
VS-Schwenningen
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Mit dem Aufbau zum Theaterstück hat jetzt die Franziskusbühne begonnen. Am Samstag dürfen sich die Zuschauer dann auf die Komödie „Der eingebildete Kranke“ freuen.

Mit dem Aufbau zum Theaterstück hat jetzt die Franziskusbühne begonnen. Am Samstag dürfen sich die Zuschauer dann auf die Komödie „Der eingebildete Kranke“ freuen.

Jochen Schwillo
  • Die Franziskusbühne Schwenningen zeigt „Der eingebildete Kranke“ von Molière.
  • Premiere ist am Samstag, 7. November, um 15 Uhr und 19.30 Uhr im Gemeindehaus St. Franziskus.
  • Die Inszenierung verzögerte sich wegen Corona; nun läuft die Probenarbeit seit dem Sommer.
  • Inhalt: Hypochonder Argan, Ärzteglauben, erzwungene Heirat – eine bissige Gesellschaftssatire.
  • Schauplatz ist Argans Schlafzimmer, mit schlichtem Bühnenbild und Kostümen aus dem Fundus.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die Premiere findet am Samstag, 7. November, um 15 Uhr und um 19.30 Uhr im Gemeindehaus St. Franziskus an der Erzbergerstraße 11 statt.

Eigentlich sollte die Inszenierung bereits vor einigen Jahren stattfinden, doch zunächst verhinderte die Corona-Pandemie die Umsetzung. Unmittelbar nach diesen schwierigen Jahren schien das Thema Krankheit und Gesundheitswahn den Verantwortlichen jedoch unpassend.

Nun sei genügend Zeit vergangen, um das Werk wieder auf den Spielplan zu nehmen, berichtet Christina Siefert von der Theatergruppe.

Seit dem Sommer laufen die Proben für die Komödie, die in der deutschen Bearbeitung von Alice Busch und Reinhold Rüdiger aufgeführt wird. Zwölf Mitwirkende stehen dafür auf der Bühne. Für das Ensemble bedeutete die Vorbereitung eine ganz besondere Herausforderung: Da die Vorlage aus den 1960er-Jahren lediglich als Schreibmaschinenmanuskript vorlag, waren Teile der Kopien nur schwer lesbar.

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Die Vorbereitung

Davon ließ sich die Truppe jedoch nicht abschrecken. Um das Rollenlernen zu erleichtern, wurden die Texte gemeinsam eingesprochen und aufgenommen, sodass die Darsteller ihre Passagen auch zu Hause oder unterwegs jederzeit üben können.

Im Mittelpunkt des Stücks steht der wohlhabende Hypochonder Argan. Er ist fest davon überzeugt, schwer krank zu sein, und gibt Unsummen für Ärzte, Medikamente sowie zweifelhafte Behandlungen aus. Besonders seinem Arzt Monsieur Purgon vertraut er blind, während die Mediziner seine Ängste und seine Leichtgläubigkeit schamlos ausnutzen.

Gleichzeitig versucht Argan, seine Tochter Angélique mit dem jungen Mediziner Thomas Diafoirus zu verheiraten, um sich einen Arzt in die Familie zu holen – obwohl Angélique längst einen anderen liebt. Aus dieser Konstellation entwickelt Molière eine bissige Gesellschaftssatire, die sich genüsslich über Geldgier, falsche Autoritäten und den blinden Glauben an vermeintliche Experten lustig macht.

Heute weiterhin aktuell

Nach Einschätzung der Franziskusbühne sind gerade diese Aspekte der Grund, warum das Stück auch heute noch absolut sehenswert ist: Es lassen sich unverkennbare Parallelen zu aktuellen Diskussionen rund um das Gesundheitssystem, medizinische Behandlungen und den Umgang mit Experten erkennen.

Die Inszenierung setzt dabei bewusst auf eine einfache, aber wirkungsvolle Ausstattung. Die gesamte Handlung spielt in einem einzigen Raum – Argans Schlafzimmer. Zentrales Möbelstück und Mittelpunkt vieler Szenen ist sein Bett, von dem aus er seine eingebildeten Leiden beklagt. Die Kostüme stammen überwiegend aus dem Fundus der Theatergruppe und wurden durch Leihgaben des Theaters im Deutschen Haus in St. Georgen ergänzt.

Mit seiner gelungenen Mischung aus Situationskomik, scharfem Witz und überraschend aktuellen Bezügen verspricht der Klassiker einen unterhaltsamen Theaterabend für Jung und Alt.

Termine

Aufgeführt wird „Der eingebildete Kranke“ am Samstag, 7. November, sowie am Samstag, 14. November. Beginn ist jeweils um 15 Uhr und um 19.30 Uhr im Gemeindehaus St. Franziskus in der Erzbergerstraße 11 in Schwenningen.