Festival „Art in town“ in Schwenningen
: An 15 Orten passiert gleichzeitig etwas

Die Vorfreude ist groß auf das neue Format „Art in town“ am Samstag, 4. Juli,  in Schwenningen.
Von
Jochen Schwillo
VS-Schwenningen
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Was bei „Art in Town“ am 4. Juli in Schwenningen geboten wird, stellten der Künstler Konstantin Viktor Müller (von links) von der Agentur Landfrust Maximilian Kaufmann und Umut Uysal, der Beatboxer Rahul Thavaruban, von Landfrust Vincent Grießhaber, die Kulturamtsleiterin Anneta Käfer, der künstlerische Leiter Jens Daryousch Ravari, von Landfrust Dirk Werner, Citymanagerin Mara Gaubusseau, Karikaturist Jörg Schlenker und vom Rollmopstheater Olaf Jungmann vor.

Was bei „Art in town“ am 4. Juli in Schwenningen geboten wird, stellten der Künstler Konstantin Viktor Müller (von links) von der Agentur Landfrust Maximilian Kaufmann und Umut Uysal, der Beatboxer Rahul Thavaruban, von Landfrust Vincent Grießhaber, die Kulturamtsleiterin Anneta Käfer, der künstlerische Leiter Jens Daryousch Ravari, von Landfrust Dirk Werner, Citymanagerin Mara Gaubusseau, Karikaturist Jörg Schlenker und vom Rollmopstheater Olaf Jungmann vor.

Jochen Schwillo
  • Schwenningen plant „Art in Town“ am Samstag, 4. Juli – ein neues Stadtfestival.
  • Rund 15 Orte, etwa 110 Programmpunkte und über 50 Vereine sowie Künstler sind dabei.
  • Start mit Wochenmarkt, ab 10 Uhr Familienangebote, ab 13 Uhr Streetart in der Innenstadt.
  • Kneipennacht mit 17 Lokalen ab 18 Uhr, Galaxy öffnet für eine 70er‑, 80er‑, 90er‑Party.
  • Eintritt ist frei, Solidaritätsbändel gegen Spende unterstützen Vereine, Kunst und Gastronomie.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Über 110 Programmpunkte, mehr als 50 beteiligte Vereine, Künstlerinnen und Künstler, rund 15 Veranstaltungsorte vom Marktplatz bis zur Möglingshöhe und 17 gastronomische Betriebe bei der Bar‑ und Kneipennacht – das sind die Eckdaten des neuen Formats „Art in town – Schwenningen pulsiert“, das am Samstag, 4. Juli, erstmals stattfindet.

Bei der Programmvorstellung wurde deutlich, wie groß die Vorfreude ist und dass das neue Angebot weit mehr sein soll als ein Ersatz für die aus Kostengründen gestrichene Kulturnacht.

Die organisatorischen Strukturen liegen – wie damals – beim städtischen Amt für Kultur. Kulturamtsleiterin Anneta Käfer zeigte sich beeindruckt vom Tempo und der Zusammenarbeit aller Beteiligten. „Wir sprechen hier nicht von Monaten, sondern von wenigen Wochen“, sagte sie.

Ende April habe man die Infoveranstaltung für die Vereine abgehalten, nun stehe ein komplettes Stadtfestival. Möglich sei das nur durch eine klare Aufgabenverteilung gewesen: „Wir haben Teilprojekte vergeben und Verantwortlichkeiten klar verteilt. Anders wäre dieses riesige Programm nicht machbar gewesen.“ Ihre eigene Rolle beschreibt sie als Gesamtkoordination, Schnittstelle und Ansprechpartnerin „wenn es irgendwo hakt“.

Viele machen das zusätzlich
Anneta Käfer
Leiterin des Amtes für Kultur VS

Besonders hob sie das Engagement der Ehrenamtlichen hervor: „Viele machen das zusätzlich zu ihrem normalen Alltag. Dieses Engagement ist großartig.“

Heimatmuseum eingebunden

Auch das derzeit geschlossene Heimatmuseum wird eingebunden. Der Heimatverein richtet dort gemeinsam mit den Stadtführerinnen und Stadtführern einen kleinen Biergarten beziehungsweise ein Café unter den Bäumen ein. „Das ist in wenigen Wochen entstanden – und wir arbeiten parallel daran, das Museum im nächsten Jahr wieder öffnen zu können“, so Käfer.

Für Besucher stehen über 5000 Faltblätter bereit. Ein QR‑Code führt außerdem stets zur aktuellsten Version des Programms. Der künstlerische Leiter des Kulturamts, Jens Daryousch Ravari, betonte die enorme Vielfalt des neuen Formats. „Wir sprechen von rund 15 Orten, an denen gleichzeitig etwas passiert, über 50 beteiligten Vereinen, Künstlerinnen und Künstlern sowie Street‑Artists – und insgesamt etwa 110 Programmpunkten.“

Die Idee sei gewesen, eine Plattform zu schaffen: „Wir geben den 4. Juli vor, und alle, die etwas beitragen möchten, kommen mit ihren Ideen auf uns zu. Wir bündeln das und formen daraus ein gemeinsames Festival.“

Ganz früh geht's los

Der Tag beginnt mit dem Wochenmarkt, auf dem bereits kleine künstlerische Darbietungen und kulinarische Führungen stattfinden. Ab 10 Uhr folgen Kinder‑ und Familienangebote, Theater und Mitmachaktionen.

Streetart

Ab 13 Uhr startet die Streetart, die sich über die gesamte Innenstadt zieht. „Die Innenstadt wird zu einer öffentlichen Kunstgalerie“, sagt Ravari. Einige Werke bleiben bis in den Herbst sichtbar und werden später Teil der Kneipennacht.

Finanziell unterstützt wird „Art in town“ vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus sowie von lokalen Sponsoren wie der Sparkasse. Die Veranstaltung ist kostenlos, doch es gibt Solidaritätsbändel, die in der Gastronomie und bei Vereinen erhältlich sind.

Zeichen der Solidarität

„Art in Town ist kostenlos, niemand braucht ein Ticket. Aber wir wollten ein Zeichen der Unterstützung ermöglichen“, so Ravari. Die Bändel können gegen freiwillige Spenden erworben werden – zugunsten der Vereine, der Künstlerinnen und Künstler sowie der beteiligten Gastronomie.

Die Kneipennacht

Citymanagerin Mara Gaubusseau stellte die Kneipennacht als stimmungsvollen Ausklang des Tages vor. In den vergangenen Wochen habe man die Gastronomiebetriebe angesprochen und ein breites Echo erhalten. Inzwischen beteiligen sich 17 Lokale.

Ab 18 Uhr beginnt das Programm, überwiegend im Außenbereich. Bis 24 Uhr darf draußen gefeiert werden, ab 22 Uhr wird die Musik etwas heruntergeregelt.

Galaxy öffnet wieder

Ein besonderer Höhepunkt ist die Wiedereröffnung des legendären „Galaxys“, das für eine 70er‑, 80er‑ und 90er‑Party ab 20 Uhr seine Türen öffnet. Die Disco existierte in dieser Form von 1971 bis 1990 und wurde anschließend noch fünf Jahre als „Intermezzo“ weitergeführt – entsprechend groß ist die Vorfreude.

Was im Rössle los ist

Dirk Werner von der Agentur Landfrust stellte das Programm im ehemaligen Rössle als eine Spielstätte „vom Schandfleck zum Ort der Möglichkeiten“ vor. Dort präsentieren sich Vereine, es gibt Dragqueen‑Auftritte und eine Beatbox‑Mitmachaktion mit Rahul Thavaruban. Mit dabei ist auch der Künstler Konstantin Viktor Müller, dem es gelungen ist, „zwei international angesehene Artists an Land zu ziehen“, die in Schwenningen exponierte Flächen gestalten werden.

Auch das Rollmopstheater ist vertreten. Olaf Jungmann kündigt „familienfreundliches Straßentheater, Märchenerzählungen und eine Rallye durch Schwenningen“ an, bei der Kinder und Erwachsene „die Schönheiten der Stadt entdecken“. Für ihn sei die Teilnahme selbstverständlich gewesen: „Als ich gefragt wurde, war klar: Natürlich machen wir mit.“

Der Schwenninger Jörg Schlenker zeigt im ehemaligen alten Kiosk am Burenhaus seine Karikaturen aus den vergangenen Jahren.

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