Evangelische Kirche in Villingen
: Gute Perspektiven für die Kitas

In der jüngsten Sitzung des Kirchengemeinderats der evangelischen Kirchengemeinde Villingen ging es um zwei zukunftsweisende Themenbereiche.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die evangelische Kirchengemeinde betreibt vier Kindertagesstätten in Villingen, darunter Petrus im Haslach.

Evangelische Gemeinde

Es ging um die Kindertagesstätten und um eine Vereinfachung der kirchlichen Strukturen.

Vorsitzender Pfarrer Udo Stober leitete wie gewohnt ruhig und besonnen die Sitzung, die sich mit anspruchsvollen Fragen zu beschäftigen hatte, heißt es in einer Pressemitteilung. Zum einen ging es um die mit der Stadt Villingen-Schwenningen verhandelten Förderrichtlinien, die die Finanzierung der Einrichtungen regeln.

Die Kirchengemeinde betreibt in Villingen vier Kindertagesstätten mit derzeit 18 Gruppen, Johannes am Warenberg, Paulus in der Südstadt, Markus im Goldenbühl und Petrus im Haslach. Es ging an diesem Abend um eine perspektivische Entscheidung, ob die Kirchengemeinde den Verhandlungsweg im Blick auf die von der Stadt vorgeschlagenen Förderrichtlinien weitergehen will.

Silvia Kubicek vom Verwaltungs- und Serviceamt stellte den Sachverhalt dar, es kam zu Rückfragen und Diskussion. Schließlich befürwortete der Kirchengemeinderat mit großer Mehrheit diesen Weg, weil er auf längere Zeit für auskömmlich gehalten wird und gute Perspektiven aufzeigt.

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Orts-Teams

Zum anderen ging es um eine mögliche Vereinfachung der kirchlichen Strukturen. Vom Bezirkskirchenrat kam der Impuls an die Gemeinde, dass es sinnvoll sein könnte, die Ebene der Pfarrgemeinden mit den Ältestenkreisen innerhalb der großen Kirchengemeinde aufzulösen. Man könne dann mit weniger Hauptamtlichen und vor allem auch mit weniger Ehrenamtlichen die Leitungsgremien organisieren. Vor Ort würden dann Orts-Teams die konkrete Arbeit koordinieren, heißt es weiter.

Um Rückmeldung gebeten

Der Bezirk hatte die Ältestenkreise und den Kirchengemeinderat um Rückmeldung gebeten. In den vergangenen Wochen fanden dazu auch Gemeindeversammlungen in den drei Pfarrgemeinden (Stadtgemeinde, Jakobus- und Matthäus-Gemeinde) statt. Es gab im Kirchengemeinderat eine lange, intensive Diskussion. Die beiden Außengemeinden Matthäus und Jakobus beurteilen die Situation stark unter dem Eindruck der vakanten Pfarrstellen – Pfarrerin Bettina von Kienle hat im vergangenen Sommer die Gemeinde verlassen, Pfarrer Peter Krech geht im kommenden Sommer in Ruhestand.

Parallel zu diesen Entwicklungen arbeiten die Pfarrerinnen und Pfarrer sowie die Diakoninnen und Diakone mehr und mehr im Team und mit dem Blick aufs Ganze der Kirchengemeinde, so dass sich auch von daher eine Verschlankung der Strukturen anbietet.

Der Kirchengemeinderat gibt an den Bezirkskirchenrat eine differenzierte Antwort. Dort werden dann demnächst die Entscheidungen fallen, womöglich so rechtzeitig, dass die neuen Strukturen schon zu den im Advent anstehenden Kirchenwahlen greifen.