Evangelische Kirche: Wie es mit der Gemeinde in Marbach weitergeht

Sie informieren und moderieren während der Gemeindeversammlung in der Matthäusgemeinde in Marbach (von links): Pfarrer Udo Stober, Kirchenälteste Sieglinde Knausenberger, Kirchenälteste Elke Lange, Diakonin Christine Janke und Robert Fechteler.
Elisabeth Winkelmann-KlingspornViele Gemeindeglieder engagieren sich seit Jahren ehrenamtlich in den vielfältigen Veranstaltungsangeboten der evangelischen Matthäusgemeinde in Marbach.
Nachdem die langjährige und geschätzte Pfarrerin Bettina von Kienle eine Pfarrstelle in Schliengen im Markgräflerland übernommen hat, ist dieses Engagement umso wichtiger geworden und umso mehr gefragt.
In der gut besuchten Gemeindeversammlung wurde über die aktuelle Situation informiert und wie die pastorale Versorgung im Rahmen der Gesamtstadtgemeinde künftig aussehen kann. Im Rückblick auf das vergangene Jahr brachte Elke Lange, Prädikantin und Vorsitzende des Ältestenkreises, die Ereignisse in 2024 in Erinnerungen. Es gab vielfältige Veranstaltungen von Kigo Cool bis Schnapszahl- und Mittelaltergottesdienst, den Kirchenjahresfesten, aber auch den Abschied von Pfarrerin von Kienle. Erfreulich ist, dass fast alle Gemeindekreise wie bisher stattfinden.
Veränderungen
Die grundsätzlichen Veränderungen in der badischen Landeskirche, der sogenannte Transformationsprozess mit Einsparungen bis zum Jahr 2032 von jeweils 30 Prozent im Personal- und im Liegenschaftsbereich, sind jetzt auch vor Ort spürbar. In den drei Kooperationsbereichen des Kirchenbezirks Villingen, Marbach gehört zum Bereich Mitte, sind künftig Hauptamtlichen-Dienstgruppen (dazu zählen die Pfarrer, Diakone und Klinikpfarrer) für die Gemeindearbeit im jeweiligen Kooperationsraum zuständig.
Zur Dienstgruppe im Kooperationsraum Mitte, dazu gehören die vier Villinger Stadtgemeinden sowie die Jakobusgemeinde in Niedereschach und die Matthäusgemeinde in Marbach, gehören künftig vier Pfarrpersonen, von denen eine in Marbach verortet werden soll.
Stelle ausgeschrieben
Inzwischen wurde diese Stelle für Marbach ausgeschrieben. Da es bisher keine Bewerbungen gegeben hat, steht jetzt das Besetzungsverfahren durch den Oberkirchenrat an. Derzeit wird die Matthäusgemeinde von Pfarrerin Dorothea von Kalkstein versorgt.
Mit den aktuellen Sparmaßnahmen in der badischen Landeskirche werden in den kommenden Jahren Strukturen vereinfacht und Gremien reduziert. Deutliche Veränderungen stehen mit den bevorstehenden Kirchenwahlen am ersten Advent an. Denkbar ist beispielsweise, die örtlichen Ältestenkreise durch „Ortsteams“ zu ersetzen, deren ehrenamtliche Mitglieder vom Kirchengemeinderat berufen werden.
Die Kirchenälteste und Bezirkskirchenrätin Sieglinde Knausenberger ist zuversichtlich, dass sich auch „ein Blick für das Ganze“ der Kirchengemeinde entwickelt. Dabei gelte es, die kleinen Gemeinden im Blick zu behalten und bewusst zu stärken.
„Wenn wir wollen, dass es weitergeht, müssen wir zusammenhalten.“ Dazu wird derzeit unter anderem ein Gesamtkonzept für die Konfirmandenarbeit entwickelt.