Entwicklung aus der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg: Für mehr Sicherheit in Autos

Der so genannten Batt-Man-Gassensor, der bei der Hahn-Schickard-Gesellschaft in Zusammenwirken mit dem Autos-Netzwerk der IHK entwickelt wurde, soll für mehr Sicherheit sorgen.
Bodo Marks/dpa-mag/dpa- Hahn-Schickard entwickelt den Gassensor „Batt-Man“ für mehr Batteriesicherheit in Autos.
- Der Sensor überwacht die Gaszusammensetzung und warnt vor kritischen Zuständen in Zellen.
- Ziel ist Frühwarnung vor Batteriebränden – so bleibt Zeit für Schutzmaßnahmen.
- Der Demonstrator wird unter anwendungsnahen Bedingungen getestet und weiterentwickelt.
- Das IHK-Autos-Netzwerk begleitet Zulieferer und stellt Ergebnisse regionalen Firmen bereit.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Region gilt seit vielen Jahren als starker industrieller Wirtschaftsraum. Dass hier nicht nur produziert, sondern auch an Zukunftstechnologien gearbeitet wird, zeigt ein aktuelles Entwicklungsprojekt des Autos-Netzwerks. Wie sich Unternehmen auf generell veränderte Rahmenbedingungen einstellen können, ist ein Schwerpunkt im Autos-Netzwerk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg.
Das von der IHK initiierte und vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Projekt begleitet regionale Automobilzulieferer bei den Veränderungen der Branche. Im Netzwerk sind inzwischen rund 130 Unternehmen aktiv. Im Rahmen des Autos-Projekts bringt die Forschungsgesellschaft Hahn-Schickard den entwickelten Gassensor „Batt-Man“ ein, untersucht dessen Einsatz und stellt diese Ergebnisse regionalen Unternehmen zur Verfügung.
Der Sensor soll als Teil des Batteriemanagementsystems kritische Zustände in Lithium-Ionen-Batterien frühzeitig erkennen und damit einen wichtigen Beitrag zur Batteriesicherheit leisten. Dazu überwacht der Sensor die Gaszusammensetzung in und um die Batteriezelle. Verändert sie sich auffällig, kann das System bereits warnen, bevor es zu einer gefährlichen Entwicklung kommt. Gerade bei Lithium-Ionen-Batterien ist eine möglichst frühe Erkennung entscheidend.
Veränderung früh erkennen
Entwickelt sich ein Batteriebrand, entstehen innerhalb kurzer Zeit sehr hohe Temperaturen. Ein Frühwarnsystem kann deshalb wertvolle Zeit verschaffen, um geeignete Schutzmaßnahmen einzuleiten. „Die besondere Herausforderung bei der Entwicklung lag darin, ein Sensorsystem zu schaffen, das sehr frühe Veränderungen in der Batterieumgebung zuverlässig erkennt und gleichzeitig für zukünftige Anwendungen skalierbar bleibt. Mit dem Batt-Man-Demonstrator konnten wir zeigen, dass die Gasüberwachung ein vielversprechender Ansatz für mehr Sicherheit bei Lithium-Ionen-Batterien ist“, erklärt Muhammad Ahsan, Entwickler bei Hahn-Schickard.
Beispielhaft für Innovationskraft
Der derzeitige Demonstrator wird nun in weiteren Entwicklungsschritten unter anwendungsnahen Bedingungen getestet und weiterentwickelt. Ziel ist es, die Zuverlässigkeit des Systems nachzuweisen und den Weg in zukünftige Anwendungen vorzubereiten. Für das Autos-Netzwerk steht das Projekt beispielhaft für die Innovationskraft der Region. „Gerade Zukunftsthemen wie Batteriesysteme, Sensorik und intelligente Sicherheitstechnologien zeigen, welches Potenzial in der Region steckt“, betont Ahsan.
„Innovationen entstehen nicht nur in den großen Metropolregionen. Mit Partnern wie Hahn-Schickard zeigen wir, dass auch im Schwarzwald-Baar-Heuberg Zukunftstechnologien für die Mobilität von morgen entwickelt werden. Genau dafür steht unser Netzwerk“, ergänzt Autos-Projektleiter Martin Schmidt. Mit diesen Kooperationen entstehen so Technologien, die weit über die Region hinaus Bedeutung gewinnen können und gleichzeitig den Innovationsstandort Schwarzwald-Baar-Heuberg stärken.
