Alarm im Forschungsinstitut
: Feuer im Reinraum im VS-Zentralbereich sorgt für heiklen Einsatz

Ein Brand im hochsensiblen Reinraum des Hahn-Schickard-Instituts in VS hat zu einem Alarm geführt. Die Feuerwehr musste wegen Chemikalien besonders vorsichtig vorgehen.
Von
Marc Eich
Oberndorf
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Die Feuerwehr musste bei dem Einsatz im VS-Zentralbereich besondere Vorsicht walten lassen.

Marc Eich

Gegen 13 Uhr schrillte plötzlich der Alarm beim Hahn-Schickard-Institut in der Wilhelm-Schickard-Straße im VS-Zentralbereich: Die Brandmeldeanlage hatte ausgelöst und damit gleichzeitig über einen Alarm bei der Integrierten Leitstelle die Feuerwehr auf den Plan gerufen.

Nur wenige Minuten später war klar, dass es tatsächlich zu einem Brand in dem Institut für Mikro- und Informationstechnik gekommen war – und zwar in einem besonders sensiblen Bereich. Wie Feuerwehr-Einsatzleiter Markus Duffner vor Ort erklärte, brach der Brand in einem Reinraum aus.

In diesen Silizium-Reinräumen werden eigenen Angaben zufolge Bauteile für die Mikrosystemtechnik hergestellt. Und der besondere Brandort hatte dabei auch direkte Auswirkungen auf mögliche Maßnahmen der Feuerwehr. „Aufgrund der Chemikalien darf dort nicht mit Wasser oder Pulver, sondern ausschließlich mit CO₂-Löschern agiert werden“, so Duffner.

Als die Feuerwehr ankam, war das Feuer bereits unter Kontrolle. Sicherheitshalber forderte die Einsatzleitung aber den Abrollbehälter mit Sonderlöschmittel an, um im Ernstfall weiteres Löschmittel zur Verfügung zu haben. Die Feuerwehr kontrollierte die Brandstelle und darüber hinaus auch weitere Bereiche. So hieß es vor Ort zunächst, dass möglicherweise Rauch in die darüberliegenden Stockwerke gezogen ist.

Kindergarten bietet Unterschlupf

Dem war aber glücklicherweise nicht so. So beschränkte sich die Maßnahme der Feuerwehr, die mit einem erweiterten Löschzug vor Ort war, auf die intensive Kontrolle der Einsatzörtlichkeit – unter anderem auch mit einer Wärmebildkamera.

Nach rund 45 Minuten konnten dann auch die Mitarbeiter, die aufgrund des Alarms das Gebäude verlassen hatten, an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Da sie bei eisigen Temperaturen teilweise ohne Jacke evakuiert wurden, bot der nahegelegene AWO-Schulkindergarten kurzzeitig einen Unterschlupf an. Nach rund einer Stunde konnten schließlich die Einsatzkräfte, darunter auch ein Rettungswagen und die Polizei, wieder abrücken.

Die Polizei muss nun ermitteln, wie es zum Brand kommen konnte.

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