Diskussion in Niedereschach
: So geht es weiter mit den Baugebieten

Das Investitionsprogramm für das Haushaltsjahr 2027 stand am Montagabend im Mittelpunkt der Sitzung des Niedereschacher Gemeinderates.
Von
Albert Bantle
Niedereschach
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Seit rund sieben Jahren beschäftigt sich die Gemeinde mit der Erschließung der Neubaugebiete „Hornausenacker“ in Kappel und dem auf unserem Bild zu sehenden geplanten Neubaugebiet „Steigäcker II “ in Fischbach.

Seit rund sieben Jahren beschäftigt sich die Gemeinde mit der Erschließung der Neubaugebiete „Hornausenacker“ in Kappel und dem auf unserem Bild zu sehenden geplanten Neubaugebiet „Steigäcker II “ in Fischbach.

Albert Bantle
  • Gemeinderat diskutierte Investitionsprogramm für das Haushaltsjahr 2027 in Niedereschach.
  • Streitpunkt: Erschließung der Baugebiete „Steigäcker II“ in Fischbach und „Hornausenacker“.
  • Einige Räte wollen wegen Bauflaute und Kosten den Grunderwerb vorerst zurückstellen.
  • Ortsvorsteher plädieren fürs Weitermachen – antizyklisch handeln und Familien Bauplätze bieten.
  • Bürgermeister betonte: Prioritäten klären, keine neuen Projekte – Zwischenstände zu 2026 vorgestellt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit Blick auf die angespannte Finanzlage und die Liquiditätsprobleme der Gemeinde, wurde dabei lebhaft darüber diskutiert, wo vielleicht gespart werden konnte und ob man nicht auf die eine oder andere geplante Maßnahme vorläufig verzichten sollte.

Ganz konkret warfen dabei die Gemeinderäte Michael Asal, Markus Dietrich und Rüdiger Krachenfels die Frage auf, ob mit Blick auf die herrschende Bauflaute und die für Bauwillige kaum noch zu stemmenden Finanzierungskosten sowie wenig Interessenten, die geplante Erschließung der neuen Wohnbaugebiete „Steigäcker II“ in Fischbach und „Hornausenacker“ in Kappel und der damit verbundene und eigentlich für 2026 geplante und im Haushalt vorgesehene und finanzierte Erwerb der hierfür erforderlichen Grundstücke nicht zumindest solange zurückgestellt werden könnte, bis sich die Interessentenlisten von Bauwilligen für diese beiden geplanten Wohnbaugebiete eventuell wieder füllen.

Derzeit sei kaum eine Nachfrage zu verzeichnen, auch weil das Bauen aktuell zu teuer und für Bauwillige kaum noch finanzierbar sei.

Kappels Ortsvorsteher Daniel Ruf und Fischbachs Ortvorsteher Thomas Bantle, waren von dieser Idee nicht begeistert. Mit Blick auf die Erfahrungen bei der Entwicklung des Neubaugebietes „Badäcker“ in Schabenhausen, wo es 14 Jahre gedauert habe, bis endlich gebaut werden konnte, setzte sich Ruf vehement dafür ein, dass man diese laufenden Verfahren durch die Gemeinde jetzt nicht ausbremsen sollte.

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Antizyklisch verhalten

Ohnehin wäre es aus seiner Sicht gut, wenn sich die Gemeinde auf diesem Gebiet „antizyklisch“ verhalten würde. „Wenn jemand bauen möchte, fragt er bei der Gemeinde nach, ob es Bauplätze gibt oder nicht und wenn nicht, geht er halt nach auswärts und wartet nicht mehrere Jahre“, so die Erfahrung von Ruf.

„Auch ich habe hin und wieder Anfragen, aber die wollen sofort bauen und nicht erst in fünf Jahren“, pflichtete Thomas Bantle dem Kappeler Ortsvorsteher bei. „Unsere Aufgabe ist es, unter Wahrung eines schonenden Umgangs mit den Böden, für Bauplätze für Familien zu sorgen, die hier im Ort bleiben möchten. Wir können ihnen nicht die Heimat entziehen“, fasste Gemeinderat Gerhard Rabus seine Meinung zusammen und plädierte dafür, jetzt „keine Abstriche“ zu machen.

Unterstützt wurden Ruf, Bantle und Rabus von Louis Weißer. „Ich halte Bauplätze für hochgradig wichtig, die sind ein Kapital, das die Gemeinde nicht belastet, und deshalb würde ich geplante Bauplätze auf keinen Fall ausnehmen“, so Weißer.

Armin Müller warb dafür, abzuwarten, wie sich der durch die Entschlackung der Bauordnung von der Politik angekündigte „Bauturbo“ konkret auswirke.

Michael Asal, Rüdiger Krachenfels und Markus Dietrich könnten sich als Kompromiss auch vorstellen, vorerst nur das Baugebiet „Hornausenacker“ in Kappel umzusetzen, dann könne die Gemeinde bei Anfragen wenigsten dort Bauplätze anbieten.

Anderer Einstieg

Dass es zum Einstieg in die Haushaltsplanberatungen 2027 bei dem die Verwaltung das vorläufige Investitionsprogramm 2027 vorlegte auch um bereits beschlossene und im Haushalt 2026 finanzierte Maßnahmen ging, hat mit dem zu Beginn der Sitzung von Bürgermeister Martin Ragg erläuterten geänderten Einstiegsmodus zu tun.

Dazu gehörte der von der Verwaltung erläuterte Zwischenstand der für 2026 vorgesehenen Projekte verbunden mit der Information was aktuell nach den Worten von Ragg „noch offen und Status Quo“ ist.

Er verband dies mit dem Hinweis, dass es darum gehe, zu entscheiden, was „am Dringlichsten“ ist und nicht neue Projekte ins Auge zu fassen. Zudem kündigte er an, dass in der nächsten Sitzung wieder die aus dem Mutterschutz zurückkehrende Rechnungsamtsleiterin Melanie Cziep der Sitzung beiwohnen werde.