Boeing E-3 Sentry: Deswegen kreist ein Nato-Flugzeug über dem Schwarzwald
Das Flugzeug war gegen 8.36 Uhr am Nato-Stützpunkt in Geilenkirchen (Nordrhein-Westfalen) gestartet und zog am Donnerstag ab 9.55 Uhr mehrere Kreise über dem Schwarzwald. Der seltene Flieger war dabei über Lahr im Schwarzwald (Ortenau), Freiburg im Breisgau, Titisee-Neustadt, Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) sowie Alpirsbach (Kreis Freudenstadt) und Dunningen (Kreis Rottweil) unterwegs. Auch um 12.30 Uhr ist die Maschine noch in rund 9000 Metern Höhe über der Region zu sehen. Interessierte können den Flug über die Plattform Flightradar24 verflogen.
Dort wird auch ersichtlich, dass es sich um ein Flugzeug des Typs Boeing E-3A Sentry handelt. Das ist eine sogenannte AWACS-Maschine, was für „Airborne Warning & Control System“ steht. Durch den großen Pilzkopf am Rumpf, der als Suchradar dient, hat das Flugzeug einen hohen Wiedererkennungswert. Die Nato besitzt eine eigene Flotte dieses Maschinentyps, der für die Aufklärung und Überwachung des Luftraums eingesetzt wird.

Die runde Flugbahn ist charakteristisch für die Aufklärungsflugzeuge. (Screenshot)
Foto: Flightradar24Immer wieder kreisen derartige Flugzeuge über dem Schwarzwald. Es handelt sich um Übungsflüge für die Besatzung. Für die Bevölkerung sind sie daher kein Grund zur Sorge, ziehen aber immer wieder eine hohe Aufmerksamkeit auf sich.
Über dem Schwarzwald gibt es zwei sogenannte "E-3A Verfahrensräume", also definierte Flugrouten im Kreis, die für diesen Zweck von den Piloten genutzt werden können. Der heutige Flug fand in der "Orbit Area NG42" im Südschwarzwald statt. Im Nordschwarzwald gibt es einen weiteren, der unter anderem über Haiterbach, Nagold und Jettingen (alle Kreis Calw) sowie im Kreis Freudenstadt den Baiersbronner Ortsteil Tonbach und den Freudenstädter Stadtteil Musbach führt.








