Bis zu 300 Arbeitsplätze betroffen: IMS Gear kündigt massiven Stellenabbau an – Werk in Aasen vor dem Aus

Harter Schlag für IMS Gear: Das Unternehmen mit Sitz in Donaueschingen gibt sein Werk im Stadtteil Aasen auf.
IMS Gear- IMS Gear streicht bis zu 300 Stellen in Deutschland, ein Anpassungsprogramm ist angekündigt.
- Gründe sind Umsatzrückgänge und Kostendruck in der Automobilindustrie.
- Einsparungen von mindestens 35 Mio. Euro geplant – davon 20 Mio. Euro Personalkosten in Deutschland.
- Werk in Aasen wird aufgegeben, Produktion zieht bis Mitte 2027 nach Villingen-Schwenningen und Trossingen.
- Unternehmen und Betriebsrat verhandeln über sozialverträgliche Lösungen, Abschluss bis Jahresende angestrebt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Jetzt trifft es auch den Zahnrad- und Getriebespezialisten IMS Gear mit Hauptsitz in Donaueschingen: Am Mittwochmittag teilt das Unternehmen mit, dass ein „umfassendes Anpassungsprogramm“ verbunden mit einem erheblichen Stellenabbau von bis zu 300 Arbeitsplätzen unausweichlich ist.
Die tiefgreifenden Veränderungen in der internationalen Automobilindustrie belasten demnach den Zahnrad- und Getriebespezialisten IMS Gear seit mehreren Jahren. Rückläufige Umsätze und anhaltender Kostendruck führten zu einer unbefriedigenden Ergebnisentwicklung, schreibt das Unternehmen in der Mitteilung. „Durch konsequentes Kostenmanagement und Effizienzsteigerungen konnte das Unternehmen einen flächendeckenden Abbau von Arbeitsplätzen bislang vermeiden. Die weitere Verschärfung der Marktbedingungen macht nun jedoch kurzfristige Strukturanpassungen und einen erheblichen Stellenabbau erforderlich“, heißt es weiter.
Das geplante Maßnahmenpaket betreffe alle Standorte weltweit und umfasse Einsparungen von mindestens 35 Millionen Euro. Rund 20 Millionen Euro davon entfallen auf die Anpassung der Personalkosten in Deutschland. Dies entspricht dem Abbau von bis zu 300 Arbeitsplätzen.
IMS Gear verspricht, hierzu Gespräche mit dem Betriebsrat aufzunehmen, „um tragfähige und sozial verantwortungsvolle Lösungen zu erarbeiten“. Ziel sei es, die Gespräche bis zum Jahresende abzuschließen und die angepassten Strukturen ab Jahresbeginn 2027 umzusetzen.
IMS-Gear-Werk in Aasen wird aufgegeben
Doch mit dem Stellenabbau allein ist es nicht getan: Zu den strukturellen Maßnahmen zählt laut Mitteilung auch die Aufgabe des IMS-Gear-Werks im Donaueschinger Stadtteil Aasen. Die dortige Produktion soll bis Mitte 2027 in die Werke in Villingen-Schwenningen und Trossingen verlagert werden.
„Diese Entscheidungen fallen uns nicht leicht. Sie sind jedoch notwendig, um IMS Gear an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und die finanzielle Stabilität sowie die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Gemeinsam mit dem Betriebsrat wollen wir den anstehenden Prozess verantwortungsvoll gestalten und die Auswirkungen für unsere Mitarbeitenden so sozialverträglich wie möglich abfedern“, wird Bernd Schilling, Vorstand von IMS Gear, in der Mitteilung zitiert.

Laut IMS-Gear-Vorstand Bernd Schilling soll der anstehende Prozess verantwortungsvoll gestaltet werden.
IMS Gear„Die wirtschaftliche Entwicklung bereitet uns als Arbeitnehmervertreter große Sorgen. Unser Auftrag ist jetzt klar: Arbeitsplätze so weit wie möglich sichern und die Zahl betriebsbedingter Kündigungen auf ein Minimum zu reduzieren. Gleichzeitig werden wir darauf drängen, dass alle Einsparmöglichkeiten geprüft und genutzt werden. Die Beschäftigten dürfen nicht der alleinige Hebel sein, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen“, ergänzt Stefan Fehrenbach, Betriebsratsvorsitzender von IMS Gear.

„Die Beschäftigten dürfen nicht der alleinige Hebel sein, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen“, warnt IMS-Gear-Betriebsratsvorsitzender Stefan Fehrenbach.
IMS GearIMS Gear beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 2900 Mitarbeitende, davon etwa 1500 an den deutschen Standorten in Donaueschingen, Eisenbach, Trossingen und Villingen-Schwenningen.
