Bad Dürrheim
: Kinderbetreuungs-Beiträge steigen für Eltern

Eltern müssen ab dem ersten September tiefer in die Tasche greifen. Darüber sind nicht alle Gemeinderäte glücklich.
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(red/pm)
Oberndorf
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Zwei Kinder schauen sich mit der Leiterin des städtischen Waldkindergartens ein Buch an.

Hans-Jürgen Eisenmann

Mit großer Mehrheit wurde die Anpassung der Elternbeiträge für die städtischen und kirchlichen Kindertagesstätten im Gemeinderat befürwortet. Die Elternbeiträge decken gerade elf Prozent der Kosten der Kitas.

Der Stadt blieben am Jahresende noch ein Abmangel von rund vier Millionen Euro, der aus städtischen Mitteln getragen werde. Die Stadtverwaltung hat daher die Empfehlung des Städtetags, des Gemeindetags sowie der katholischen und evangelischen Kirchen in Baden-Württemberg vorgelegt. Danach soll für das Kindergartenjahr 2024/25 eine Erhöhung von 7,5 Prozent vorgenommen werden und für das Kindergartenjahr 2025/26 eine Erhöhung von 7,3 Prozent.

Betreuungs-Qualität sehr gut

Stadträtin Barbara Fink von der CDU bemerkte dabei, dass in Bad Dürrheim aufgrund der guten Personalausstattung auch die Qualität der Betreuung gesteigert werden konnte, zudem baue man die Kindergartenplätze aus. Wichtig sei zudem die soziale Abfederung. Eltern mit zu geringem Einkommen würden durch das Jugendamt unterstützt. Bad Dürrheim fördere dazu mit dem städtischen Familienpass, mit welchem sich der Beitrag um 50 Prozent reduziert.

SPD stimmt gegen Erhöhung

Für die SPD lehnte Can Zileli die Erhöhung ab und verwies auf die Auffassung seiner Partei, nach der auf Kindergartenbeiträge zu verzichten sei. Kinderbetreuung dürfe kein Luxus sein. Die Erhöhung bedeute für viele Eltern eine unzumutbare Belastung, die teilweise dazu führe, dass Kinder nicht in den Kindergarten angemeldet würden.

Wolfgang Kaiser (LBU) widersprach dem: Es habe keinen Fall gegeben, in dem ein Kind aus Kostengründen nicht angemeldet wurde. „Bad Dürrheim wird von vielen Kommunen beneidet um die Ausstattung der Kitas und die Betreuungsqualität.“ Am Ende stimmten mehr als 20 Stadträte für die neuen Gebührensätze und die zwei Vertreter der SPD dagegen.

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