Auftakt im Franziskaner-Konzerthaus in Villingen
: Mit Spitzenklasse startet VS in die neue Spielzeit

Die Bühnen der Stadt starteten im Franziskaner-Konzerthaus in Villingen in ihre neue Spielzeit mit einem Meisterkonzert der Spitzenklasse, welches auf dem höchsten musikalischen Niveau die Abschiedssaison von Andreas Dobmeier eröffnete.
Von
Rainer Bombardi
Villingen-Schwenningen
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Pianistin Anna Vinintskaya und Chefdirigent Michael Francis (rechts) bedanken sich beim Publikum im Franziskaner-Konzerthaus in Villingen für den lange anhaltenden Applaus.

Pianistin Anna Vinintskaya und Chefdirigent Michael Francis (rechts) bedanken sich beim Publikum im Franziskaner-Konzerthaus in Villingen für den lange anhaltenden Applaus.

Rainer Bombardi
  • Auftakt im Franziskaner-Konzerthaus: Meisterkonzert eröffnete die neue Spielzeit.
  • Abschiedssaison von Andreas Dobmeier begann, Oberbürgermeister Roth dankte ihm.
  • Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz trat auf, Dirigent Michael Francis leitete.
  • Anna Vinnitskaya brillierte in Bartóks Klavierkonzert Nr. 1, lange Applaus.
  • Nach der Pause folgte Prokofjews „Romeo und Julia“ – hohes Niveau blieb erhalten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach 20 Spielzeiten und ebenso vielen Spielplan-Zusammenstellungen verlässt der künstlerische Leiter ad Interim endgültig die Bühne.

In der Eröffnungsrede dankte Oberbürgermeister Jürgen Roth dem scheidenden Amtsleiter ad Interim für das Engagement und die unendliche Tatkraft, mit welcher sich Andreas Dobmeier als Intendant in all den Jahren zum Wohl der Kultur in der Stadt einsetzte. Ein kulturelles Angebot auf diesem Niveau zu erhalten, bezeichnete er als Verdienst von Dobmeier.

Roth beschrieb die Kultur dem Motto des diesjährigen Programms entsprechend als einen aktiven Resonanzraum. In einem von Beschleunigung, digitaler Taktung und ständiger Erreichbarkeit geprägten Alltag bezeichnete er die Kultur als einen Gegenpart, der die Augenblicke der Inspiration und des wohltuenden Innehaltens ermöglicht.

„Resonanz entsteht dort, wo wir es zulassen.“ Er stufte es als eine Ehre ein, mit dem Auftritt der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz zum wiederholten Male einen Klangkörper dieser Qualität im Franziskaner-Konzerthaus erleben zu können.

Mit Chefdirigent Michael Francis und der virtuosen Pianistin Anna Vinnitskaya hieß er zwei Künstler willkommen, die den Meisterkonzerten als einem Treffpunkt von Weltklassekünstlern alle Ehre machen.

Von Dirigent Francis passend gewählt war der Auftakt des Konzerts, das mit der sinfonischen Dichtung von „Till Eulenspiegels lustigen Streichen“ aus der Feder von Richard Strauss das Publikum von Beginn an in eine Vorstellung eintauchte, die von der Vielfalt der klassischen Musik des späten 19. Jahrhunderts geprägt war.

Das Publikum im Franziskaner-Konzerthaus in Villingen belohnte den Auftritt der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz mit reichlich Beifall.

Das Publikum im Franziskaner-Konzerthaus in Villingen belohnte den Auftritt der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz mit reichlich Beifall.

Rainer Bombardi

Maßgeblich zum positiven Stimmungsbild trug das Sinfonieorchester bei, das in der Klarheit und nachhaltig erklingenden Synchronität überzeugte und welches Dirigent Francis sicher durch alle musikalischen Wellen leitete.

Der große Moment von Pianistin Vinnitskaya kam bei Béla Bartóks Klavierkonzert Nr. 1, das noch vor Beginn durch seinen Orchesteraufbau ins Auge fiel, bei welchem sich in vorderster Reihe neben der Weltklassepianistin das Schlagwerk positioniert hatte. Was dann folgte, war dank einem virtuosen Auftritt der Weltklassepianistin ein Hörgenuss der Extraklasse. Vinnitskaya huschte mit ihren Fingern filigran und vehement über die Tasten ihres Flügels. In einer nahezu ekstatischen Ausdrucksstärke riss sie das Publikum in ihren Bann.

Dieses spendete wie bei allen Stücken des Abends lang anhaltenden Applaus. Nach der Konzertpause setzte die Staatsphilharmonie in Sergej Prokofjews „Romeo und Julia“ das im ersten Konzertteil beeindruckende musikalische Niveau in gleicher Weise fort.