Andreas Heinrich und Gundula Glaser in Schwenningen: Wie zwei Lehrer die Schule prägen

Zwei Lehrer der Schwenninger Feintechnikschule wurden in den Ruhestand verabschiedet (von links): Schulleiter Thomas Ettwein, Gundula Glaser, Meike Buschle vom Personalrat und Andreas Heinrich.
Feintechnikschule/Johann Weniger- Zwei Lehrkräfte der Feintechnikschule Schwenningen gingen in den Ruhestand.
- Andreas Heinrich prägte seit 1998 das Technische Gymnasium und war CISCO-Instruktor.
- Er engagierte sich im Karatesport – Landesstützpunkttrainer Kata und Gewaltschutztrainer.
- Ab Mai 2016 lehrte er an der Dualen Hochschule, zuletzt blieb er der Schule weiter treu.
- Gundula Glaser unterrichtete seit dem Schuljahr 2014/2015 breit und war im Personalrat aktiv.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Manche Personalakten erzählen ganze Lebensgeschichten, andere beschränken sich auf das Wesentliche.
Über die ersten beruflichen Stationen von Andreas Heinrich hat die Feintechnikschule daher lediglich erfahren: in Hagen geboren, eine Lehre absolviert und anschließend studiert.
„Dafür ist sein Weg an unserer Schule umso besser dokumentiert, und vielen von uns noch sehr lebendig in Erinnerung“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Im September 1998, also vor beinahe 28 Jahren, wurde Andreas Heinrich der Staatlichen Feintechnikschule mit Technischem Gymnasium in der Schwenninger Rietenstraße als Referendar zugeteilt. Eingestellt wurde er damals von Schulleiter Werner Bogenschütz. Seine Ausbildungsfächer waren Nachrichtentechnik, Sport und Erziehungswissenschaft. Zu seinen Ausbildungslehrern gehörte unter anderem auch der heutige Schulleiter Thomas Ettwein im Fach Nachrichtentechnik. Vermutlich war er sogar sein erster Referendar, nachdem er selbst 1993 an die Schule gekommen war.
Sein Markenzeichen
„Schon früh zeigte sich, dass hier ein Kollege ausgebildet wurde, der fachliche Kompetenz mit praktischer Erfahrung und einem klaren pädagogischen Standpunkt verband. In der Beurteilung als Schulleiter vom Mai 1999 bescheinigte ihm Ettwein eine sehr gute Stoffbeherrschung. Er brachte seine eigene Berufspraxis gewinnbringend in den Unterricht ein, trat kompetent auf und zeigte ein vorbildliches erzieherisches Verhalten“, schreibt die Schule.
Rudi Straetker, ein ehemaliger Kollege, ergänzte treffend, Andreas Heinrich lege großen Wert auf Disziplin. Wer ihn kennt, dürfte darin bereits einige seiner späteren Markenzeichen wiedererkennen. Im Rahmen der schulpraktischen Ausbildung war Andreas Heinrich mit zwei Lehrerwochenstunden an die David-Würth-Schule abgeordnet. Im Juli 1999 absolvierte er außerdem ein einmonatiges Betriebspraktikum in der Abteilung Berufsausbildung bei Mannesmann VDO.
Stillstand war für Andreas Heinrich nie eine Option. Im Schuljahr 2001/2002 begann er die Fortbildung zum CISCO-Instruktor, die er im April 2003 erfolgreich abschloss. Dazwischen wurde er im April 2002 zum Beamten auf Lebenszeit ernannt. Zahlreiche weitere Fortbildungen sollten folgen und zeigen, mit welcher Offenheit er technische Entwicklungen aufgriff und in seine Unterrichtsarbeit integrierte.
Bei Deutscher Meisterschaft
Auch außerhalb der Schule blieb Andreas Heinrich ausgesprochen aktiv. 2004 qualifizierte er sich für die Deutsche Karatemeisterschaft. Seit etwa 2005 wurde er Landesstützpunkttrainer Kata und war damit an der Spitzenförderung des Karatenachwuchses im Land beteiligt. Spätestens seit 2009 war er sogar „polizeilich bekannt“, glücklicherweise ausschließlich im besten Sinne: In diesem Jahr erhielt er sein Zertifikat als Gewaltschutztrainer.
Über viele Jahre prägte er insbesondere das Technische Gymnasium. 24 Jahre lang arbeiteten Heinrich und Ettwein dort parallel: Er im Hardwarebereich, Ettwein in der Software. „Diese lange gemeinsame Zeit war von fachlichem Austausch, gegenseitiger Unterstützung und vielen gemeinsamen Erfahrungen geprägt“, so die Schule.
Ab Mai 2016 übernahm er einen Lehrauftrag an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Gleichzeitig entwickelte sich auch sein Engagement im Karatesport stetig weiter. Ab Oktober 2016 betreute er den Landeskader des Karateverbandes Baden-Württemberg. Fachlehrer, Hochschuldozent, Gewaltschutztrainer und Leistungssporttrainer – die Bandbreite seiner Tätigkeiten ist bemerkenswert. Eigentlich sollte das Schuljahr 2025/2026 bereits den vorgezogenen Übergang in den Ruhestand markieren. Ganz ohne Schule ging es dann aber doch noch nicht und Andreas Heinrich blieb der Feintechnikschule weiterhin im Einsatz erhalten. Zum 31. Juli trat er nun in den Ruhestand.
Gundula Glaser
Mit dem Ende des Schuljahres verabschiedete die Feintechnikschule des Weiteren Gundula Glaser in den wohlverdienten Ruhestand. „Ihr beruflicher Weg ist geprägt von großer fachlicher Kompetenz, vielfältigen Erfahrungen und einem außergewöhnlichen Engagement für die berufliche Bildung“, schreibt die Schul. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Diplomstudiums in der Fachrichtung Informationstechnik an der Technischen Universität Dresden 1986 arbeitete Gundula Glaser zunächst als Diplom-Ingenieurin für Schaltkreisentwurf am Zentrum für Forschung und Entwicklung des Elektroapparatewerkes in Berlin. Von 1991 bis 2005 war sie als Dozentin in der Erwachsenenbildung im Bereich Elektrotechnik tätig und leitete ab 2002 die Geschäftsstelle der Firma elop GmbH in Karlsruhe.
Nach einer Tätigkeit als selbstständige Referentin entschied sie sich für einen beruflichen Neuanfang im Schuldienst. Nach Stationen in Oberndorf und Sulz wurde sie zum Schuljahr 2014/2015 an die Staatliche Feintechnikschule mit Technischem Gymnasium abgeordnet. In Schwenningen war sie in zahlreichen Bildungsgängen und Schularten eingesetzt, darunter in der Berufsfachschule, den Industriemeistern, dem Technischen Gymnasium und den Technikern.
Über den Unterricht hinaus brachte sie sich aktiv in die Schulgemeinschaft ein. Seit 2019 war sie Mitglied des Personalrats. 2021 übernahm sie die Koordination der Sommerschule. 2026 stellte sie den Antrag auf Versetzung in den Ruhestand.
