Ärger in Unterkirnach: Deshalb rumort es um die gesperrte Treppe

Für den Erhalt dieser Treppe zwischen dem Eichhaldeweg und der Talstraße hat sich in Unterkirnach eine Interessengruppe zur ehrenamtlichen Treppeninstandsetzung zusammengetan.
Ulrich SchlenkerDie gesperrte Treppe vom Eichhaldeweg zur Talstraße kam in der jüngsten Gemeinderatssitzung erneut zur Sprache.
Berthold Hettich von der Interessengruppe zur ehrenamtlichen Treppeninstandsetzung meldete sich zu Wort. „Wir wollen wenigstens wissen, warum es hier nicht zu einer schnelleren Entscheidung kommt“, forderte er.
Dabei verwies er auf einen offenen Brief vom 25. Juli, der von ihm selbst, Bernhard Uhl, Fritz Mayer, Patrick Günter und Timo Pfaff unterschrieben ist. Das Schreiben ist an Bürgermeister Andreas Braun gerichtet und wurde auch allen Mitgliedern des Gemeinderats zur Kenntnis gegeben.
Brief spannt Bogen
Der Brief spannt den Bogen vom Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 2020, die Treppe Talstraße – Eichhaldeweg aufgrund von Mängeln zurückzubauen. Er geht dann auf verschieden Gespräche mit der Verwaltung zum Thema der von der Gruppe vorgeschlagenen ehrenamtlichen Sanierung der Treppe ein, wobei auch der Wunsch nach einer Übernahme der Materialkosten von geschätzt 8000 Euro geäußert worden sei.
Dass es bis heute nicht zu einer erneuten Debatte im Gemeinderat über die mögliche Treppensanierung gekommen ist, ärgert die Interessengruppe. „Wir empfinden das als klare Missachtung des bürgerschaftlichen Engagements“, heißt es in ihrem Schreiben.
Gemeinderat Patrick Seng sagte, dass es ihm wichtig sei, nach der Sommerpause in den Dialog zu treten. Bürgermeister Andreas Braun erwähnte, dass er der Interessengruppe vor kurzem den Vorschlag unterbreitet habe, die Treppe zu pachten. Das sei aber abgelehnt worden, ergänzte er. Mit Blick auf die zeitliche Priorisierung verwies Braun darauf, dass die Einarbeitung von Julian Bach in seine Aufgabe als neuer Hauptamtsleiter zunächst Vorrang gehabt habe.
Querung der Talstraße
Wenn sich der Gemeinderat nach den Sommerferien mit der Treppenfrage beschäftigt, soll auch die bestmögliche Lösung zur Querung der Talstraße Gegenstand der Gemeinderatsdebatte sein.
Vorläufig bleibt die Treppe gesperrt. Sie wird bis zur neuen Entscheidung des Gemeinderats aber zumindest nicht rückgebaut.