Verbindungsweg in Unterkirnach: So geht es mit der gesperrten Treppe weiter

Der Erhalt dieser Treppe zwischen dem Eichhaldeweg und der Talstraße ist Anwohnern wichtig. Sie bringen eine ehrenamtliche Sanierung ins Spiel.
Ulrich SchlenkerEine Gruppe rühriger Unterkirnacher ist mit dem Vorschlag an die Gemeinde herangetreten, die Treppe in ehrenamtlicher Eigenarbeit selbst zu sanieren.
Bürger Berthold Hettich verlas ein Protokoll zu einem Gespräch mit Bürgermeister Andreas Braun, in dem von einem Kostenrahmen von 7000 Euro für das von der Gemeinde zu übernehmende Material die Rede ist.
Vor dem etwa drei Jahre alten Gemeinderatsbeschluss zum Treppenrückbau hatten Kosten von weit über 40 000 Euro für die Sanierung der Steiltreppe im Raum gestanden.
Bürgermeister Braun blickt zurück
Bürgermeister Braun ging vor der Debatte im Gemeinderat auf den gesamtheitlichen Rückblick im Zusammenhang mit der Diskussion um verkehrstechnische Verbesserungen bei der Überquerung der Talstraße durch Fußgänger ein.
„Auch bei einer Instandsetzung der Treppe ist eine Querungshilfe in der Talstraße nicht vom Tisch“, verwies er auf das Ergebnis einer Verkehrsschau. „Ist eine Querungshilfe wirklich so etwas Wichtiges?“, fragte Gemeinderätin Cornelia Ries mit Blick auf die langjährige Unfallfreiheit während der Nutzung der Steiltreppe. „Wir müssen nun Nägel mit Köpfen machen“, sprach sie sich für die Instandsetzung durch engagierte Bürger aus.
Fraktion sieht Plan positiv
Sabine Wagner ließ wissen, dass die Fraktion „Gemeinsam für Unterkirnach“ die ehrenamtliche Treppensanierung positiv sehe.
Ganz so schnell wollten da die Mitglieder aus der CDU-Fraktion nicht mitgehen. „Es gilt noch die alte Beschlusslage des letzten Gemeinderats zum Treppenrückbau“, sagte Susanne Ciampa.
CDU-Sprecher Martin Kuberczyk sprach außerdem versicherungs- und baurechtliche Fragen an. „Unsere Fraktion will deshalb, dass wir heute noch nicht entscheiden“, betonte er.
Rücknahme eines Gemeinderatsbeschlusses
Bürgermeister Braun wies den Vorschlag von Lena Mayer zurück, dass er selbst wegen der geringen Kosten ohne Beschluss des Ratsgremiums entscheiden könne. Die Rücknahme eines bestehenden Gemeinderatsbeschlusses gehe nur durch einen neuen Beschluss durch den Gemeinderat, machte er deutlich.
Wie soll es nun in der Unterkirnacher Treppenfrage weitergehen? Zunächst wird Braun gemeinsam mit Berthold Hettich klären, wie eine versicherungsrechtliche Absicherung der ehrenamtlichen Sanierungsarbeiten durch die Berufsgenossenschaft möglich ist. Danach wird es im Gemeinderat eine neue Beschlussvorlage geben.
Ein Gesamtpaket
Beide Gemeinderatsfraktionen waren sich darüber einig, dass es dabei um ein Gesamtpaket aus Treppensanierung und Querungshilfe gehen müsse. Bis dahin wird die Treppe nicht zurückgebaut, bleibt aber für Passanten gesperrt.