Zeitreise in Linach: Wilder Michel wird zum Mittelalterdorf

Hier schießt der Meister Wolfgang Hölderlin – genannt Lehmi – beim sechsten Michelaltermarkt in Linach mit Pfeil und Bogen.
Hans-Jürgen Kommert- Der „Michelaltermarkt“ verwandelte den Wilden Michel in Linach in ein Mittelalterdorf.
- Neuer Veranstalter war Met-Anbieter Maximilian Koch, unterstützt von Ramona Müller.
- Weniger Lager als früher: Nur das Ravnvolk war vor Ort, Vox Ferrea zeigte Schaukämpfe.
- Highlights boten Bogenschießen mit „Lehmi“ und die Feuershow der Gruppe Ancalima.
- Das Wetter hielt bis auf einen morgendlichen Schauer, abends war es herbstlich kühl.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zum sechsten Mal verwandelte sich der „Wilde Michel“ in Linach in ein mittelalterliches Dörfchen – es war Zeit für den „Michelaltermarkt“. Doch in diesem Jahr hat sich die Szene der Marketender etwas ausgeweitet – und auch der Veranstalter ist ein anderer. Nicht mehr Urs und Ute Fischbach geben die Kommandos, vielmehr ist es einer der früheren Beschicker, der Met-Anbieter Maximilian Koch, bekannt als „Maximus Met“, unterstützt durch seine Freundin Ramona Müller.
Im kleinsten Ortsteil von Furtwangen geht ganz schön was ab, was vor allem dem „Wilden Michel“ geschuldet ist. Vor etwa sieben Jahren erwarben Urs und Ute Fischbach den Hof, gemeinsam mit einigen anderen. Mit vielen neuen Ideen haben sie den schon damals bestehenden kleinen Campingplatz deutlich erweitert. Es gibt eine Vesperstube für Wanderer, vor allem aber immer wieder besondere Events. Von Akkordeon- über Blasmusik bis hin zum Heavy-Metal-Festival ist beim Wilden Michel immer etwas los.
Nun waren wieder einmal sonderbar gekleidete Menschen unterwegs, die zum „Michelaltermarkt“ lockten. Leider waren es heuer deutlich weniger Akteure des mittelalterlichen Volkes – von einst vier bis fünf „Stämmen“ hatte sich nur mehr das „Ravnfolk“ eingefunden.
„Uns fehlt derzeit ganz einfach der Platz für weitere Stämme. Bereits seit längerer Zeit läuft der Antrag, den Markt nach unten in den Wald zu legen“, betonte Urs Fischbach im Gespräch mit unserer Redaktion. Dafür seien aber mehr Stände von Marketendern vorhanden. Immerhin wurde das Ravnfolk diesmal durch die „Historische Schaukampfspektakeley“ Vox Ferrea unterstützt, die tolle Schwertkämpfe zeigten.

Die Gruppe Vox Ferra zeigte Schwertkämpfe, die nach einer festen Choreografie eingeübt wurden.
Hans-Jürgen KommertMittelalterliches Lagerleben, Marketenderstände, Met (Honigwein) vom Veranstalter, Lagerfeuer, Feuershows, Schaukämpfe oder Bogenschießen mit „Lehmi“, der Bögen wie Pfeile selbst herstellt, wetteiferten miteinander. Da es nur ein Lager – das der Wikingergruppe Ravnfolk – gab, zeigten sich die Akteure in diesem Jahr deutlich weniger kämpferisch als in den Vorjahren. Die Schaukämpfe der Schaukampfspektakeley wurden ausschließlich von deren Mitgliedern ausgeführt. Die Besucher waren aber auch zum Bogenschießen eingeladen oder hatten die Möglichkeit, einen Blick ins Lager zu werfen und das eine oder andere selbst zu entdecken.

Eine spektakuläre Feuershow bietet die Gruppierung „Ancalima“, hier mit der „Feuerhexe“ Lili.
Hans-Jürgen KommertEine Show der absoluten Spitzenklasse war einmal mehr die Feuershow der Gruppe „Ancalima“, mit „Feuerhexe“ Lili, „Dragon Scales“ Gerd und Ria, die „Tanzende im Höllenfeuer“. Das Trio durfte sich immer wieder über Zwischenapplaus für ganz besonders atemberaubende Szenen freuen. Sie alle agierten mit sehr kraftvollen und dennoch harmonischen Bewegungen mit den unfassbar heißen Utensilien. Sie durften ihre tolle Show auch nicht ohne Zugabe beenden.
Erfreulicherweise hielt das Wetter – unterbrochen durch einen frühmorgendlichen Schauer am Samstag – bei allerdings herbstlichen Temperaturen am Abend.
