Waldmobil hält in Königsfeld: Unterricht zwischen Bäumen und Füchsen

So kreativ kann es sein, wenn das Waldmobil zu Gast ist – die Kinder zeigen ihre selbstgefertigten Masken der verschiedenen Fuchsarten.
Karlheinz HoffmannDas Waldmobil war zu Gast bei der Axel-Strecker-Grundschule. Waldpädagogin Melanie Olfert hatte das Klima und die Füchse als Thema ihres Besuchs gewählt. Ihren letzten Unterricht verbrachten die Kinder der Klassen 1 und 2 mit ihren Klassenlehrerinnen deshalb kurzerhand im Wald.
Zu Fuß ging es von der Schule an den Waldrand beim Grundweg. Hier wartete schon Melanie Olfert. Sie übernahm den Unterricht am Waldesrand.
Kinder bringen viel Wissen mit
Um auf das Thema Klima näher einzugehen, wurde erst einmal das Wetter beleuchtet. Es herrschte gerade sonniges, warmes Frühlingswetter, während am vorangegangenen Wochenende noch die Eisheiligen mit sehr kühlen Temperaturen zu spüren waren, wussten die Kinder zu berichten. Erstaunlich war, was die Kinder schon alles zum Thema Klima äußerten. So stellten sie fest, dass aktuell alles darauf hinauslaufe, dass es wärmer wird. Ganz anders also, als das in der Eiszeit einmal gewesen sein müsse.
Im Wald angekommen, erläuterte Melanie, wie sie genannt werden durfte, anhand eines beschädigten Baumes, dass hier der Borkenkäfer am Werk war. Und sie sensibilisierte die Kinder für allerlei – etwa dafür, dass Bäume mit fehlender Rinde besser nicht geschüttelt werden sollten – eventuell seien sie so stark beschädigt, dass diese dann umfallen könnten.
Wenn Frischluft fehlt
Mit Atemübungen wurde das Thema CO2 ins Spiel gebracht. Für die Kinder ging es nun ans praktische. Sie durften Material zusammen suchen um auf dem Waldboden einen Baum auszulegen. Wurzelwerk wurde schnell gefunden. Kleinere Baumstämme wurden mit vereinten Kräften angeschleppt und an die Wurzel angefügt. Mit einer Plane gab es anschließend ein Experiment: Alle Kinder hockten sich für eine kurze Zeit unter der Plane. So sollte der Stau von CO2 simuliert werden. Die Kinder empfanden bei der anschließenden Besprechung die Luft als stickig – klar: Frischluft fehlte.
Die Plane wurde aber auch benutzt, um durch verschiedene Bewegungen der Plane Effekte von Windstille bis Sturm zu erzielen. Zur verdienten Vesperpause ging es wieder an den Waldrand.
Jeder Fuchs hat ein Problem
Frisch gestärkt, wartete der zweite Thementeil mit dem Thema Füchse auf die Kinder. Mit Handpuppen gab Melanie einen Einblick in verschiedene Erdteile, die alle verschiedene Probleme haben. Rosi, der Rotfuchs ging auf hiesige ein, die auch der Wärme geschuldet sind und wo der Borkenkäfer ein wesentlicher Bestandteil ist. Polli, der Polarfuchs, berichtete über schmelzendes Eis. Wolfi, der Wüstenfuchs, hilft sich bei fehlenden Wasserstellen mit dem Verzehr eines Käfers, der Flüssigkeit spendet. Zu guter Letzt kam Graufuchs Gustav zu Wort: Immer mehr Hochhäuser verdrängten seinen Lebensraum, weil es auch immer weniger Wald gibt.
Nach soviel Wissenswertem durften die Kinder eine Maske basteln mit Motiven der verschiedenen Füchse. Danach ging es zurück zur Schule und von hier aus in die Pfingstferien. Melanie Olfert bedankte sich und wird sicherlich bei passender Gelegenheit wieder einmal in Neuhausen vorbeischauen.