Unterrichten am Limit: Triberger Gymnasium kämpft mit maroden Fachräumen

Schulleiter Oliver Kiefer demonstriert den Triberger Gemeinderatsmitgliedern den Ist-Zustand der naturwissenschaftlichen Fachräume.
Hans-Jürgen Kommert- Schwarzwaldgymnasium Triberg: Besichtigung zeigt gravierenden Sanierungsbedarf.
- Defekte Gas- und Stromleitungen verhindern Experimente an Schülertischen.
- Viele „Fachräume“ sind nur umgewidmete Klassenzimmer, Geräte teils veraltet.
- Physik besonders betroffen – ein Raum ohne funktionierende Schaltung, der andere klein.
- Mit Rückkehr zu G9 fehlen künftig Klassenräume, Abweisungen gefährden Zweizügigkeit.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
„Überstunden“ standen bei der jüngsten Sitzung des Triberger Gemeinderats an: Das Gros der Ratsmitglieder schaute sich die Fachräume des Schwarzwaldgymnasiums an, die demnächst für sehr viel Geld komplett modernisiert und auf heutiges Niveau gebracht werden.
Schulleiter Oliver Kiefer zeigte den Anwesenden den Ist-Zustand der Räume, wie sie seit Jahrzehnten ohne zwischenzeitliche „Restaurierung“ bestehen. So seien praktisch alle Gas- und Stromleitungen zu den Schülertischen mittlerweile defekt, sodass „eigene“ Experimente nicht mehr durchführbar seien. Einige der Fachräume seien eigentlich nichts anderes als Klassenzimmer, die man schlicht zu Fachräumen erklärt habe. Und die „Werkstätten“, in denen sich die Lehrer ihr Unterrichtsmaterial zusammenstellten, seien mit hoffnungslos veralteten und teils nicht mehr funktionierenden Geräten ausgestattet.
Wer nach der Besichtigung der Chemie- und Biologie-Räume gemeint hatte, er hätte die Not erkannt, musste sich eingestehen, dass die Krönung einen Stock höher lag – in den beiden Physikräumen. Der eine ohne jegliche funktionierende Schaltung, der andere ein einfaches, eher klein geratenes Klassenzimmer.

Schulleiter Oliver Kiefer zeigt den Ratsmitgliedern, wie die Fachräume geplant sind
Hans-Jürgen Kommert„Wenn ich jetzt schon die Gelegenheit habe, es anzusprechen: Durch die Rückkehr zum neunklassigen Gymnasium (G9) fehlen uns in ein paar Jahren zusätzlich Klassenräume. Wer nun meint, man sei doch früher auch G9 gewesen, da müssten die Räume doch ausreichen, liegt falsch“, betonte Oliver Kiefer. Nach dem Umbau zu G8 habe man einige Klassenräume umfunktioniert. So sei beispielsweise ein Zimmer der Erweiterung der Pausenhalle zum Opfer gefallen, andere wurden zu Computerräumen.
Diese Klassenräume seien wichtig, da man ansonsten unter Umständen Schüler aus dem Kinzigtal abweisen müsse. „Wir haben in diesem Jahr allein 17 Schüler aus Richtung Hornberg. Und wenn wir die einmal abweisen, sind die weg und kommen nie wieder, was auf Dauer die Zweizügigkeit gefährdet“, betonte der Schulleiter. Als Beispiel nannte er das Fürstenberg-Gymnasium in Donaueschingen, das nach Abweisung der Schüler aus Löffingen während eines Umbaus nunmehr keine Schüler von dort habe.
