Zum Studium motivieren: Gymnasium Triberg unterzeichnet Vereinbarung

Das Triberger Gymnasium wird Partnerschule der gemeinnützigen Organisation Arbeiterkind.de.
Raphael SickingerArbeiterkind.de, Deutschlands größte gemeinnützige Organisation für alle, die als Erste in ihrer Familie studieren, freut sich sehr, mit dem Schwarzwald-Gymnasium Triberg künftig als Partnerschule zu kooperieren.
Am 25. Juni besiegelten die gemeinnützige Organisation und die Schule eine Kooperationsvereinbarung mit der Übergabe eines Partnerschulschilds. Als Arbeiterkind.de- Partnerschule stellt das Schwarzwald-Gymnasium sicher, dass die Schüler und Schülerinnen regelmäßig über die Möglichkeiten eines Studiums informiert werden.
Bei den geplanten gemeinsamen Informationsveranstaltungen beantworten die Ehrenamtlichen von Arbeiterkind.de Fragen wie „Warum studieren?”, „Was studieren?” oder „Wie finanzieren?“ und machen den Schülern Mut zum Studium, indem sie ihre eigenen Bildungsgeschichten erzählen.
Schulleiter Oliver Kiefer und der zuständige Lehrer für die Berufsorientierung, Fabian Niederprüm, nahmen das Partnerschulschild von Ulrike Feder, Arbeiterkind.de-Bundeslandkoordinatorin für den ländlichen Raum in Baden-Württemberg und Bayern, sowie dem Ehrenamtlichen Benjamin Hertweck entgegen.
Soziale Herkunft sollte keine Rolle spielen Bereits nach dem ersten Besuch der Ehrenamtlichen von Arbeiterkind.de am Schwarzwald-Gymnasium im Juli 2024 zeigte sich Schulleiter Oliver Kiefer überzeugt vom Konzept: „Unsere Schülerinnen und Schüler waren begeistert. Bei der Infoveranstaltung von Arbeiterkind.de gab es praktische, unabhängige und mutmachende Informationen zum Studium. Das ist eine wunderbare und wichtige Ergänzung unserer Berufsorientierung. Wir möchten weiter regelmäßig mit Arbeiterkind.de zusammenarbeiten und Partnerschule werden.“
Umso erfreulicher, dass knapp zwei Jahre später nun die Partnerschulvereinbarung mit Arbeiterkind.de unterschrieben werden konnte. „Wir freuen uns wirklich sehr über die Zusammenarbeit mit Arbeiterkind.de und darüber, künftig offiziell Partnerschule sein zu dürfen.”, betont Kiefer.
„Gerade für unsere Schülerinnen und Schüler ist Ihre Arbeit von enormer Bedeutung. Junge Menschen auf ihrem Bildungsweg zu bestärken, Chancen sichtbar zu machen und Mut für den eigenen Weg zu geben, ist etwas unglaublich Wertvolles – und passt in vielerlei Hinsicht sehr gut zu unserem und meinem Verständnis von Schule.”
Die Partnerschulvereinbarung zwischen dem Schwarzwald-Gymnasium und Arbeiterkind.de ist aus dem persönlichen Engagement von Selina Lehmann heraus entstanden, die früher selbst Schülerin an der Schule war. Als sie erfuhr, dass der Ortenaukreis als Pilotregion für das neue Arbeiterkind.de-Projekt „Schulbesuche im ländlichen Raum in Bayern und Baden-Württemberg” ausgewählt wurde, schlug sie ihre ehemalige Schule kurzerhand für eine Kooperation vor.
„Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein Universitätsstudium im persönlichen Umfeld häufig nicht präsent ist und auf den ersten Blick nicht finanzierbar erscheinen mag”, erklärt die engagierte Mentorin. „Daher finde ich es wichtig, dass Arbeiterkind.de hier aufklärt, sodass sich die Schülerinnen und Schüler gut informiert zwischen den vielen verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten entscheiden können.”
Mit der neuen Partnerschaft möchte sie Jugendlichen aus nichtakademischen Familien den Weg ebnen, den sie selbst gegangen ist.
Die Bildungslaufbahn ist in Deutschland noch immer eng mit dem Elternhaus verknüpft: Von 100 Kindern aus nichtakademischen Familien nehmen nur 25 ein Studium auf. Von 100 Akademikerkindern studieren dagegen 78 (DZHW Brief 2/2024). Deshalb ermutigt Arbeiterkind.de seit 2008 Schüler aus Elternhäusern ohne akademische Tradition zum Studium und begleitet sie vom Studieneinstieg bis zum Studienabschluss und Berufseinstieg.
Die spendenfinanzierte Organisation lebt dabei vom Engagement der Tausenden Ehrenamtlichen in bundesweit 80 lokalen Gruppen. Die Engagierten sind selbst Studierende der ersten Generation und erreichen Schüler so auf Augenhöhe. Sie erzählen an Schulen ihre eigene Bildungsgeschichte und ermutigen durch das persönliche Beispiel.