Trotz Mehrkosten
: Touristen in St. Georgen profitieren weiterhin von Konus-Karte

Sie wird teurer. Dennoch sollen Touristen in St. Georgen auch weiterhin von der Konus-Karte profitieren können. Aber was bietet die eigentlich? Und wie stark steigt der Preis?
Von
Helen Moser
St. Georgen
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St. Georgen Schwarzwaldbahn

Die Konus-Karte bringt Touristen kostenlos mit Bus und Bahn durch den Schwarzwald – auch mit der Schwarzwaldbahn, hier nahe des St. Georgener Klosterweiher zu sehen. (Archivfoto)

Helen Moser
  • St. Georgen hält an der Konus-Karte fest, trotz steigender Umlage für die Stadt.
  • Die Karte gilt als Freifahrtticket im Nahverkehr in teilnehmenden Verbünden in 2. Klasse.
  • Neu ab dem kommenden Jahr: Anreise im Konus-Gebiet und digitale Gästekarte sind enthalten.
  • Umlage steigt von 0,5029 auf 0,7009 Euro brutto pro Übernachtung ab Anfang 2027.
  • Eine Kurtaxe-Anpassung ist möglich, entschieden ist das nicht; Übernachtungen steigen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Kostenlos mit Bus und Bahn quer durch den Schwarzwald – das verspricht die Konus-Gästekarte. Nach Angaben der Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) geben etwa 9000 Gastgeber in rund 150 Gemeinden im Schwarzwald die Karte an ihre Gäste aus. Eine dieser Kommunen ist St. Georgen.

Damit Touristen, die sich für einen Urlaub in der oder rund um die Bergstadt entscheiden, auch künftig von der Konus-Karte profitieren können, muss St. Georgen eine neue Kooperationsvereinbarung mit der STG eingehen. Das Wichtigste vorneweg: Die Konus-Karte wird teurer.

Was ist die Konus-Karte?

Grob gesagt ist die Konus-Karte laut STG ein „Freifahrtticket für Busse und Bahnen in der Ferienregion Schwarzwald“. Konkret heißt das: Während ihres Aufenthalts können Feriengäste im Nahverkehr in allen Bussen und Bahnen der teilnehmenden Verkehrsverbünde kostenlos in der zweiten Klasse reisen. Mehr als 600 Bus- und Bahnlinien sind nach Angaben der STG insgesamt inbegriffen, auch die Straßenbahnen und Busse der Städte Freiburg und Karlsruhe. Ausgeschlossen sind jedoch ICE-, IC-, EC- und ECE-Verbindungen sowie Bergbahnen.

Ab dem kommenden Jahr gebe es zudem einen weiteren „Mehrwert für die Touristen“, erklärte Brigitte Stengel, die im Rathaus das Sachgebiet Bildung und Soziales leitet, in der Sitzung des Gemeinderats: Dann sei auch die Anreise innerhalb des Konus-Gebiets mit den öffentlichen Verkehrsmitteln enthalten, ebenso wie die digitale Konus-Gästekarte. Zur Abreise kann die Konus-Karte bereits genutzt werden.

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Wer erhält eine Konus-Karte?

Anrecht auf eine Konus-Karte haben alle Besucher, die in St. Georgen Kurtaxe bezahlen. Das trifft grundsätzlich auf alle Übernachtungsgäste zu. Von der Kurtaxe-Pflicht ausgenommen sind laut Kurtaxesatzung der Stadt St. Georgen jedoch beispielsweise Übernachtungsgäste in Schulland- und Freizeitheimen sowie Teilnehmer von Tagungen, Lehrgängen und Kursen. Sie erhalten demnach auch keine Konus-Karte.

Wer eine Konus-Karte erhält, muss diese jedoch noch nicht unbedingt nutzen: Laut einer Umfrage von Konus unter Übernachtungsgästen nutzen 42 Prozent der Gäste die Karte, wie es in der Sitzungsvorlage für den Gemeinderat heißt.

Wie viel teurer wird die Konus-Karte für St. Georgen?

Finanziert wird die Konus-Karte über Umlagen, welche die Stadt St. Georgen pro Gast und Übernachtung an die STG zahlt. Ihre bisherige Höhe ist in einer Kooperationsvereinbarung aus dem Jahr 2021 niedergeschrieben. Bislang lag die Umlage bei 0,5029 Euro brutto. Künftig, ab Anfang 2027, soll der Betrag etwa 40 Prozent höher liegen: bei 0,7009 Euro brutto pro Übernachtung.

Wieso steigt der Preis der Konus-Karte?

Wie es in der Sitzungsvorlage für den Gemeinderat heißt, wird die Umlage im Zuge einer neuen Kooperationsvereinbarung zwischen Stadt und STG neu festgelegt. Die alte Vereinbarung läuft mit dem Jahresende aus. Angepasst werden soll die Umlage den Angaben der Stadtverwaltung zufolge im Hinblick auf die Tarifsteigerungsraten der teilnehmenden Verkehrsverbünde über die vergangenen Jahre.

Steigt jetzt auch die Kurtaxe?

„Kostenlos“, heißt es auf der Webseite der SGT, werde die Konus-Karte Gästen in den teilnehmenden Gemeinden bei ihrer Ankunft „in die Hand“ gedrückt. Theoretisch ist das richtig – den Feriengästen entstehen keine zusätzlichen Kosten, wenn sie die Konus-Karte erhalten. Rein praktisch werden die Kosten jedoch durch die Kurtaxe refinanziert.

In der Sitzungsvorlage für den Gemeinderat heißt es daher über die höhere Konus-Umlage: „Für eine entsprechende Kostenneutralität für die Gemeinde müsste aller Voraussicht nach die Kurtaxe entsprechend angepasst werden, was nach der durch Konus durchgeführten Umfrage für die Übernachtungsgäste kaum entscheidungsrelevant für Gäste ist.“ Bislang ist eine eventuelle Kurtaxe-Erhöhung jedoch nicht beschlossen. Aktuell liegt die Kurtaxe in St. Georgen laut Satzung bei 2,50 Euro für Personen ab 16 Jahren und bei einem Euro für Personen bis 15 Jahren. Kinder unter sechs Jahren zahlen keine Kurtaxe.

Die Übernachtungszahlen

Erfreulich entwickeln sich nach Angaben der Stadtverwaltung St. Georgen die Übernachtungszahlen. Den Angaben in der Sitzungsvorlage für den Gemeinderat zufolge stiegen die Übernachtungszahlen im Vergleich von 2025 zu 2024 um 9,6 Prozent. Im laufenden Jahr „lässt sich – vorbehaltlich nachzureichender Daten der Gastgeber – laut den aktuellen Zahlen der HTG erkennen, dass im Februar 2026 im Vergleich zu 2025 rund 31 Prozent mehr Ankünfte und rund 48 Prozent mehr Übernachtungen in St. Georgen zu verzeichnen sind. Auch eine leichte Steigerung der Ankünfte im Mai 2026 ist erkennbar.“