Straßenlaternen in St. Georgen
: LED-Umrüstung wird teurer – und bleibt dennoch ein Schnäppchen

Groß war die Freude im St. Georgener Gemeinderat, weil die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED viel günstiger ist als ursprünglich geplant. Nun kommen doch noch einmal Kosten hinzu.
Von
Helen Moser
St. Georgen
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Die Straßenbeleuchtung in ganz St. Georgen wird schon bald mit LED-Leuchten ausgestattet sein – und das deutlich günstiger als ursprünglich gedacht. (Archivfoto)

Die Straßenbeleuchtung in ganz St. Georgen wird schon bald mit LED-Leuchten ausgestattet sein – und das deutlich günstiger als ursprünglich gedacht. (Archivfoto)

Helen Moser
  • St. Georgen rüstet die Straßenbeleuchtung flächendeckend auf LED um – günstiger als erwartet.
  • Nachtrag über knapp 112.000 Euro: 23 Masten werden ersetzt, dekorative Leuchten nachgerüstet.
  • Retrofit-Einsätze sparen Kosten, da teure Sonderleuchten nicht komplett getauscht werden.
  • Auch Hess- und Siemens-Leuchten werden umgerüstet, um eine einheitliche Anlage zu erreichen.
  • Bereits verbaute LED-Leuchtmittel werden ausgebaut und gesammelt in Nebenstraßen genutzt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ursprünglich war man in St. Georgen einmal davon ausgegangen, dass die flächendeckende Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED 1,2 Millionen Euro kosten würde, dann verringerte sich der Betrag auf etwa 800.000 Euro. Die Kostenschätzung lag bei rund 580.000, bevor die Arbeiten schließlich für knapp 370.000 Euro vergeben wurden.

Es war eine bemerkenswerte Kostenentwicklung, auf die Alexander Tröndle, Leiter des städtischen Bauamts, in jüngster Sitzung des Technischen Ausschusses zurückblickte – und eine, die ganz entschieden gegen den allgemeinen Trend der Verteuerung geht.

Wobei: Nun wird die Gesamtmaßnahme doch noch einmal etwas teurer. In seiner Sitzung vergab das Gremium weitere Arbeiten im Rahmen der LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtung für knapp 112.000 Euro ans Unternehmen EGT Energie aus Triberg.

Den Hintergrund der weiteren Ausgaben beleuchtete Tröndle in der Sitzung. Demnach wurde festgestellt, dass insgesamt 23 Laternenmasten in der Stadt nicht mehr den technischen Anforderungen entsprechen – auch weil sich durch die neuen LED-Leuchten der Sitzungsvorlage zufolge die Windangriffsfläche vergrößert, „wodurch eine statische Mehrbelastung der Masten entsteht“. Die 23 Masten sollen nun ersetzt werden, wenn die EGT-Mitarbeiter ohnehin an den Straßenlaternen im Einsatz sind.

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Auch dekorative Leuchten werden auf LED umgerüstet

Das ist jedoch nur ein Teil der Arbeiten, welche in den knapp 112.000 Euro enthalten sind: Inbegriffen ist auch die Nachrüstung einiger besonderer dekorativer Straßenlaternen. Dafür werden Tröndle zufolge sogenannte Retrofit-Einsätze genutzt, damit nicht die gesamten, teils sehr hochpreisigen Leuchten ausgetauscht werden müssen.

Auch die speziellen dekorativen Leuchten – wie hier in der Friedrichstraße – werden auf LED-Technik umgerüstet.

Auch die speziellen dekorativen Leuchten – wie hier in der Friedrichstraße – werden auf LED-Technik umgerüstet.

Helen Moser

Die Umrüstung der Hess- und Siemens-Leuchten im Stadtgebiet auf LED-Technik war im ursprünglichen Vergabeumfang nicht berücksichtigt. Nun sollen die Leuchten aber ebenfalls umgerüstet werden, um, wie es in der Sitzungsvorlage für den Technischen Ausschuss heißt, „eine einheitliche, technisch zukunftsfähige und energieeffiziente Beleuchtungsanlage herzustellen“.

Kosten steigen – und sind doch noch niedriger als gedacht

Damit steigen die Gesamtkosten der Maßnahme. Dennoch bewegen sie sich nach wie vor unter einer halben Million Euro – und damit weit unter der einst erstellten Kostenberechnung. Auch mit dem nun beauftragten Nachtrag liege man nach wie vor „sehr gut in den Kosten“, betonte daher Bürgermeister Michael Rieger. Das bekräftigte auch Tröndle: „Wir sparen auf jeden Fall noch immer deutlich.“

Was passiert mit vorhandenen LED-Leuchten?

Was passiert eigentlich im Zuge der flächendeckenden Umrüstung der Straßenbeleuchtung mit LED-Leuchten, die bereits heute vereinzelt im Stadtgebiet im Einsatz sind und nicht mehr ins neue Gesamtkonzept passen? Diese Frage kam in der Sitzung des Gemeinderats zur Sprache. Tatsächlich gebe es diese Leuchten, erklärte Stadtbaumeister Alexander Tröndle. Denn wenn in den vergangenen Jahren Straßenlaternen ausfielen, wurden die Leuchten durch LED-Leuchtmittel ersetzt – allerdings sind das nicht dieselben LED-Leuchten, die nun flächendeckend verbaut werden. Daher würden diese Leuchtmittel erst einmal ausgebaut und durch neue LED ersetzt, berichtete Tröndle. Doch sie fallen nicht weg, sondern werden gesammelt und kommen gruppiert in Nebenstraßenzügen zum Einsatz.