Stadtradeln im oberen Bregtal
: Furtwangen, Vöhrenbach und Gütenbach radeln zusammen dreimal um die Welt

Drei Wochen lang gemeinsam Kilometer sammeln, vom Auto aufs Rad umsteigen und damit noch die Umwelt schonen – nach diesem Motto beteiligten sich auch viele aus dem oberen Bregtal am Stadtradeln.
Von
Helen Moser
Furtwangen/Vöhrenbach/Gütenbach
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Deutschlands erster „kühler“ Radweg startet in der Lausitz: PRODUKTION - 17.07.2025, Brandenburg, Großräschen: Tobias Nowakowski, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Umweltökonomie an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU), ist mit seinem Fahrrad auf dem neuen Radweg «Kühle Spur» unterwegs. Tobias Nowakowski war maßgeblich Beteiligt am Pilotprojekt Radweg «Kühle Spur», der am 19.07.2025 feierlich eröffnet werden soll. Mit dem Pilotprojekt «Kühle Spur» entstand in der Lausitz der erste Radweg Deutschlands, der an den Klimawandel angepasst ist. Er soll das Radeln auch bei Hitze angenehmer machen. Der neue Radweg «Kühle Spur» ist 30 Kilometer lang, überwiegend kühl, bietet Bademöglichkeiten und wenig Straßen - laut Ankündigung eine Neuheit für Deutschland. Entwickelt wurde das Projekt von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU). Foto: Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen - das ist das Ziel des Stadtradelns. Auch im oberen Bregtal schwangen sich während des dreiwöchigen Aktionszeitraums so einige aufs Rad. (Symbolfoto)

Patrick Pleul/dpa
  • Stadtradeln im oberen Bregtal: 428 Aktive radelten 121.125 Kilometer in drei Wochen.
  • Furtwangen führte mit 74.163 Kilometern in 17 Teams – etwa zwölf Tonnen CO₂ wurden vermieden.
  • Furtwanger Topteams: Sozialstation Oberes Bregtal mit 11.000 Kilometern, Reiner SCT vor OHG.
  • Vöhrenbach kam auf 41.805 Kilometer, kreisweit höchste Quote pro Einwohner mit 11,59 Kilometern.
  • Gütenbach sammelte 5157 Kilometer – Zweierteam Fischer schaffte auffällig starke 1395 Kilometer.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

121.125 Kilometer  haben die Stadtradeln-Teilnehmer aus dem oberen Bregtal innerhalb von drei Wochen auf dem Rad zurückgelegt. Hätten die 428 aktiven Teilnehmer aus Furtwangen, Vöhrenbach und Gütenbach ihre Fahrten als eine große Staffel durchgeführt, hätten sie es also etwas mehr als dreimal um den Äquator schaffen können. Eine beachtliche Gesamtleistung – doch auch ein detaillierterer Blick ins Zahlenwerk lohnt sich.

Furtwangen vermeidet zwölf Tonnen CO₂‑Ausstoß

Den Löwenanteil der im oberen Bregtal geradelten Kilometer steuerte – es ist nicht weiter verwunderlich – die größte der drei Kommunen bei: Furtwangen brachte es im Aktionszeitraum auf insgesamt 74.163 Kilometer, zurückgelegt durch 306 Radelnde in 17 Teams. Bei 3735 Fahrten wurden rund zwölf Tonnen CO₂‑Ausstoß vermieden, haben die Stadtradeln-Organisatoren ausgerechnet.

Spitzenreiter der Furtwanger Teamwertung ist die Sozialstation Oberes Bregtal, deren 34 aktiv Radelnde es auf exakt 11.000 Kilometer brachten und sich mit einigem Abstand den Sieg sicherten. Spannender war es auf den beiden weiteren Podestplätzen: Das Team Reiner SCT schaffte es mit 8335 Kilometern ganz knapp vor dem Otto-Hahn-Gymnasium mit Realschule auf Platz zwei. Die Bildungseinrichtung auf dem Bronzerang sammelte 8310 Kilometer.

Alles in allem radelte Furtwangen kreisweit die viertmeisten Kilometer nach Villingen-Schwenningen, Donaueschingen und St. Georgen. Und auch im geografisch weiter gefassten Vergleich zu Städten und Gemeinden einer ähnlichen Größenordnung kann sich das Ergebnis der Bregstadt durchaus sehen lassen: Unter den Kommunen mit weniger als 10.000 Einwohnern bedeuten die gut 74.000 erradelten Kilometer den 18. Platz im baden-württembergischen Vergleich und bundesweit den 44. Rang.

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Vöhrenbach: kreisweit die meisten Kilometer pro Einwohner

103 aktive Radelnde brachten es in Vöhrenbach auf insgesamt 41.805 Kilometer. Auf die Gesamtzahl der Einwohner gerechnet, entspricht das 11,59 Kilometer pro Vöhrenbacher. Das ist unter allen teilnehmenden Kommunen im Schwarzwald-Baar-Kreis der höchste und einzige zweistellige Wert. Mit Blick auf die Gesamtkilometer radelten sich die Vöhrenbacher im Kreisvergleich auf Platz sechs.

Am Start waren neun Teams; insgesamt wurden 1434 Fahrten erfasst. Hätten die Vöhrenbacher Teilnehmer diese mit dem Auto zurückgelegt, hätten sie – rein rechnerisch – etwa sieben Tonnen CO₂ ausgestoßen.

Am meisten Strecke machten die 26 Aktiven des Teams Pro Radwege, die in Summe 12.836 Kilometer zurücklegten, gefolgt vom Team des Musikvereins Hammereisenbach mit 11.491 Kilometern und 29 aktiv Radelnden. Auf Platz drei folgen mit etwas Abstand und 6082 Kilometern die 14 Radler des Teams Scherzinger Lädele. Wobei es das kleine Rathausteam war, das die meisten Kilometer pro Kopf machte: Die fünf Aktiven kamen zusammen auf 4453 Kilometer – das macht im Schnitt 891 Kilometer pro Person.

Gütenbacher Zweierteam radelt fast 1400 Kilometer

Als kleinste Kommune im oberen Bregtal und im Kreis hat Gütenbach – wenig verwunderlich – auch die geringste Teilnehmer- und Kilometerzahl vorzuweisen. 19 aktive Radelnde in drei Teams legten im Aktionszeitraum 5157 Kilometer zurück. Insgesamt wurden 179 Fahrten registriert. Die CO₂‑Vermeidung wird auf der Stadtradeln-Webseite mit einer Tonne beziffert.

Die meisten Kilometer legte mit 3027 das offene Team Gütenbach zurück, welches zudem die meisten Teilnehmer hatte. Besonders hervor sticht jedoch auch das Team Fischer: Gerade einmal zwei aktive Radelnde brachten es auf 1395 Kilometer – das entspricht einer rechnerischen Pro-Kopf-Leistung von durchschnittlich 697 Kilometern. Die Mittwoch-Biker erradelten zusammen 736 Kilometer.