Stadt Furtwangen: Neuer Bürgermeister ist vereidigt

Bürgermeisterstellvertreterin Anja Siedle verpflichtete Florian Merz offiziell für sein Amt. Er erhielt dann die Ernennungsurkunde als Bürgermeister von Furtwangen. Blumen gab es für seine Ehefrau Joanna Kupczyk-Merz.
Stefan HeimpelDamit führt Florian Merz nun für die kommenden acht Jahre die Stadt Furtwangen. Neben den Gemeinderäten waren rund 100 weitere Gäste zu diesem Ereignis ins OHG gekommen.
Eröffnet wurde die Sitzung musikalisch durch die Stadtkapelle unter Leitung von Timo Hieske. Als Bürgermeisterstellvertreterin leitete Anja Siedle die Sitzung. Sie gratulierte nochmals Florian Merz zur Wahl als Bürgermeister. Beim Neujahrskonzert habe Altbürgermeister Josef Herdner ihm schon Tipps und den offiziellen Stab übergeben. Sie nannte einen ganzen Katalog wichtiger Themen in schwierigen Zeiten.
Ein Problem sei die globale Wirtschaftslage und vor allem die Finanzen der Kommunen, denen immer wieder neue Aufgaben zugeteilt werden ohne notwendige Mittel, zum Beispiel der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für die Schüler. Wichtige Themen seien auch das Rettungszentrum, die Entwicklung der Schulen und die Sicherung des Altenheims St. Cyriak. Ebenso müsse das medizinische Versorgungszentrum auf eigene Füße gestellt werden, unter anderem durch neue Kinderärzte.
Nun folgte die Eidesformel für „Oberamtsrat Florian Merz“ der damit für acht Jahre als Bürgermeister zum Beamten auf Zeit ernannt wurde, was dieser mit seiner Unterschrift bestätigte. Blumen gab es für seine Ehefrau Joanna Kupczyk-Merz.

Musikalisch umrahmt wurde die Vereidigung des Furtwanger Bürgermeisters Florian Merz durch die Stadtkapelle unter der Leitung von Timo Hieske.
Foto: Stefan HeimpelLandrat Sven Hinterseh gratulierte Florian Merz, der als bisheriger Hauptamtsleiter die Themen schon gut kenne. Darüber hinaus habe ihm seine Stellvertreterin Anja Siedle den Standpunkt klargemacht – nun wisse er, was er zu tun habe.
Eine Hausaufgabenliste bekommen
Hinterseh machte deutlich, dass es bei den Nachrichten aus den Medien schwierig einzuschätzen sei, wohin der Weg führt. Als Bürgermeister habe man keinen Einfluss auf das Weltgeschehen. Man solle sich auf das besinnen, was man hat und im persönlichen Umfeld Einfluss nehmen und Gutes tun. Merz werde viel Unterstützung finden. Die Bürger wie auch die Kommunen im Kreis würden ihn begleiten. Er sagte auch die Unterstützung durch das Landratsamt zu.
Bürgermeister Christian Wörpel aus Schönwald überbrachte die Grüße der Bürgermeister aus dem Kreisgebiet. Gerade in Baden-Württemberg habe ein Bürgermeister viel Gestaltungsspielraum. Nicht zuletzt habe Florian Merz ein gutes Verhältnis zu seinem Vorgänger Josef Herdner, was immer eine Hilfe sein könne.

Neben den Gemeinderäten nahmen an dieser außergewöhnlichen Gemeinderatssitzung in Furtwangen auch viele Zuhörer aus allen Bereichen von Bürgerschaft, Politik, Wirtschaft und Vereinen teil.
Foto: Stefan HeimpelNun übernahm Florian Merz die Leitung der Gemeinderatssitzung. „Ich freue mich unglaublich, hier sein zu dürfen“, begann er seine Ansprache. Er stamme und lebe zwar in Glashütte. Doch emotional sei er in Furtwangen zu Hause.
Wenn er als Kind oder Jugendlicher regelmäßig in Furtwangen unterwegs war, habe er nie gedacht, hier einmal Bürgermeister zu werden: „Die Stadt liegt mir am Herzen.“ Die Aufgabe sei eine Herausforderung, die er gerne annehme. Gemeinsam mit Gemeinderat und Bürgern werde er die Aufgaben angehen. Er sei beeindruckt, was die Furtwanger leisten können. Großen Wert lege er auch auf die interkommunale Zusammenarbeit, gerade im Kreis der Bürgermeister. Beim gemütlichen Teil gab es anschließend viel Gelegenheit zum Austausch.
Offizielle Formel
Eidesformel
„Ich schwöre, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und Können führen, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die Landesverfassung und das Recht achten und verteidigen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“
Verpflichtung
„Ich gelobe Treue der Verfassung, Gehorsam den Gesetzen und gewissenhafte Erfüllung meiner Pflichten. Insbesondere gelobe ich, die Rechte der Gemeinde gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner nach Kräften zu fördern.“