Sommersaison am Klosterweiher: Fröhliche Stimmung beim Anbaden in St. Georgen

Treue Gäste beim Anbaden sind (von links): Ina Herfurth, Ronald Richter, Karin Knobloch und Sabine Koch.
Stephan HübnerRekordverdächtige Temperaturen beim Anbaden am Klosterweiher in St. Georgen sorgten bei Organisatoren und Gästen für fröhliche Gesichter. Sehr beachtlich war die Zahl von 184 Anbadern.
Wie immer hatten Ehrenamtliche der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) die Organisation übernommen. „Signum Druck“ aus Langenschiltach hatte traditionsgemäß 120 T-Shirts gesponsert, das Seehaus für junge Besucher Süßigkeiten, für ältere Schnaps zum Aufwärmen. Der war aber eigentlich nicht nötig, denn das Wasser hatte eine Temperatur von 18 Grad. Er könne sich nicht erinnern, wann es beim Anbaden das letzte Mal so schönes Wetter gegeben habe, so der Vorsitzende Sascha Hummel.
Die DLRG ist 2026 wieder aktiv bei Schwimmkursen mit 550 Kindern. Trotzdem liegt die Wartezeit für Neuzugänge bei zwei Jahren, so Barbara Fuß, zuständig für den Bereich Ausbildung und Rettungsschwimmen. Das Einzugsgebiet werde immer größer. Die DLRG sei froh über Hallenbad und Klosterweiher, betonen Hummel und Fuß. Beide wären auch froh über neue Rettungsschwimmer, an den Kursen können bereits 14-Jährige teilnehmen, für die außer der Schwimmfähigkeit keine besonderen Kenntnisse nötig sind. Denn die jährlich 350 bis 400 Stunden ehrenamtlicher Aufsicht allein am Klosterweiher seien immer schwieriger zu besetzen.
Nicht genügend Frischwasser im Weiher
Mit gemischten Gefühlen sah Bürgermeister Michael Rieger die Wassertemperatur, die wohl auch auf den Biber zurückzuführen ist. Schlimmer wiegt aber, dass der Weiher nicht genug Frischwasser bekommt. Er könne nicht begreifen, dass der Weiher das Nachsehen habe, nur damit der Biber ungestört bleibe, so Rieger. Behörden forderten einen Gewässerentwicklungsplan, um überhaupt irgendwelche Maßnahmen in Erwägung zu ziehen, und es sei die Aussage gekommen, dass das einzig Schädliche für die Brigach der Weiher sei. Zudem erwarte man von der Stadt, auf eigene Kosten nachts Pumpen laufen zu lassen, um das Wasser mit Sauerstoff anzureichern.
Rieger wies auf die Bedeutung des Weihers für die Bevölkerung und die immer geringere Zahl an Bademöglichkeiten im Schwarzwald-Baar-Kreis hin. Die Stadt unterstütze den Weiher nach der Entschlammung für 2,5 Millionen Euro weiter, zuletzt mit Sanierungsmaßnahmen für 70.000 bis 80.000 Euro. Dabei wurden unter anderem die Betontreppen zu den Umkleiden durch eine schlankere Stahlkonstruktion ersetzt, die laut Schwimmmeister Sven Konopke von Gästen bereits Lob erhielt. Wetterbedingt noch nicht ganz fertig ist das Außengelände, wo demnächst eine Blütenmischung ausgebracht werden soll.
Zwei Raucherzonen ausgewiesen
Eine Änderung erbrachte die Umsetzung des neuen Landesnichtrauchergesetzes, das das Rauchen in Freibädern untersagt. Die Stadt wies zwei Raucherzonen im hinteren Bereich der Freiflächen aus.