Schulen in St. Georgen: In Prüfungszeiten kommt IT-Hilfe innerhalb von 15 Minuten

Das Bergstadt-Unternehmen Cosus kümmert sich fortan darum, dass die IT-Infrastruktur an den St. Georgener Schulen in Schuss bleibt. Einen entsprechenden Servicevertrag segnete nun der Gemeinderat ab. (Symbolfoto)
Pixabay/StockSnapDas Bergstadt-Unternehmen Cosus hält die St. Georgener Schul-IT fit. Für den Abschluss eines entsprechenden Support- und Wartungsvertrags – gültig für die Rupertsbergschule, die Grundschule Peterzell, die Robert-Gerwig-Schule, die Sommerrainschule, die Realschule und das Thomas-Strittmatter-Gymnasium – sprach sich der Gemeinderat in jüngster Sitzung aus. Denn die viele Infrastruktur, die in den vergangenen Jahren angeschafft wurde, um den Unterricht digitaler zu gestalten, birgt auch ein erhöhtes Risiko von Ausfällen. Da ist eine schnelle Reaktion im Ernstfall besonders wichtig.
Den Hintergrund erklärte Giovanni Costantino, Leiter Zentrale Steuerung und Dienste bei der Stadtverwaltung, im Zuge der Gemeinderatssitzung: In jüngerer Vergangenheit habe das Land den Ausbau der digitalen Infrastruktur an Schulen stark bezuschusst – unter anderem durch Mittel aus dem Digitalpakt. Lehrer-Laptops, Schüler-Tablets und allgemeine Infrastruktur – vieles wurde auch in St. Georgen neu angeschafft, beziehungsweise erneuert. Die Zahl der Geräte sei „sprunghaft angestiegen“, heißt es in der Sitzungsvorlage für den Gemeinderat.
„Das ist natürlich toll“, betonte Costantino in der Sitzung. Die Kehrseite der Medaille liege aber auch auf der Hand: Die neue Infrastruktur macht eine Menge Arbeit. Und auch Neu- und Ersatzanschaffungen stehen früher oder später natürlich an – wobei die Stadtverwaltung da bereits auf den zweiten Digitalpakt schielt, wie Costantino berichtete.
Regelungen unterscheiden sich bislang
So ging es vorerst nur um die Wartung der bestehenden Infrastruktur. In der Vergangenheit habe es dazu im Stadtgebiet in unterschiedlichen Schulen verschiedene Lösungen gegeben: In einigen Bildungseinrichtungen gab es Wartungsverträge mit Unternehmen; andernorts kümmerten sich Ehrenamtliche um die Instandhaltung. „Das hat manchmal gut, manchmal schlechter funktioniert“, bilanzierte Costantino. Auch deshalb hatte die Verwaltung sich vorgenommen, die Wartung der Schul-IT auf ein einheitliches Fundament zu stellen. „Ohne einen gescheiten IT-Support geht es nicht“, betonte Costantino.
Cosus als „idealer Partner“
Da die Stadtverwaltung bislang keinen solchen Wartungsvertrag hatte, soll er vorerst auf zwei Jahre – und nicht, wie üblich, auf sechs Jahre – geschlossen werden, heißt es in der Sitzungsvorlage. Nach einem Jahr, fügte Costantino hinzu, ist eine Evaluierung vorgesehen.
Wobei das Unternehmen Cosus bei der Ausstattung der St. Georgener Schulen nicht unbekannt ist: Es erhielt unter anderem den Zuschlag für die digitalen Tafeln, die mit Zuschüssen aus dem Digitalpakt angeschafft wurden.
Die Stadtverwaltung sehe Cosus „als idealen Partner“, meinte Costantino. Denn die geografische Nähe ermögliche schnelle Hilfe. Gerade in Prüfungszeiten sei das äußerst wichtig – das habe sich auch in der Vergangenheit schon gezeigt, bekräftigte Costantino. Im Entwurf für den Wartungsvertrag ist daher in Prüfungszeiten eine Reaktionszeit von gerade einmal 15 Minuten vereinbart.
Freischlader sieht Land in der Pflicht
Der Gemeinderat stimmte dem Abschluss des Wartungsvertrags ohne Diskussion und einstimmig zu. Eine Bemerkung wollte Oliver Freischlader (SPD) dann aber doch loswerden: Was den Unterhalt der IT-Infrastruktur an den Schulen angehen, sehe er eigentlich das Land in der Pflicht. „Wir würden es begrüßen, wenn das nicht als ureigenste Aufgabe der Gemeinde als Schulträger gesehen wird“, bemerkte er.
