Schüler bringen Ideen ein: Vöhrenbachs Jugend plant ihren eigenen Treffpunkt

Auch für die aus Vöhrenbach stammenden Schüler der achten Klassen in Furtwangen war der Jugendraum ein zentrales Thema. Sie lieferten sogar bereits einen Grundriss und eine genaue Aufstellung, was alles benötigt wird.
Stefan Heimpel- Vöhrenbacher Viert- und Achtklässler diskutieren im Rathaus einen Jugendraum.
- Die Achtklässler liefern Grundriss, Bedarfsliste und sogar Snackpreise.
- Grundschüler nennen Kinderrechte, Skaterbahn, Bademöglichkeit und Bolzplatz.
- Mögliche Orte: alte Schule, früherer Jugendraum am Schwimmbad oder der „Ratskeller“.
- Bürgermeister Heiko Wehrle würdigt den Elan – der Austausch soll weitergeführt werden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach dem großen Erfolg der Aktion im vergangenen Jahr haben die Gemeinden des oberen Bregtals wieder gemeinsam das Projekt zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Gemeindepolitik realisiert, und dies mit großer Unterstützung des Landes durch die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg.
Dank des Förderprogramms „Vielfalt in Partizipation“ erhielten die Schulen auch finanzielle Unterstützung. Unter anderem konnte eine Fahrt in den Landtag realisiert werden. Bei der Premiere im vergangenen Jahr waren es Schüler der achten Klassen der weiterführenden Schulen in Furtwangen, die in ihren jeweiligen Heimatgemeinden zu einer umfangreichen Gesprächsrunde im Rathaus begrüßt wurden.
Auch dieses Mal waren es wieder die Schüler aus Vöhrenbach der achten Klassen der Furtwanger Schulen, die im Rathaus Vöhrenbach durch Bürgermeister Heiko Wehrle empfangen wurden. Erstmals hatte man an einem weiteren Termin auch Schüler der vierten Klassen eingeladen.
Diesmal kommen auch Grundschüler zu Wort
Bereits im Mai kamen 27 Grundschulkinder der Josef-Hebting-Schule mit ihrem Rektor Tim Lutz in den Sitzungssaal des Rathauses. Sie waren schon nach kurzer Zeit mit Elan und Begeisterung dabei, sich über die Aufgaben der Stadt Vöhrenbach zu informieren, auszutauschen und eigene Ideen und Vorschläge zu entwickeln. Diese Themen wurden in der Schule weiter besprochen. Im Juni folgte dann der Besuch der Schüler der achten Klassen der Furtwanger Schulen in ihren jeweiligen Heimatgemeinden.
Auch die 34 Schüler aus Vöhrenbach konnten hier mit Bürgermeister Heiko Wehrle ins Gespräch kommen, Projekte diskutieren und ihre Meinung darstellen. Bürgermeister Heiko Wehrle zeigte sich erneut beeindruckt von dem Elan der Schüler bei diesen Gesprächen. Daher sei es angedacht, diese Art des Austausches auch in den kommenden Jahren weiterzuführen.

An einer Stellwand präsentierten die Schüler der Josef-Hebting-Schule ihre Ideen und Überlegungen aus diesem Tag im Vöhrenbacher Rathaus, vor allem natürlich für den Jugendraum.
Stefan HeimpelIn der Gemeinderatssitzung war nun ein Vertreter der Schüler zu Gast und stellte seine Erfahrungen bei diesem Besuch und die Ideen der Schüler vor. Dabei ging es um allgemeine Fragen, was den Schülern an Vöhrenbach gut gefällt und was weniger, oder wo sie ihre Freizeit verbringen.
Was kosten die Snacks?
Ein zentrales Thema bei den Schülern der vierten Klasse ebenso wie der achten Klasse war das Thema Jugendraum für Vöhrenbach. Die Schüler stellten ihre konkreten Vorstellungen vor, wie und wo ein Jugendraum realisiert werden könnte. Das reichte bereits bis zur Preisliste für Snacks und Getränke im künftigen Jugendraum. Bei den Grundschülern waren unter anderem die Kinderrechte ein Thema. Es gelte, die Jugendarbeit in Vöhrenbach zu verbessern. Sie fordern unter anderem die Rückkehr der Skaterbahn, Bademöglichkeiten am Stausee oder einen Bolzplatz. Aber auch ein regelmäßiges Treffen und Austausch zwischen Schülern und Rathaus, oder auch mit dem Gemeinderat, wurden angeregt.
Wie viele Sofas?
Vor allem sahen alle Schüler die Notwendigkeit eines Jugendraums für Vöhrenbach, der dann auch zentral im Städtle eingerichtet werden sollte. Mögliche Standorte wären die alte Schule (sogar mit direkter Bus-Anbindung), der frühere Jugendraum beim Schwimmbad oder im ehemaligen „Ratskeller“. Vom Jugendraum gab es bereits sogar einen Grundriss. Überlegt wurde, wie viele Sofas man im Jugendraum benötigen würde oder ob man zwei getrennte Räume für die älteren und jüngeren Besucher bräuchte. Nicht zuletzt war auch klar, dass es für das Ganze eine Aufsicht benötigt. Bürgermeister Heiko Wehrle betonte, dass sie bei solchen Themen dann auch auf Dauer dranbleiben müssten, nur dann könne man tatsächlich etwas erreichen.