Gemeinderat Vöhrenbach: Wenn Jugendliche mitreden

Beim „Politiktag“ für die Schüler der achten Klasse waren auch im Vöhrenbacher Rathaus 27 Schüler zu Gast. Vier von ihnen referierten nun vor dem Gemeinderat und stellten die hier entwickelten Gedanken und Ideen vor.
Stefan HeimpelZu Gast im Vöhrenbacher Gemeinderat waren vier Jugendliche, die im Rahmen des Projekts „Jugendbeteiligung in der Politik“ Ende Juni das Vöhrenbacher Rathaus besucht hatten.
Erstmals hatten die drei Gemeinden im Oberen Bregtal gemeinsam einen solchen Tag veranstaltet, um den Jugendlichen die Politik etwas näherzubringen. Gefördert vom Land Baden-Württemberg mit 80 Prozent konnte nun erstmals dieses Projekt stattfinden und soll in ähnlicher Form auch in den kommenden Jahren immer wieder angeboten werden.
27 Schüler haben sich im Vorfeld informiert
Einen Tag lang waren die Schüler der achten Klassen aus den drei beteiligten Kommunen vom Unterricht befreit und waren in ihrer jeweiligen Heimatgemeinde beim Bürgermeister „zu Besuch“. Hier hatten sie im persönlichen Gespräch die Gelegenheit vieles über die Kommunalpolitik zu erfahren, Projekte zu diskutieren, ihrer Meinung darzustellen und auch eigene Vorschläge und Ideen einzubringen.
In Vöhrenbach waren bei diesem Tag 27 Schüler begleitet von einem Lehrer vor Ort. Vier von ihnen stellten nun ihre Ergebnisse und Gedanken dem Gemeinderat vor. Unter anderem berichteten sie auch von einem interessanten Ausflug in den Landtag, wo sie auch mit den Abgeordneten ins Gespräch kamen. Zu verschiedenen Themen hatten die Schüler dabei im Anschluss ihre Gedanken gesammelt und Vorstellungen geäußert, was nun dem Gemeinderat vorgestellt wurde.
Gleich zu Beginn kritisierten die Jugendlichen die hohe Geschwindigkeit im Stadtgebiet und forderten eine Geschwindigkeitsreduzierung. Gleichzeitig begrüßten sie die geplante Sanierung des Freibades. Hier wurde speziell begrüßt, dass ein neues Bad mehr Spaß, aber auch mehr Sicherheit bieten werde. Sie sahen aber auch die finanzielle Belastung durch diesen Bau. Als positiv in Vöhrenbach bewerteten sie gleichermaßen die Landschaft und die Natur wie die Angebote der verschiedenen Sportvereine.
Gute Arbeitsplätze auf der Wunschliste
Allerdings gebe es in Vöhrenbach nur wenig Geschäfte und auch wenig Angebote für Aktivitäten. Zu Ihren Wünschen in diesem Bereich gehörten ein kleiner Fußballplatz und Basketball-Platz im Stadtpark, aber auch ein Jugendtreff. Genauso fehlen aber Sitzmöglichkeiten in der Stadt. Die Wunschliste für Vöhrenbach war lang: dazu gehörten neben dem Schwimmbad auch ein Drogeriemarkt, ein McDonald‘s, eine größere Sporthalle und mehr Attraktionen auf dem Spielplatz. Wichtige Zukunftsthemen für sie sind der Erhalt des Schwimmbades, aber auch genauso gute Ausbildung und gute Berufe.